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Luca Toni hat in 47 Länderspielen 16 Tore für Italien erzielt © getty

Die "Squadra Azzurra" geht die Titelverteidigung ohne die beiden Römer an. Auch bei anderen Nation gibt es Überraschungen.

München - Weltmeister Italien verzichtet bei der WM-Endrunde in Südafrika auf Luca Toni und Francesco Totti.

Die Starspieler vom AS Rom fehlten am Dienstag auf der Liste, als der Nationaltrainer Marcello Lippi seinen 30-köpfigen vorläufigen Kader bekannt gab 182382(DIASHOW: 32 Teams ? 32 Stars).

Toni, Leihspieler von Bayern München, hatte zuletzt mit Verletzungen zu kämpfen. Totti hatte nach seinem Rücktritt mit einer Rückkehr in die "Squadra Azzurra" geliebäugelt.

Doch auch andere prominente Spieler wurden nicht berücksichtigt (DATENCENTER: Der WM-Spielplan).

Ohne Balotelli und Cassano

Mario Balotelli, umstrittener Stürmer des Champions-League-Finalisten Inter Mailand, bleibt zu Hause. Auch das "Enfant terrible" Antonio Cassano (Sampdoria Genua) ist nicht dabei.

Dafür setzt Lippi auf Giuseppe Rossi vom spanischen Erstligisten FC Villarreal, der den erfahrenen Nicola Legrottaglie (Juventus Turin) verdrängte. Spätestens am 1. Juni muss Lippi den Kader auf 23 Spieler reduzieren.

SPORT1 gibt einen Überblick über die Kaderzusammenstellungen der verschiedenen WM-Teilnehmer.

Grafite und Josue zur WM

Ohne die Altsatrs Ronaldo, Ronaldinho und Adriano, dafür aber mit den Wolfsburgern Grafite und Josue tritt Brasilien bei der WM 2010 in Südafrika an.

Nationaltrainer Dunga verzichtete in seinem 23-köpfigen Aufgebot für die Endrunde zudem auf Rafinha von Schalke 04 und Carlos Eduardo von 1899 Hoffenheim.

Altstars bleiben außen vor

Während Josue in der Ära Dunga stets zum Selecao-Kreis dazugehörte, bekam Grafite, der den Vorzug vor Adriano bekam, erst im letzten Testspiel gegen Irland seine erste Bewährungschance.

Neben Adriano ließ Dunga wie erwartet auch den zweimaligen Weltfußballer Ronaldinho sowie WM-Rekordtorjäger Ronaldo außen vor.

Dagegen bekamen die früheren Bundesliga-Stars Lucio (München), Juan (Leverkusen) und Gilberto (Berlin) ihr Ticket zur WM-Endrunde.

Van Nistelrooy nicht zur WM

Für Ruud van Nistelrooy ist der Traum von der WM-Teilnahme in Südafrika geplatzt.

Wie der niederländische Verband am Dienstag bekannt gab, gehört der Stürmer des Hamburger SV nicht zum vorläufigen 30er-Kader von Bondscoach Bert van Marwijk.

Van Nistelrooy trat nach der Europameisterschaft 2008 als Nationalspieler zurück, entschied sich aber in dieser Saison, ein Comeback in Angriff zu nehmen.

Elia darf hoffen

Hoffnungen auf einen WM-Start darf sich weiterhin van Nistelrooys Hamburger Klubkollege Eljero Elia machen, der es ins vorläufige Aufgebot geschafft hat.

Wohl sicher mit bei der Endrunde in Südafrika sind Khalid Boulahrouz (VfB Stuttgart), Joris Mathijsen (Hamburger SV) sowie Mark van Bommel und Arjen Robben vom deutschen

Auch der Ex-Hamburger Rafael van der Vaart, der nun bei Real Madrid spielt, wurde von van Marwijk berufen.

