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Zakumi heißt das Maskottchen bei der WM 2010 in Südafrika © getty

Der WM-Ausrichter weist Kritik an den Quartieren zurück. Zwei Ex-Nationalspieler sorgen sich um ihre Teams. Ein Trainer muss gehen.

München - Südafrika hat als Ausrichter der WM 2010 Kritik an den Sicherheitsstandards seiner Mannschafts-Quartiere zurückgewiesen.

"Wir hatten Teams wie Manchester United und FC Barcelona in unserem Land zu Gast. Nie ist etwas vorgefallen. Es wird beim Konföderationen-Cup 2009 und ein Jahr später bei der WM 2010 keine Probleme geben", sagte Danny Jordaan, Geschäftsführer des südafrikanischen Organisationskomitees, in Berlin.

Jordaan deutete an, dass die deutsche Nationalmannschaft möglicherweise in der Nähe von Kapstadt Quartier beziehen wolle.

"Es wird bestimmt am Western Cape sein. Oliver Bierhoff kommt ja noch zu uns. Er wird das Richtige finden", sagte Jordaan bei der Infoveranstaltung in der südafrikanischen Botschaft.

DFB-Team kommt nächste Woche

In der Tat wird sich Bierhoff in der kommenden Woche (19. bis 26. Oktober) zur Quartier-Besichtigung in Südakrika aufhalten.

Es gehe jetzt erst einmal darum, zehn bis zwölf Hotels zu inspizieren, sagte Bierhoff am Dienstag in Düsseldorf und fügte an: "Insgesamt sind die Aspekte Sicherheit und Logistik wichtig, weil wir davon ausgehen, viel fliegen zu müssen."related links

Sport1.de hat weitere Splitter zur WM 2010 zusammengefasst:

Zoff sorgt sich um Italien

Der ehemalige italienische Nationaltorhüter Dino Zoff sorgt sich um die Zukunft von Weltmeister Italien. Der WM-Champion von 1982 hat einen akuten Mangel an guten Torleuten in Italien festgestellt.

"In der Geschichte des Fußballs hat sich alles geändert. Es ist eine Generationssache. Ich sehe sogar brasilianische, südamerikanische Torkeeper in Italien", sagte Italiens Torhüter-Ikone: "Abgesehen von Gianluigi Buffon überzeugt mich aber kein italienischer Torhüter wirklich. Unsere alte Schule ist verschwunden."

Zoff hatte nach seiner Karriere später auch als Nationaltrainer die italienische Auswahl betreut.

Letschkow kritisiert Berbatow und Co.

Trotz eines achtbaren 0:0 gegen Weltmeister Italien hat Jordan Letschkow heftige Kritik an den bulgarischen Nationalspielern geübt.

"Ich habe es nach dem 0:0 gegen Albanien gesagt, und ich sage es nun wieder: Die Führungsspieler müssen sich mehr einbringen", sagte der Vize-Präsident des bulgarischen Verbandes.

Letschkov hatte bei der WM 1994 in den USA durch sein 2:1-Siegtor im Viertelfinale Deutschland aus dem Turnier geköpft.

ManUnited-Stürmer kontert

Besonders hart ging der frühere Bundesliga-Profi des Hamburger SV mit dem Ex-Leverkusener Dimitar Berbatow ins Gericht: "Man kann es eigentlich nicht für möglich halten, wenn man sieht, dass Berbatow im gesamten Spiel gegen den Weltmeister nur 2000 m läuft."

Berbatow entgegnete die Kritik umgehend. Letschkow habe nicht den Mut gehabt, mit ihm persönlich zu reden.

"Wenn ich jemandem etwas zu sagen habe, dann schaue ich ihm in die Augen und mache das nicht über die Medien", so der Stürmerstar des englischen Meisters Manchester United.

Senegal entlässt Trainer

Senegals Fußball-Bosse haben nach dem Aus in der Qualifikation zur WM 2010 in Südafrika reagiert und Nationaltrainer Lamine Ndiaye entlassen.

Als Interimscoach wurde der bisherige technische Direktor Amsata Fall bestimmt. Der WM-Viertelfinalist von 2002 war am vergangenen Samstag durch ein 1:1 gegen Gambia vorzeitig in der vorletzten Phase der Afrika-Zone gescheitert.

Nach der Partie kam es in der senegalesischen Hauptstadt Dakar zu Ausschreitungen vor dem Sitz des nationalen Fußballverbandes.

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