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Boubacar © imago

20 Mannschaften haben die dritte und letzte Gruppenphase der afrikanischen WM-Qualifikation erreicht. Nach Senegals Aus randalieren Fans.

Von Thorsten Mesch

München - Jubel in der Elfenbeinküste, Ghana und Gabun, schlimme Ausschreitungen im Senegal.

Durch das 3:0 (1:0) im WM-Qualifikationsspiel gegen Madagaskar steht die Nationalmannschaft der Elfenbeinküste in der Afrika-Zone als Sieger der Vorrundengruppe 7 fest.

Favoriten setzen sich durch

In Abidjan erzielte Werder Bremens Stürmer Boubacar Sanogo für die Elfenbeinküste die ersten beiden Tore (42./55. Minute), Salomon Kalou vom FC Chelsea steuerte in der 66. Minute den dritten Treffer bei.

Neben den Ivorern zogen Ghana, Algerien, Mali, Sambia, Burkina Faso, Guinea, Ägypten und Marokko ebenso als Gruppensieger in die dritte Qualifikationsrunde zur Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika ein wie schon zuvor Nigeria, Kamerun und Benin.

Zudem qualifizierten sich die acht besten Zweitplatzierten.

Später Ausgleich eliminiert "Teranga Lions"

Senegal, WM-Viertelfinalist von 2002, scheiterte hingegen bereits in der vorletzten Phase als Dritter der Gruppe 6. Das vorzeitige Aus wurde am Wochenende durch das 1:1 gegen Gambia besiegelt, das die nächste Runde ebenfalls verpasste.

Abdou Kader Mangane brachte die Gastgeber in Führung, doch fünf Minuten vor Spielende sorgte Gambias Ausgleich durch Tijan Jaiteh für Entsetzen.

Senegals Auswahl hatte bereits die Qualifikation zur WM-Endrunde 2006 in Deutschland verpasst.

Fans greifen Verbandssitz an

Nach dem Spiel kam es in Senegals Hauptstadt Dakar zu schweren Ausschreitungen vor dem Sitz des nationalen Fußballverbandes.

Verärgerte Anhänger der "Teranga Lions" griffen das Gebäude mit Steinen an und randalierten in den Geschäftsräumen.

Die Polizei drängte die aufgebrachte Menge mit Tränengas zurück. Laut Augenzeugen soll eine Person verletzt worden sein.

Noch 20 Mannschaften im Rennen

Nach Abschluss der Vorrundenspiele haben sich 20 Mannschaften für die dritte und letzte Runde qualifiziert.

Neben den zwölf Gruppensiegern dürfen auch Ruanda, Tunesien, Kenia, Togo, Sudan, Malawi, Gabun und Mosambik weiter auf die Endrundenteilnahme hoffen.

Fünf Gruppensieger zur WM

Die 20 verbliebenen Mannschaften werden in fünf Gruppen zu je vier Teams aufgeteilt, die in Hin- und Rückspiel aufeinandertreffen.

Die Gruppensieger erreichen die WM-Endrunde. Südafrika ist als Gastgeber automatisch qualifiziert.

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