Capello baut auf Tottenham-Block

Englands Nationaltrainer Fabio Capello berief lediglich acht Profis - darunter Stürmerstar Wayne Rooney - der drei Topteams FC Chelsea, Manchester United und FC Arsenal in seinen 30-köpfigen Kader, den er bis zum 1. Juni auf 23 Akteure reduzieren muss.

Capello vertraut in erster Linie auf Spieler des Viertplatzierten Tottenham Hotspur. Das Team von der White Hart Lane im Nordosten Londons stellt sechs Spieler.

Darunter sind der derzeit an einer Knieverletzung laborierende Verteidiger Ledley King und Stürmer Peter Crouch.

Vidosic für Australien

Pim Verbeek, Trainer des deutschen Vorrundengegners Australien, nominierte am Dienstag einen 31-köpfigen vorläufigen Kader, in dem sich auch der Nürnberger Dario Vidosic befindet.

Im Kader stehen auch die Ex-Nürnberger Michael Beauchamp und Joshua Kennedy sowie der frühere Gladbacher Craig Moore.

Die namhaftesten Spieler im Kader sind Torwart Mark Schwarzer (früher 1. FC Kaiserslautern und Dynamo Dresden) vom Europa-League-Finalisten FC Fulham und der Ex-Liverpooler Harry Kewell von Galatasaray Istanbul.

Auch Hitzfeld setzt auf Bundesliga-Erfahrung

Der Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld setzt ebenfalls auf geballte Bundesliga-Erfahrung.

Der deutsche Coach berief sieben Profis aus der deutschen Eliteklasse in sein vorläufiges Aufgebot.

Hitzfeld vertraut auf Torwart Diego Benaglio (VfL Wolfsburg), Steve von Bergen (Hertha BSC Berlin), Mario Eggimann (Hannover 96), Christoph Spycher, Pirmin Schwegler (beide Eintracht Frankfurt), Tranquillo Barnetta und Eren Derdiyok (beide Bayer Leverkusen).

Rehhagel vertraut Charisteas und Gekas

Otto Rehhagel vertraut mit Theofanis Gekas (Hertha BSC Berlin) und Angelos Charisteas (1. FC Nürnberg) auf zwei Bundesliga-Legionäre.

"Rehakles" setzt vor allem auf erfahrene Spieler, die schon ihren Beitrag zum EM-Triumph 2004 geleistet hatten.

Queiroz beruft Almeida

Werder Bremens Stürmer Hugo Almeida ist in Portugals Aufgebot für die Weltmeisterschaft berufen worden. Nationaltrainer Carlos Queiroz benannte ein vorläufiges 24er-Aufgebot.

Angeführt wird der Kader vom ehemaligen Weltfußballer Cristiano Ronaldo von Real Madrid.

Berufen wurde auch Ronaldos Real-Teamkollege Pepe. Der Abwehrspieler laboriert allerdings noch an den Folgen eines Kreuzbandrisses im rechten Knie.

Obasi und Martins in Nigerias WM-Kader

In Obafemi Martins vom VfL Wolfsburg und Chindeu Obasi von 1899 Hoffenheim stehen zwei Bundesliga-Akteure im vorläufigen Aufgebot Nigerias.

Neben den beiden Bundesliga-Gastarbeitern benannte Trainer Lars Lagerbäck auch John Obi Mikel vom englischen Meister FC Chelsea und Nwankwo Kanu (FC Portsmouth).

Novakovic führt Slowenien an

Mit Milivoje Novakovic von Bundesligist 1. FC Köln an der Spitze geht Slowenien in die heiße Phase der WM-Vorbereitung.

Nationaltrainer Matjaz Kek berief neben dem Stürmer auch dessen Teamkollegen Miso Brecko.

Außerdem stehen mit Zlatko Dedic (VfL Bochum) und Matej Mavric (TuS Koblenz)zwei weitere Bundesliga-Profis im vorläufigen Kader für die WM-Endrunde.

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