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Die jungen mexikanischen Spieler um Andres Guardao wollen bei der WM für Furore sorgen © getty

Mit einer Frischzellenkur macht sich Mexiko fit für die WM. Die Mexikaner sind unter Trainer Aguierre wieder im Aufwind.

München - Mexiko wird bei der Fußball-WM 2010 in Südafrika ein neues Gesicht haben. Die Lateinamerikaner treten mit einer neuen Spielergeneration an, die über viel Potenzial verfügt.

Was in ihnen steckt können die jungen Spieler gleich am 11. Juni zeigen. Dann bestreitet Mexiko gegen Südafrika das Eröffnungsspiel der WM im Soccer City Stadium von Johannesburg.

Die weiteren Gegner in Gruppe A sind Vizeweltmeister Frankreich (17.Juni) und Uruguay (22.Juni).(Der WM-Spielplan)

Aguirre baut auf die Jugend

Trainer Javier Aguirre hat zuletzt zahlreiche Nachwuchskräfte in sein Team eingebaut. Viele Experten in Mexiko erwarten, dass "El Tri" am Kap der guten Hoffnung vielleicht sogar mit bis zu sieben Spielern antreten wird, die noch keine 25 Jahre alt sind.

Stellvertretend für die neuen Akteure Mexikos seien Giovanni dos Santos, Andres Guardado, Guillermo Ochoa, Carlos Vela, Hector Moreno, Pablo Barrera, Efrain Juarez und Javier Hernandez genannt.

Die Mischung soll's richten

Natürlich will der Coach nicht nur mit "jungem Gemüse" ins WM-Turnier gehen. Deshalb gehören natürlich erfahrene Spieler zum Korsett der Mannschaft aus dem Land der Azteken.

Rafael Marquez (FC Barcelona), Ricardo Osorio (VfB Stuttgart), Carlos Salcido und Francisco Javier Rodriguez (beide PSV Eindhoven) bringen reichlich Erfahrung mit und sind die Stützen des Teams.

Im Auge behalten sollte man Andres Guardado von Deportivo La Coruna. Der Mittelfeldspieler konnte in der spanischen Primera Division schon einige Mal auf sich aufmerksam machen.

Schon mit 19 Jahren war er bei der WM 2006 in Deutschland dabei. Damals schenkte ihm Trainer Ricardo La Volpe sein Vertrauen und stellte ihn im Achtelfinale gegen Argentinien auf.

"Ich habe ihn nicht enttäuscht, und die Erfahrung war sehr wichtig für meine Karriere. Ich bin durch dieses Turnier enorm gereift", sagte Guardado, der als Bindeglied zwischen den ganzen Jungen und den älteren Spielern Mexikos gilt.

Erikksson mit kurzer Amtszeit

Die WM-Qualifikation war aus Sicht der Mexikaner eher mühsam. Erst nach der Trennung von Star-Trainer Sven-Göran Eriksson startete das Team so richtig durch.

Nach nur zehn Monaten auf der Bank von "El Tri" vollzog der mexikanische Verband die Trennung von dem Schweden, der keine Erfolgserlebnisse mit dem zweimaligen WM-Viertelfinalisten vorweisen konnte.

Angeblich drei Millionen Euro soll die Abfindung für Eriksson betragen haben. In der finalen WM-Qualifikationsphase der CONCACAF-Zone hatten zwei Niederlagen in drei Spielen die kurz Ära Eriksson in Mexiko beendet.

Rückkehrer Aguirre vereint Mexiko

Sein Nachfolger, der die Mexikaner bereits bei der WM 2002 in Südkorea und Japan betreut hatte, schaffte es, die Potenziale der mexikanischen Auswahl wieder zu wecken. Dem ehemaligen Trainer von Atletico Madrid gelang es, die häufig zerstrittene mexikanische Fußball-Familie zu einen.

Der Fußball Mexikos wird häufig von internen Machtkämpfen und Streitigkeiten unterwandert. Daran scheiterten unter anderem die Ex-Nationaltrainer Hugo Sanchez und Ricardo La Volpe.

Wende in der Qualifikation

Nach schwachem Start in der WM-Ausscheidung der CONCACAF-Zone wurde am Ende sicher das Ticket nach Südafrika gelöst.

Damit hat Mexiko beretis die 14. WM-Teilnahme perfekt gemacht.

Seit der WM 1982 in Spanien sind die Lateinamerikaner bei keiner WM-Ausscheidung mehr gescheitert. 1990 fehlten sie allerdings in Italien trotzdem, weil sie vom Weltverband FIFA suspendiert wurden.

Noch nie weiter als Viertelfinale

Bisher war für Mexikaner bei Weltmeisterschaften im Viertelfinale Endstation. Als Gastgeber 1970 und 1986 musste sich "El Tri" jeweils nach der Runde der letzten Acht verabschieden.

Bei der WM 2006 in Deutschland schieden die Mexikaner im Achtelfinale in Leipzig mit 1:2 nach Verlängerung gegen den zweimaligen Weltmeister Argentinien unglücklich aus.

Den letzten Titel holte der Confed-Cup-Sieger von 1999 im Sommer 2009. Durch ein 5:0 im Finale gegen den alten Rivalen USA gewann Mexiko zum fünften Mal den Gold Cup, die Nord- und Mittelamerika-Meisterschaft.

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