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Frankreich holte 1998 den Weltmeistertitel im eigenen Land © imago

Nach der China-Blamage landet die "Equipe Tricolore" in Südafrika. Der "Oranje"-Keeper sagt "Good Bye". Die WM-Splitter.

München - Wenige Stunden nach der 0:1-Blamage gegen China ist Vizeweltmeister Frankreich in Südafrika eingetroffen.

Um 6.45 Uhr Ortszeit landete der Flieger aus La Reunion nach einem Zwischenstopp in Johannesburg in George im Süden des Landes.

Trotz der frühen Stunde begrüßten eine kleine südafrikanische Delegation und eine Blaskapelle die Equipe Tricolore.

Frankreich spielt bei der WM (11. Juni bis 11. Juli) in der Gruppe A gegen Uruguay, Mexiko und Südafrika (Der WM-Spielplan). Zuvor war auch Gruppengegner Mexiko in der Kap-Republik gelandet.

Die Mexikaner, die am 11. Juni das Auftaktspiel gegen den Gastgeber bestreiten, landeten um Mitternacht am Flughafen von Johannesburg. "El Tri" hatte sein Trainingslager vor der WM in Herzogenaurach absolviert und zuletzt mit dem 2:1-Sieg gegen Weltmeister Italien Selbstvertrauen gesammelt.

SPORT1 fasst weitere Meldungen rund um die WM in Südafrika zusammen.

Van der Saar wird verabschiedet

Oranje-Torwart Edwin van der Sar wurde am Samstag während des Länderspiels gegen Ungarn in der AmsterdamArena feierlich vom niederländischen Fußballverband KNVB verabschiedet.

Vor dem Anstoß zum letzten WM-Test bereiteten die 50.000 Fans dem Keeper einen warmherzigen Abschied.

Van der Sar, mit 130 Länderspielen Rekordnationaler von Oranje, bedankte sich gerührt bei den Zuschauern mit einer Liebeserklärung an seine Ehefrau, die vor einigen Monaten schwer erkrankt war.

"Offizier von Oranje-Nassau"

Van der Sar hatte 16 Jahre lang das Tor von Oranje gehütet. Zum Dank verlieh ihm der niederländische Gesundheitsminister Ab Klink den Orden "Offizier von Oranje-Nassau".

Aus familiären Gründen beendete der 1,97 Meter große Torwart seine Karriere in der Nationalmannschaft. Seine Laufbahn bei Manchester United setzt er jedoch fort, dort steht er bis zum Saisonende 2011 unter Vertrag.

Japans Konno fehlt beim Auftakt

Die japanische Nationalmannschaft muss bei der WM in Südafrika in ihrem Auftakspiel gegen Kamerun (14. Juni) auf Yasuyuki Konno verzichten.

Der Verteidiger zog sich beim 0:2 der Japaner im Länderspiel gegen die Elfenbeinküste eine Bänderverletzung im rechten Knie zu.

"Er wird wohl bis zu zwei Wochen ausfallen", sagte Nationaltrainer Takeshi Okada.

Südafrikanischer Polizist getötet

Bewaffnete Räuber haben am Samstag in Johannesburg unweit der WM-Quartiere der Nationalmannschaften von Mexiko und der Elfenbeinküste einen Polizisten erschossen und einen weiteren schwer verletzt.

Die Polizisten hatten auf der Autobahn N1 in der Nähe der Ausfahrt Maraisburg zwei Geldtransporter gestoppt, die zuvor von den Kriminellen gestohlen worden waren.

"Die Räuber konnten mit der Beute in unbekannter Höhe flüchten, die Ermittlungen laufen", sagte Polizei-Sprecher Colonel Noxolo Kweza.

Die hohe Kriminalitätsrate ist wenige Tage vor Beginn der WM in Südafrika eine der größten Sorgen. Im Land am Kap der guten Hoffnung werden täglich rund 50 Menschen ermordet.

Mit Blick auf die WM hat die südafrikanische Polizei in den vergangenen Monaten 40.000 zusätzliche Polizisten geschult. Zudem werden aus jedem der 32 WM-Teilnehmerländer Beamte anreisen, um den Kontakt mit den Fans aus den jeweiligen Nationen zu erleichtern.

Amnesty kritisiert südafrikanische Polizei

Die Menschenrechts-Organisation Amnesty International hat die südafrikanische Polizei für deren Umgang mit Obdachlosen und unter der Armutsgrenze lebenden Einwohnern des WM-Gastgeberlandes kritisiert.

Zudem befürchtet die Vereinigung in den kommenden Wochen einen übermäßigen und möglicherweise nicht immer gerechtfertigten Einsatz von Schusswaffen bei der Verhinderung und Aufklärung von Straftaten.

"Der als oberste Priorität ausgegebene Schutz von ausländischen Besuchern könnte die Polizei dazu verleiten, ihre Waffengewalt gegenüber Verdächtigen zu missbrauchen und gegen die Menschrechte zu verstoßen", ließ Amnesty in einem Statement verlauten:

350.000 Touristen erwartet

"Es muss sichergestellt werden, dass die Polizei ihre Macht in einer angemessenen und internationalen Standards entsprechenden Form ausübt."

Insgesamt werden während des Turnierverlaufs rund 350.000 ausländische WM-Touristen in Südafrika erwartet.

Kaum minder problematisch bewertet Amnesty Polizeieinsätze im Vorfeld der WM. Dabei sollen Obdachlose, Immigranten und Straßenhändler von den Beamten schikaniert worden sein, um diese aus den Bereichen rund um die Stadien zu vertreiben.

"Müssen wir Gesetze ignorieren, nur weil bei uns die WM stattfindet?", sagte Polizeisprecher Vish Naidoo und wies die Kritik zurück.

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