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Carlos Alberto Parreira war bereits drei Mal Trainer bei Brasilien © getty

Nationaltrainer Parreira ist nach dem Trainingslager in Deutschland optimistisch und will, dass möglichst viele Fans die WM besuchen.

Offenbach - Trotz der problematischen Sicherheitslage am Kap der guten Hoffnung hat Südafrikas Nationaltrainer Carlos Alberto Parreira die Fans zu einer WM-Reise aufgefordert.

"Kommt nach Südafrika! Acht Millionen Touristen erleben jedes Jahr eine wunderbare Zeit in diesem Land. Niemand muss Angst haben", sagte Parreira vor der Abreise von "Bafana Bafana" ins WM-Gastgeberland am Freitag.

Nach drei Wochen Trainingslager im fränkischen Herzogenaurach fühlt sich die südafrikanische Nationalmannschaft gerüstet für die Heim-WM.

Nach einem torlosen Remis in der vergangenen Woche gegen Nordkorea feierte die Parreira-Elf am Mittwoch einen 2:0-Erfolg gegen Jamaika.

"Wir hatten erneut nicht viele Chancen, aber der Sieg gegen Jamaika gibt uns Selbstvertrauen. Wir haben hier in Deutschland einen weiteren Schritt nach vorne gemacht", sagte der Brasilianer.

Parreira wartet auf England-Profis

Nach vier Wochen Trainingscamp in Brasilien und drei weiteren Wochen im Land der WM 2006 dürfen die Spieler nun für wenige Tage zu ihren Familien, ehe Brasiliens Weltmeister-Coach von 1994 am 4. Mai seinen vorläufigen Kader wieder zusammenruft.

Dann sollen auch die in der englischen Premier League beschäftigten Profis hinzustoßen.

"Je früher sie kommen, desto besser ist es. Wir brauchen die Zeit, um sie zu integrieren", sagte Parreira.

"Wir spielen mit 90.000 Vuvuzelas"

Die Spieler, die im Trainingslager in Herzogenaurach an Technik und Fitness feilten, können den WM-Auftakt am 11. Juni gegen Mexiko ohnehin kaum abwarten.

Zum ersten Sieg führen soll vor allem der ohrenbetäubende "12. Mann".

"Wir spielen mit 90.000 Vuvuzelas gegen Mexiko. Das wird in der Vorrunde eine unserer stärksten Waffen sein. Ich bin gespannt, wie unser erster Gegner damit umgeht", sagte Südafrikas Nationalkeeper Moeneeb Josephs.

"Der Himmel ist unsere Grenze", sagte auch Parreira, der nach der WM seine Mission in Südafrika beenden wird.

"WM-Pokal soll in Südafrika bleiben"

Die Vorrundengruppe mit Mexiko, Uruguay und Frankreich gibt allerdings kaum Anlass dazu gibt, mit überbordender Euphorie in die WM zu gehen:

"Wir müssen Schritt für Schritt vorangehen und erst einmal die Gruppenphase überstehen. Danach ist alles möglich."(Der WM-Spielplan)

Das sieht offenbar auch Staatspräsident Jacob Zuma so. Zuma glaubt sogar daran, dass Südafrika Weltmeister wird.

"Der WM-Pokal kommt erstmals in der Geschichte nach Afrika. Und wir in Südafrika werden es ihm nicht erlauben, das Land wieder zu verlassen. Bafana Bafana absolviert derzeit eine überragende Vorbereitung, damit der WM-Pokal in Südafrika bleibt", sagte Zuma.

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