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Mit seinem Siegtor über Argentinien löste Nelson Valdez (r.) das WM-Ticket für Paraguay © getty

Auch wenn die Albirrojas schon zum vierten Mal in Folge bei einer WM dabei sind - bisher war immer im Achtelfinale Ende.

München - Lange Jahre baute Paraguays Nationalmannschaft auf eisenharte Verteidiger, doch in jüngster Zeit sorgen die Stürmer für Schlagzeilen.

Nelson Valdez ist schon ein Held bei den Albirrojas, sein Angriffspartner bei Borussia Dortmund, Lucas Barrios, will es nach seiner Einbürgerung werden.

Der Schicksalsschlag ihres Torgaranten schockte jedoch die Guaranis. (Der WM-Spielplan)

Im Januar wurde Salvador Cabanas in einer Bar in Mexiko-Stadt angeschossen, die Kugel steckt noch in seinem Kopf. Der Heilungsprozess beim 29-Jährigen, der in den Eliminatorias sechs Treffer erzielte, lief für eine Nominierung zu langsam.

Valdez öffnet Tor zur WM

Das wichtigste Tor auf dem Weg nach Südafrika erzielte aber Valdez. Am 9. September löste der 26-Jährige mit dem Treffer zum 1:0-Sieg gegen Argentinien das WM-Ticket vorzeitig.

Ein Kunststück, das dem BVB-Angreifer schon 2005 vor der Endrunde in Deutschland gelungen war.

Als Dritter der Südamerika-Qualifikation reist das Team des argentinischen Trainers Gerardo Martino zum Turnier, ist zum vierten Mal in Folge und zum achten Mal insgesamt beim Konzert der Großen dabei.

Im Achtelfinale stets Schluss

Aber mehr als die Achtelfinals 1986, 1998 und 2002 (0: 1 gegen Deutschland) sprangen nicht heraus.

In den 18 Spielrunden der WM-Qualifikation stimmte die Defensive beim Copa-America-Sieger von 1953 und 1979 wie gewohnt, kassierte nur 16 Gegentreffer.

Aber auch der Angriff mit Valdez, Cabanas und dem Ex-Münchner Roque Santa Cruz verschaffte sich mit 24 Toren Respekt beim Gegner.

Santa Cruz lange außer Gefecht

Dabei war Santa Cruz in den letzten acht Spielen der Qualifikation wegen einer Knieverletzung auf Eis gelegt.

Der Ex-Münchner, bei Englands Premier-Ligisten Manchester City nur zweite Wahl, wurde besonders Mitte 2009 schmerzlich vermisst.

Als Paraguay die am vierten Spieltag eroberte Tabellenspitze und den zwischenzeitlichen Sechs-Punkte-Vorsprung nach vier Spielen ohne Sieg wieder abgeben musste.

Frisches Blut nach Chilavert

Coach "Tata" Martino, der wie Chiles Nationaltrainer Marcelo Bielsa aus der argentinischen Stadt Rosario stammt, baut auf die reife Mischung.

Immerhin hat der 2004 in Athen mit olympischen Silber dekorierte Nachwuchs nach dem Karriereende der Altstars wie Rekord-Nationalspieler Carlos Gamarra oder Torwartlegende Jose Luis Chilavert frisches Blut ins Team gebracht.

Zudem hat sich im Nachbarland Argentinien ein neuer Fundus aufgetan.

Barrios lässt sich einbürgern

Nach Jonathan Santana, der beim VfL Wolfsburg nach seiner Ausleihe wieder Fuß gefasst hat, und Nestor Ortigoza ließ sich jüngst auch Barrios dank seiner paraguayischen Mutter einbürgern.

Nach dem Cabanas-Ausfall kommt der Welttorjäger Nationaltrainer Martino wie gerufen.

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