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Cristiano Ronaldo spielt seit Sommer 2003 für Manchester United © getty

Nach dem 0:0 gegen Albanien herrscht in Portugal bereits Panik. Sport1.de hat einen Überblick über das Geschehen in den Gruppen.

München - Vor der Europameisterschaft wurde Portugal als Mitfavorit gehandelt. Im Viertelfinale kam das Aus gegen Deutschland, dann ging es bergab.

Nach dem 0:0 im Heimspiel in der WM-Qualifikation gegen Albanien herrscht nun Panik.

Die Nullnummer trotz einer Halbzeit in Überzahl wurde durchweg als eine der schwärzesten Stunden des portugiesischen Fußballs gewertet, übertroffen nur noch von früheren Unentschieden gegen Fußballzwerge wie Malta oder Liechtenstein.

Von Demütigung, Erniedrigung, Schande war die Rede, die Rufe nach Ex-Nationaltrainer Luiz Felipe Scolari werden lauter. Der neue Nationaltrainer Carlos Queiroz steht bereits in der Kritik.

Die Iberer liegen zwei Punkte hinter dem Spitzenduo mit dem spielfreien Ex-Europameister Dänemark und Ungarn. Die Magyaren feierten beim 1:0 auf Malta durch einen Treffer von Zweitliga-Legionär Sandor Torghelle (23.) vom FC Augsburg ihren zweiten Sieg in Folge.

Sport1.de gibt einen Überblick über das Geschehen in den Gruppen:

Gruppe 2:

Im Duell der deutschen Trainer verpasste Otto Rehhagel mit Spitzenreiter Griechenland durch das 1:2 gegen die von Ottmar Hitzfeld betreuten Schweizer die Chance, einen Hauptkonkurrenten auf Distanz zu halten.

Die Hellenen haben nach ihrer ersten Niederlage und den ersten Gegentoren in der laufenden Ausscheidung bei neun Punkten nur einen Zähler Vorsprung auf Israel (1:1 in Lettland).

Die Schweiz, deren erstmalige Führung durch den Dortmunder Alexander Frei (42., Foulelfmeter) der Nürnberger Zweitliga-Spieler Angelos Charisteas (68.) nur vorübergehend ausgleichen konnte, stellte nur noch einen weiteren Punkt zurück durch den zweiten Sieg in Serie den direkten Anschluss zur Spitze wieder her.

Gruppe 3:

Polen vergab durch seine erste Niederlage mit 1:2 in der Slowakei die Chance zum Ausbau seiner bisherigen Tabellenführung und musste die Spitze trotz seiner erst späten Führung durch den Ex-Dortmunder Ebi Smolarek (70.) nach dem Doppelschlag des Bochumers Stanislav Sestak in der Schlussphase (85. und 88.) sogar an die Gastgeber abgeben.

Slowenien konnte die Gunst der Stunde nicht nutzen und liegt nach dem 0:1 bei den erstmals in der laufenden WM-Qualifikation siegreichen Tschechen gleichauf mit Polen zwei Zähler hinter der Slowakei auf Rang drei.

Drei Punkte zurück kann sich auch Tschechien trotz Rang fünf hinter Nordirland (4:0 gegen San Marino) mit einem Spiel Rückstand wieder größere Hoffnungen machen.

Gruppe 5:

EM-Champion Spanien marschiert scheinbar mit Siebenmeilen-Stiefeln dem WM-Ticket entgegen und hat vorerst alle Konkurrenten abgeschüttelt.

Durch den vierten Sieg im vierten Spiel mit 2:1 beim Verfolger Belgien nach Treffern von Andres Iniesta (36.) und David Villa (88.) bei einem Gegentreffer des Ex-Mönchengladbachers Wesley Sonck haben die Iberer an der Tabellenspitze schon vier Punkte Vorsprung auf EM-Halbfinalist Türkei, der allerdings durch das 0:0 beim zuvor punktlosen Außenseiter Estland zumindest im Kampf um den Gruppensieg auch an Boden verlor.

Einen Punkt hinter Belgien rangiert Bosnien-Herzegowina (4:1 gegen Armenien) noch in Lauerstellung.

Gruppe 6:

Hinter dem souveränen Spitzenreiter England, der durch einen erneuten Doppelschlag von Wayne Rooney (50. und 76.) 3:1 in Weißrussland gewann und seinen vierten Sieg einfuhr, verbesserte sich der frühere WM-Dritte Kroatien unter maßgeblicher Mithilfe von Bundesliga-Legionären auf Rang zwei.

Beim 4:0 gegen Andorra stellten der Schalker Ivan Rakitic (16.) und sein Hamburger Kollege Ivica Olic (32., Foulelfmeter) schon vor der Pause die Weichen für das Balkan-Team auf Sieg. Rakitic sorgte drei Minuten vor Schlusspfiff auch für den Endstand.

Gruppe 7:

Österreich kann sich nach dem 1:3 gegen Spitzenreiter Serbien kaum noch etwas für seinen Auftakt-Coup gegen Frankreich kaufen.

Die Serben sind der Alpenrepublik ebenso wie Litauen (1:0 gegen Färöer) schon um fünf Punkte enteilt. Auf Rang drei kann sich Ex-Weltmeister Frankreich gleichauf mit Österreich angesichts eines Spiels noch deutlich mehr Hoffnungen machen.

Gruppe 8:

Weltmeister Italien (2:1 gegen Montenegro) und Verfolger Irland sind weiter ungeschlagen und haben sich bereits ein Polster auf die weiteren Konkurrenten erarbeitet. Bulgarien verlor durch eine Nullnummer in Georgien auf Rang drei vier Punkte hinter den Iren zumindest vorläufig den Anschluss an das Spitzenduo.

Gruppe 9:

Die Niederlande verteidigten ihre weiße Weste durch das 1:0 in Norwegen nach dem goldenen Tor von Bayern Münchens Kapitän Mark van Bommel erfolgreich und bauten mit der Optimal-Ausbeute von neun Punkten ihren Vorsprung auf Verfolger Schottland auf schon fünf Punkte aus.

Island (1:0 gegen Mazedonien) zog zwar mit den Briten gleich, hat jedoch schon ein Spiel mehr ausgetragen.

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