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Am 13. Juni ist Australien erster Gegner der deutschen Nationalmannschaft © getty

Als erste Mannschaft sind die Socceroos in Südarika angekommen, um sich optimal auf das Duell mit dem DFB-Team vorzubereiten.

München - Hundemüde, aber mit dem typisch australischen Surfer-Lächeln stiegen die Socceroos Mittwochnacht nach zwölfstündiger Anreise am Johannesburg International Airport aus dem Flieger.

Mit Jetlag in den Knochen begann die australische Nationalmannschaft dann am Donnerstag die Vorbereitung auf das WM-Gruppenspiel gegen Deutschland: Nationaltrainer Pim Verbeek tüftelt am Masterplan für den 13. Juni. (Der WM-Spielplan)

"Wir müssen die richtige Balance finden für das Team, das schließlich gegen Deutschland antreten wird", sagte Verbeek, der zuvor noch getönt hatte, es sei "für einen Niederländer das Beste, die Deutschen niederzumachen".

Kewell und Schwarzer wieder fit

In den ersten Tagen sollen jetzt die körperlichen Grundlagen gelegt werden, dann geht es laut Verbeek an den "taktischen und kommunikativen Feinschliff".

Am Nachmittag beim ersten Training standen die zuletzt angeschlagenen Harry Kewell (Galatasaray Istanbul) und Mark Schwarzer (FC Fulham) wieder zur Verfügung.

Zunächst aber bezogen die 28 Spieler, die ihre Reise in piekfeinen blauschwarzen Anzügen angetreten hatten, ihr Quartier.

Die idyllische Anlage Kloofzicht am Fuße der Zwartkops Mountains, etwa 40 Minuten von Johannesburg und Pretoria entfernt, beinahe 1500 Meter über dem Meeresspiegel gelegen, soll die Australier zu Höchstleistungen inspirieren.

Problem mit der Höhenluft

Doch die Höhenluft ist für Verbeek auch mit Problemen verbunden.

"Wir müssen uns an diese Höhe gewöhnen, so haben wir noch nie gespielt oder trainiert. Deshalb sind wir auch als erstes Team zweieinhalb Wochen vorher angekommen", sagte er und zeigte sich geradezu australisch lässig: "Jetzt schauen wir einfach mal, wie es in den ersten Tagen läuft."

Alle Spieler in Einzelzimmern

Unter den Spielern, die alle Einzelzimmer bezogen, wird jedenfalls ein knallharter Konkurrenzkampf ausbrechen.

Verbeek strich aus dem 31er-Kader nur Scott McDonald, Nick Carle und Jade North.

Damit müssen spätestens am 1. Juni, wenn der endgültige 23 Spieler umfassende Kader beim Weltverband FIFA gemeldet wird, fünf Spieler schon wieder die Heimreise antreten.

"Meine Erfahrung ist, dass man sich in einer größeren Gruppe besser vorbereiten kann", sagte Verbeek.

Kennedy nur Ersatz

McDonald passe nicht in das System mit einem Stürmer, er sei ein typischer Spieler für eine Doppelspitze. Harry Kewell ist wohl im Angriff gesetzt, Nikita Rukavytsya und Joshua Kennedy sind seine Ersatzleute.

Die Youngster Tommy Oar und James Holland gehören noch zum Kader, Verbeek wird beide aber sehr wahrscheinlich nach Hause schicken.

Die Reise hatten die Socceroos in einer Maschine mit Werbeslogan für die australische WM-Bewerbung angetreten. "Come Play", lautet die Botschaft aus Down Under für 2018 oder 2022.

WM-Organisationschef Danny Jordaan, der noch am Morgen in Kapstadt und am Mittag bei der Übergabe der Stadien an die FIFA zugegen war, begrüßte die australische Delegation persönlich.

Noch zwei Tests vor der WM

"Wir sind erfreut, mit Australien das erste Team in unserem Land begrüßen zu dürfen", sagte er.

Australien testet seine Form noch gegen Dänemark (1. Juni) und die USA (5. Juni), ehe es am 13. Juni in Durban gegen die Deutschen geht. Zudem spielen die Socceroos in der Gruppe D gegen Serbien und Ghana.

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