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Der Garant für den portugiesichen Erfolg: Cristiano Ronaldo © getty

Auf Portugals Superstar lastet enormer Erwartungsdruck. Doch die holprige Qualifikation macht die "Seleccao" vorsichtig.

München - Der teuerste Fußballer der Welt und ein hochwertiges Kollektiv: Portugal gehört mit Superstar Cristiano Ronaldo bei der fünften WM-Teilnahme einmal mehr zu den Mitfavoriten.

Doch die holprige Qualifikation und die Todesgruppe G mit Rekordweltmeister Brasilien haben Portugals "Seleccao" vor der Endrunde in Südafrika vorsichtig gemacht.

"Ich bin nicht gerade glücklich über das Los. Brasilien und die Elfenbeinküste sind sehr starke Gegner", sagt Ex-Weltfußballer Ronaldo. (der WM-Spielplan)

"Aber ich weiß, welche Erwartungen auf mir und dem Team liegen - und wir werden alles dafür tun, um die Hoffnungen der Menschen in Portugal zu erfüllen", fügt der Star hinzu.

Hohe Erwartungshaltung

Die Erwartungen erfüllen konnte der begnadete Offensivspieler nach seinem Wechsel für 94 Millionen Euro von Manchester United in dieser Saison bei Real Madrid nur bedingt.

In der Champions League wurde Ronaldo mit den Königlichen beim Achtelfinal-Aus gegen Olympique Lyon gedemütigt.

Nun will der 25-Jährige, der in Portugal nach dem Ende der goldenen Generation um Rekordnationalspieler Luis Figo für eine neue Ära steht, auf der WM-Bühne zaubern.

Neue Ära nach Figo

Nationaltrainer Carlos Queiroz hat die Erwartungen gedämpft.

"Die WM-Geschichte zeigt, dass immer drei große Favoriten das Semifinale erreichen. Portugal und 15 andere Mannschaften kämpfen um den Platz für den Außenseiter", sagte der 57-Jährige.

In der Favoritenrolle sieht Queiroz vielmehr die "Dinosaurier" um Brasilien, Titelverteidiger Italien, Europameister Spanien und Deutschland.

Noch ohne Titel

Zweimal hat Portugal bislang das Halbfinale einer WM erreicht - 1966 in England und 2006 in Deutschland.

Am Titel hat das Team in den vergangenen Jahren nur geschnuppert. Bei der EM 2004 im eigenen Land scheiterten die Iberer im Finale mit 0:1 an Griechenland und Trainer Otto Rehhagel.

Bei der WM 2006 in Deutschland war durch ein 0:1 im Halbfinale gegen Frankreich Endstation. Bei der EM vor zwei Jahren in Österreich und der Schweiz verlor man das Viertelfinale 2:3 gegen Deutschland.

Gut gemischter Kader

Dass Portugal nicht nur aus Cristiano Ronaldo besteht, bewies das Team in den Play-off-Spielen gegen Bosnien-Herzegowina.

Auch ohne den am Knöchel verletzten Heilsbringer löste die Mannschaft durch zwei 1:0-Siege das Ticket nach Südafrika und zeigte wieder stärkere Leistungen.

Queiroz, der nach der EM 2008 Luiz Felipe Scolari ablöste, hat eine Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern geformt.

Im Kader stehen auch Stürmer Hugo Almeida vom Bundesligisten Werder Bremen und der frühere Stuttgarter Fernando Meira.

Ronaldo - ein kompletter Spieler

Aber allen voran Cristiano Ronaldo soll dafür sorgen, dass die Träume bei einem großen Turnier nicht erneut frühzeitig platzen.

"Er hat eine großartige Technik, kann sich eins gegen eins durchsetzen, und das alles bei hohem Tempo. Und anders als viele Portugiesen verfügt er auch über eine starke Physis", sagte Portugals lebende Legende Eusebio: "Cristiano Ronaldo ist ein kompletter Spieler."

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