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Rio Ferdinand (l.), Wayne Rooney (M.) und Shaun Wright-Phillips bejubeln das zweite Tor © getty

Nach dem 3:1 in Weißrussland bleibt England in der WM-Qualifikation auf Kurs. "Warum sollten wir nicht alle Spiele gewinnen", sagt Rooney.

Von Christian Stüwe

Minsk/München - In der WM-Qualifikation läuft nach wie vor alles rund für England.

Nach dem 3:1-Auswärtssieg in Weißrussland stehen vier Siege aus vier Spielen zu Buche.

"Ich sehe keinen Grund, warum wir jetzt nicht alle Spiele gewinnen sollten", erklärte Doppeltorschütze Wayne Rooney nach der Partie.

"Wir haben die schwierigsten Spiele in Kroatien und Weißrussland hinter uns und die maximale Punktzahl geholt", freute sich der Stürmer von Manchester United.

Fabio Capello ist der erste englische Nationaltrainer, der mit vier Siegen in eine WM-Qualifikation startet.

Beckham überholt sein Idol Charlton

Und auch im Umfeld der "Three Lions" läuft alles harmonisch ab. David Beckham, der frühere Kapitän und Kopf der Mannschaft, kommt zwar nicht mehr über Kurzeinsätze hinaus, hat aber dennoch Grund zum feiern.

Denn seine Einwechslung in der 88. Minute in Weißrussland brachte ihm seinen 107. Länderspieleinsatz ein.

Damit hat Beckham Sir Bobby Charlton hinter sich gelassen. "Ohne Zweifel, das bedeutet mir viel", sagte der 33-Jährige.

"Charlton war das Idol meines Vaters"

"Sir Bobby Charlton war das Idol meines Vaters und auch von mir. Als ich ein kleiner Junge war, bin ich in seine Fußball-Schule gegangen. Er ist eine Legende von Manchester United, und es ist mir eine Ehre, vor ihm in dieser Liste zu stehen und so nah an ihm dran zu sein", sagte der Mittelfeldmann von LA Galaxy.

Mit einem weiteren Einsatz im Länderspiel am 19. November in Berlin gegen Deutschland würde Beckham mit Bobby Moore gleichziehen, der die meisten Länderspiele eines englischen Feldspielers auf dem Konto hat.

Englischer Rekord-Nationalspieler ist Torhüter Peter Shilton mit 125 Einsätzen. Die könnte Beckham erreichen, falls er noch bis zur WM 2010 im Kader von Teammanager Fabio Capello bleibt.

Verbannung der "Wags" kein Nachteil

Und auch die Verbannung der Spielerfrauen und ?freundinnen aus dem Teamhotel sorgte keineswegs für Unstimmigkeiten innerhalb der Mannschaft.

Ganz im Gegenteil: Der Ausschluss der sogenannten "Wags" (Wives an Girlfriends) fand in der Mannschaft Zustimmung.

"Es war teilweise wie im Zirkus", urteilte etwa Rio Ferdinand: "Das Privatleben und der Fußball wurden nicht wirklich getrennt."

Bisher hat Capello alles richtig gemacht. Die "Three Lions" haben die WM 2010 in Südafrika fest im Blick.

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