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Ottmar Hitzfeld war Trainer des FC Bayern und von Borussia Dortmund © getty

Ottmar Hitzfeld kann durchatmen: Seine Schweizer gewinnen in Griechenland und gestalten das Rennen in der Quali-Gruppe 2 offen.

München - Ottmar Hitzfeld hat das Duell der deutschen Trainer-Granden gegen Otto Rehhagel gewonnen und die Schweizer Nationalmannschaft vorerst aus der Krise geführt.

Der Meistermacher von Bayern München und Borussia Dortmund siegte mit den Eidgenossen beim Ex-Europameister Griechenland 2:1 (1:0) und bleibt damit im Rennen um die Tickets für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika.

Rehhagels Griechen blieben somit trotz der ersten Niederlage mit neun Punkten Tabellenführer. Der Nürnberger Angelos Charisteas hatte die Schweizer Führung durch den Dortmunder Alexander Frei (42.) zwar in der 68. Minute ausgeglichen, doch Blaise N'Kufo (77.) besiegelte die Heimpleite des Europameisters von 2004.

Villa rettet Spanien

Europameister Spanien siegte durch einen späten Treffer von EM-Torschützenkönig David Villa 2:1 (1:1) in Belgien, Weltmeister Italien quälte sich zu einem 2:1 (2:1) gegen Montenegro. Portugal muss nach einem Remis gegen Albanien bangen.

Die Iberer blieben mit zwölf Punkten in der Gruppe 5 ebenso Tabellenführer wie die Azzurri mit zehn Zählern in der Gruppe 8.

Spanien gelang in Brüssel nach dem frühen Rückstand durch den Ex-Gladbacher Wesley Sonck (7.) zunächst der Ausgleich durch Andres Iniesta (36.), ehe Villa den Sieg sicherte (88.). Für Italien war Alberto Aquilani mit einem Doppelpack (8. und 29.) der Matchwinner beim mühsamen Sieg in Lecce gegen Montenegro.

England wahrt weiße Weste

Ihre weiße Weste behielten England und die Niederlande.

Während der Weltmeister von 1966 durch ein Doppelpack von Stürmerstar Wayne Rooney beim 3:1 (1:1) in Weißrussland seinen vierten Sieg im vierten Spiel feierte, verbuchte Oranje durch ein Tor des bei Bayern München auf die Bank verbannten Mark van Bommel mit 1:0 (0:0) in Norwegen den dritten Dreier in der dritten Partie.

Russland wieder in der Spur

Russland hat die Niederlage gegen die deutsche Nationalmannschaft schnell verdaut und wieder WM-Kurs eingeschlagen. Der EM-Halbfinalist besiegte vier Tage nach dem 1:2 von Dortmund Finnland in überzeugender Manier mit 3:0 (1:0).

Mit dem zweiten Dreier im dritten Spiel überholte die Sbornaja die Nordeuropäer in der Tabelle der Gruppe 4 wieder.

Pechvogel Pasanen

Die in allen Belangen überlegenen Russen um den erneut starken Star Andrej Arschawin benötigten bei ihren ersten beiden Toren allerdings die Mithilfe der Finnen.

Beim 1:0 rettete zunächst Torhüter Jussi Jaaskelainen nach einem Schuss von Jurij Schirkow, ehe der Bremer Petri Pasanen vor dem heranstürmenden Pawel Pogrebnijak den Ball ins eigene Tor beförderte (23.).

Beim 2:0 traf Veli Lampi nach einer scharfen Hereingabe von Konstantin Syrjanow ins eigene Netz (65.). Den Schlusspunkt setzte allerdings Arschawin selbst, der nach einem Solo auch noch Torhüter Jaaskelainen ausspielte und sein zweites Tor der WM-Qualifikation erzielte (88.).

Tschechen atmen auf

Aufatmen durfte der frühere Bundesligaprofi Petr Rada: Der neue Trainer der tschechischen Nationalmannschaft holte beim 1:0 (0:0) über Slowenien seinen ersten Sieg, bleibt mit nun vier Punkten aus drei Partien allerdings Vierter in Gruppe 3.

Die Tabellenspitze übernahm die Slowakei durch einen Doppelpack des Bochumers Stanislav Sestak beim 2:1 (0:0) gegen Polen.

Litauen bleibt oben dran

Weiter für Furore sorgt indes Außenseiter Litauen. Durch ein 1:0 (1:0) gegen die Färöer blieben die Balten in der Gruppe 7 dem punktgleichen Tabellenführer Serbien auf den Fersen.

Die Serben setzten sich mit 3:1 (3:0) in Österreich durch und stürzten den EM-Gastgeber vier Tage nach dessen peinlichen 1:1 auf den Färöern noch tiefer in die Depression. Die Euphorie nach dem 3:1-Auftaktsieg gegen Frankreich unter dem neuen Trainer Karel Brückner ist längst verflogen.

Den Sprung an die Tabellenspitze der Gruppe 2 verpasste indes Israel. Das Team von Trainer Dror Kashtan verspielte beim 1:1 (0:0) in Lettland kurz vor Schluss eine 1:0-Führung.

Portugal muss um WM-Teilnahme bangen

Der WM-Vierte Portugal muss zunehmend um die Teilnahme an der WM bangen. Die Mannschaft von Trainer Carlos Queiroz kam gegen Albanien trotz gut 50-minütiger Überzahl nicht über ein torloses Remis hinaus und liegt mit fünf Punkten nur auf dem dritten Platz in der Qualifikationsgruppe 1.

In den Spielen zuvor hatte es für die Portugiesen bereits eine bittere 2:3-Heimpleite gegen Dänemark und ein torloses Remis in Schweden gegeben.

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