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Soccer City in Johannesburg: Hier finden u.a. Eröffnungsspiel und Finale statt © imago

Bei der WM bekommt jeder Spieler ein fettes Tagegeld. Frankreichs Kicker können ganz groß kassieren. Johannesburg droht Chaos.

München - Der Fußball-Weltverband FIFA wird bei der WM-Endrunde in Südafrika ein Tagegeld für jeden Spieler der 32 teilnehmenden Nationen von umgerechnet 1300 Euro (1600 US-Dollar) zahlen.

Dies hatte das Exekutivkomitee der FIFA Anfang Dezember 2009 auf der Sitzung auf Robben Island beschlossen.

Die Gelder werden nach "kicker"-Angaben bereits 14 Tage vor dem Eröffnungsspiel, also bereits seit vergangenem Freitag (28. Mai), gezahlt. Die Zahlung gilt bis zum Ausscheiden des jeweiligen Teams. (Der WM-Spielplan)

Die FIFA hat eine Gesamtsumme von 32,5 Millionen Euro (40 Millionen US-Dollar) für die Auszahlung der Tagegelder bereitgestellt. Die Auszahlung soll über die Mitgliedsverbände an die Klubs der jeweiligen Akteure erfolgen.

Französischer Verband zahlt 300.000 Euro

Der französische Verband FFF hat laut Medienangaben in Frankreich 300.000 Euro pro Spieler für den Titel ausgelobt.

Für den Einzug ins Endspiel werden 150.000, für das Halbfinale 80.000 und für das Viertelfinale 40.000 Euro gezahlt. Das Überstehen der Vorrunde und der Einzug ins Achtelfinale wird nicht gesondert honoriert.

Der Deutsche Fußball-Bund offeriert seinen Kickern zum Vergleich 250.000 Euro für den Titelgewinn am Kap der guten Hoffnung.

Für das Überstehen der WM-Gruppenphase bekommen Philipp Lahm und Co. ebenfalls kein Geld. Für den Einzug ins Viertelfinale gibt es 50.000 Euro, für das Halbfinale 100.000 Euro. Die Endspielteilnahme wäre 150.000 Euro wert.

Höhere Bonuszahlungen werden den spanischen und englischen Spielern offeriert. Europameister Spanien hat für den WM-Titel 550.000 Euro ausgelobt, England bietet jedem Akteur für einen WM-Triumph im Endspiel 450.000 Euro.

Johannesburg droht Verkehrschaos

Keine zwei Wochen vor Beginn WM droht in Johannesburg ein Verkehrschaos.

Am Montag traten die Fahrer der Busgesellschaft BRT, die während des Turniers für den Transport zwischen dem Township Soweto und der Innenstadt zuständig ist, in den Streik. BRT kündigte rechtliche Schritte an.

"Die Fahrer fordern Vollzeitstellen ab dem 1. Juni", sagte Geschäftsführer Jackie Hunter, der den Streik als "illegal" bezeichnete: "Wir bieten eine permanente Beschäftigung erst zum 1.

Juli, da wir noch Zeit für die Ausarbeitung der Verträge brauchen."

Das Bus-System, das auch in anderen WM-Städten eingesetzt wird, war erst im August 2009 installiert worden.

Johannesburg verfügt mit dem Soccer-City-Stadion nahe Soweto und dem Ellis Park im Zentrum als einzige Stadt über zwei WM-Arenen. In Soccer City findet am 11. Juni das Eröffnungsspiel und am 11. Juli das Finale statt.

Hooligans sollen Pässe abgeben

Rund 3200 bekannte englische Hooligans sind bis Dienstag aufgefordert, ihre Pässe bei der Polizei abzugeben, um an einer möglichen Einreise nach Südafrika gehindert zu werden, wie der südafrikanische Polizeiminister Nathi Mthethwa in Johannesburg mitteilte.

Zudem berichtete der Politiker von einer gemeinsamen Polizeiaktion britischer und südafrikanischer Sicherheitsbehörden, bei der vor einem Monat ein Dutzend englischer Hooligans bei dem Versuch gestoppt wurden, über Dubai in das WM-Gastgeberland zu gelangen. Details zu dem Vorfall wollte Mthethwa nicht nennen.

Chile gewinnt zwei Länderspiele an einem Tag

Chiles Nationalmannschaft hat am Sonntag innerhalb von 24 Stunden seine letzten beiden Testspiele vor der WM gewonnen. (GAMES: Das WM-Tippspiel)

Die Südamerikaner gewannen zunächst in Chillan 1:0 (1:0) gegen Nordirland, gegen Israel folgte in Concepcion ein 3:0 (1:0)-Erfolg.

Insgesamt setzte Chiles Nationaltrainer Marcelo Bielsa in beiden Partien 28 Spieler ein, lediglich drei kamen in beiden Begegnungen zum Einsatz.

Den Treffer gegen Nordirland erzielte Torjäger Esteban Paredes (31.), gegen Israel waren Humberto Suazo (19.), Alexis Sanchez (49.) und Rodrigo Tello (90.) erfolgreich.

Chile trifft in Südafrika in de Gruppe H auf Spanien, Honduras und die Schweiz.

Südkorea ohne Kwak

Die Nationalmannschaft Südkoreas muss bei der WM auf Kwak Tae-Hwi verzichten.

Der 28 Jahre alte Verteidiger vom japanischen Erstligisten FC Kyoto Sanga zog sich beim 0:1 des WM-Vierten von 2002 im Testspiel am Sonntag gegen Weißrussland in Kufstein eine Kreuzbandverletzung zu und fällt damit für die Endrunde aus.

Für Du-Ri Cha vom SC Freiburg sind damit die Chancen gestiegen, ins endgültige Aufgebot der Südkoreaner für die Endrunde vorzustoßen.

Nationaltrainer Huh Jung-Moo muss aus seinem derzeit 25 Mann starken Kader nun nur noch zwei Spieler streichen, sofern er keinen Spieler nachnomminiert.

Südkorea testet am Donnerstag in Innsbruck gegen Europameister Spanien, ehe es am 12. Juni in Südafrika gegen Griechenland ernst wird. In der Vorrundengruppe B treffen die Asiaten zudem noch auf Argentinien und Nigeria.

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