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Andrea Pirlo spielt in der italienischen Serie A für den AC Mailand © getty

Italien bangt um seinen Mittelfeldregisseur. Australien beklagt sich, ein Chile-Star soll gedopt haben. Die WM-Splitter.

München - Titelverteidiger Italien muss in seinem ersten Spiel bei der WM in Südafrika gegen Paraguay voraussichtlich auf Spielmacher Andrea Pirlo vom AC Mailand verzichten.

Der Mittelfeldakteur zog sich am Freitag eine Wadenzerrung zu und soll sich bereits auf dem Rückweg nach Mailand befinden, um dort mit dem Reha-Programm zu beginnen.

Zuvor soll der italienische Mannschaftsarzt Enrico Castellacci einen Einsatz des 31-Jährigen am 14. Juni gegen die Südamerikaner um die Dortmunder Stürmer Lucas Barrios und Nelson Valdez ausgeschlossen haben.

Für die weiteren Vorrundenspiele gegen Neuseeland (20. Juni) und die Slowakei (24. Juni) soll jedoch noch Hoffnung auf einen Einsatz bestehen (Der WM-Spielplan).

Pirlo hatte sich die Verletzung am Donnerstag in Brüssel bei der 1:2-Niederlage im Testspiel gegen Mexiko zugezogen.

SPORT1 fasst weitere News rund um die WM in Südafrika zusammen.

Australier kritisieren Trainingsplatz

Deutschlands Gruppengegner Australien ist mit dem Zustand des Trainingsplatzes in Roodepoort unzufrieden und denkt nur eine Woche vor dem Auftakt der WM über einen Umzug nach.

"Wir haben einen Plan B und einen Plan C in der Schublade, aber wir wollen erst einmal abwarten, wie es morgen aussieht", sagte Nationaltrainer Pim Verbeek im Hinblick auf das Länderspiel gegen die USA, das die Australier am Samstag im Ruimsig Stadion austragen werden.

Nach der Begegnung ziehen die Australier in ein anderes Quartier um und kehren erst zehn Tage später wieder nach Roodepoort zurück.

Australien ist in der Gruppe D am 13. Juni der erste Gegner der deutschen Nationalmannschaft. Das zweite Spiel bestreitet das Team um Trainer Pim Verbeek gegen Ghana, zum Abschluss der Gruppenphase wartet Serbien.

Chile-Star Suazo unter Dopingverdacht

Die chilenische Nationalmannschaft muss eine Woche vor dem WM-Auftakt gleich in zweifacher Hinsicht um den Einsatz von Top-Angreifer Humberto Suazo bangen.

Nach dessen verletzungsbedingter Absage für das erste Gruppenspiel gegen Honduras (16. Juni) ist fraglich, ob der Torjäger des spanischen Erstligisten Real Saragossa überhaupt ein WM-Spiel bestreiten wird.

Laut Berichten der chilenischen Tageszeitung "El Mercurio" soll Suazo mit einer Therapie-Methode behandelt worden sein, die nach den Vorgaben des Anti-Doping-Codes verboten sei.

Ein Muskelfaserriss im linken Oberschenkel des 29-Jährigen, den er sich vergangene Woche beim 3:0-Testspielsieg gegen Israel zugezogen hatte, soll mit so genanntem Blood Spinning behandelt worden sein.

Therapie steht in Frage

Die Methode, bei der verletzte Muskeln mit entnommenen Blutplättchen des Patienten wieder aufgebaut werden, gilt als intramuskuläre Verabreichung und ist seit der am 1. Januar in Kraft getretenen Aktualisierung des Anti-Doping-Codes verboten.

Als legal gilt die durchaus verbreitete Therapie nur, wenn das Blutplättchenpräparat bei Sehnen-, Bänder- oder Knorpelverletzungen lokal appliziert wird.

Doping-Experten und der chilenische Fußballverband argumentieren nun, dass diese Vorgaben analog auch für Muskelverletzungen gelten würden. Mit dem Wort "intramuskulär" sei lediglich die Verabreichung einer Spritze ins Gesäß gemeint, die bei Suazo nicht stattgefunden habe.

Suazo hatte mit zehn Treffern in 18 Qualifikationsspielen einen wesentlichen Anteil an der WM-Teilnahme Chiles. Zugleich war er damit bester Schütze der südamerikanischen WM-Qualifikation.

Südkoreaner setzen auf eigene Höhenkammer

Die Südkoreaner haben für die Vorbereitung auf die WM in Südafrika eine eigene Höhenkammer angeschafft.

In der über 100.000 Euro teuren Einrichtung sollen die Spieler auf die "dünne Luft" am Kap vorbereitet werden. Fünf der neun Spielorte in der Kaprepublik sind höher als 1000 Meter gelegen.

In der Kammer, die mit Sofas, Bücherregalen und DVD-Spielern bestückt ist, können Druckverhältnisse simuliert werden, die denen in einer Höhe von 5000 Metern entsprechen.

Auch andere WM-Teilnehmer bereiten sich speziell auf die Höhe in Südafrika vor. Die Japaner setzen auf Sauerstoffflaschen, die Engländer schlafen angeblich in Sauerstoffzelten.

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