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Benni McCarthy (M.) wechselte im Februar von den Blackburn Rovers zu West Ham © getty

Südafrikas Trainer streicht den Torjäger und Bielefelds Keeper. Arsenals Walcott fliegt überraschend aus Englands Kader.

Johannesburg - Schock für Rekordtorschütze Benni McCarthy und Torhüter Rowen Fernandez:

Südafrikas Nationaltrainer Carlos Alberto Parreira hat zehn Tage vor Beginn der Heim-WM (11. Juni bis 11. Juli) für eine faustdicke Überraschung gesorgt und das Duo nicht in seinen endgültigen Kader für die Endrunde berufen.

Dem Bielefelder Fernandez wurde der unerfahrene Shuaib Walters von Maritzburg United vorgezogen, der noch kein Länderspiel für die Bafana Bafana absolviert hat.

Sensationell mutet die Ausbootung McCarthys an, obwohl der Stürmer beim englischen Erstligisten West Ham United zuletzt nicht spielte - angeblich wegen Übergewichts.

"Mein Herz blutet für sie", sagte Parreira über die insgesamt fünf Spieler, die er aus seinem vorläufigen Kader aussortiert hat.

Auch für Bryce Moon vom griechischen Erstligisten PAOK Saloniki sowie Innocent Mdledle und Franklin Cale von den Mamelodi Sundowns ist der WM-Traum ausgeträumt. (Der WM-Spielplan)

"Nehmt den Kopf hoch", rief Parreira den Spielern zu, "das Leben geht weiter."

Gewichtsprobleme bei McCarthy?

Zumindest McCarthy, der in 79 Länderspielen 32-mal traf und bei Südafrikas WM-Teilnahmen 1998 und 2002 je einmal einschoss, nahm es mit Fassung.

"Das Aufgebot zu benennen, ist für jeden Trainer eine schwere Sache. Ich bin sicher, dass es nicht ohne Kopfzerbrechen vonstatten gegangen ist. Meine Rolle wird es nun sein, das Team anzufeuern", ließ er in einer ersten Stellungnahme mitteilen.

McCarthy war unter Parreira zuletzt nur noch sporadisch zum Einsatz gekommen - wohl auch, weil er nicht fit genug war.

"Ich habe noch nie einen Fußballer gesehen, der dicker ist als McCarthy", hatte West-Ham-Besitzer David Sullivan kürzlich gestänkert.

SPORT1 hat weitere News zur WM zusammengefasst.

Capello streicht Walcott

Fabio Capello hat am Dienstag den endgültigen WM-Kader der englischen Nationalmannschaft bekannt gegeben.

Überraschend steht Theo Walcott vom FC Arsenal nicht im 23 Mann starken Aufgebot des Weltmeisters von 1966.

Für den 21-Jährigen Shootingstar nominierte Capello den angeschlagenen Gareth Barry von Manchester City. Barry gehört zwar zu einer der zentralen Figuren in Englands Mittelfeld, laboriert aber nach wie vor an einer Knöchelverletzung und wird mindestens für das erste Gruppenspiel Englands gegen die USA am 12. Juni nicht zur Verfügung stehen.

Walcott war nach seiner Nicht-Berücksichtigung geschockt: "Ich bin sehr enttäuscht, nicht in dem Team zu stehen, das mit nach Südafrika reist, aber ich habe Respekt vor der Entscheidung von Herrn Capello."

Anelka stürzt mit Mountainbike

Der französische Stürmer Nicolas Anelka ist zehn Tage vor dem ersten Gruppenspiel der Equipe Tricolore gegen Uruguay nach einem Sturz mit einem Mountainbike mit dem Schrecken davon gekommen.

Der Stürmer des FC Chelsea verlor bei einem 50-minütigen Ausflug im Trainingslager der französischen Nationalmannschaft auf der Insel Reunion die Balance und stürzte. Jedoch kann Frankreichs Trainer Raymond Domenech aufatmen, denn der 31-Jährige blieb bei dem Vorfall unverletzt.

Ein ähnliches Missgeschick war dem deutschen Nationalspieler Thomas Müller unterlaufen. Der Bayern-Profi war im Trainingslager in Südtirol mit dem Mountainbike gestürzt und hatte eine Platzwunde am Kinn erlitten.

Charisteas und Gekas fahren zur WM

Griechenlands Trainer Otto Rehhagel fährt mit zwei Bundesliga-Legionären zur WM nach Südafrika (11. Juni bis 11. Juli).

Der Europameister-Coach von 2004 berief Angelos Charisteas vom 1. FC Nürnberg sowie Theofanis Gekas, der nach der WM vom Absteiger Hertha BSC Berlin zu Eintracht Frankfurt wechseln wird, in seinen endgültigen Kader für die Endrunde.

Angeführt wird das Aufgebot von Kapitän Georgios Karagounis. Außerdem dabei ist der frühere Frankfurter Sotiris Kyrgiakos, der beim englischen Rekordmeister FC Liverpool spielt.

Neuer Luxus-Koffer für den WM-Pokal

Der WM-Pokal wird seine Reise nach Südafrika luxuriös verpackt antreten. Louis Vitton entwickelte in über 100 Stunden Handarbeit einen Koffer für den Pokal.

Topmodel Naomi Campbell verpackte die Trophäe. "Von nun an wird der Pokal nicht nur sicher, sondern auch stilvoll reisen", bemerkte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter. (GAMES: Das WM-Tippspiel)

Angriffslustiger Valdes

Barcelonas Torwart Victor Valdes will sich bei der WM nicht mit der Rolle als dritter Keeper der Spanier begnügen.

"Der Trainer hat noch nicht über eine Rangordnung oder sonst etwas gesprochen", sagte Valdes.

Stammtorhüter des Europa-Meisters ist Iker Casillas von Real Madrid, Ersatztorwart Pepe Reina vom FC Liverpool. Allerdings gibt es derzeit auch in Spanien eine Torhüter-Diskussion. Valdes möchte seine Chancen nutzen.

Tom Cruise glaubt an Beckhams WM-Comeback

Hollywood-Star Tom Cruise bedauert, dass sein Kumpel David Beckham die WM in Südafrika wegen eines Achillessehnenrisses verpasst, glaubt aber, dass der Engländer noch mal eine Chance bekommt.

"Beim nächsten Mal ist er wieder zurück", sagte Cruise der "Sun".

2014 wäre Beckham allerdings schon 39 Jahre alt.

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