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Didier Drogba erzielte bislang in 68 Spielen 44 Tore für die Elfenbeinküste © getty

Der Stürmerstar der Elfenbeinküste ist erfolgreich am gebrochenen Ellbogen operiert worden. Die WM-Teilnahme ist weiter ungewiss.

Bern - Für "Elefant" Didier Drogba wird die Teilnahme an der WM in Südafrika zu einem Wettlauf mit der Zeit.

Der verletzte Stürmer-Star der Elfenbeinküste wurde am Samstag in Bern zwar erfolgreich an seinem gebrochenen Ellbogen operiert, ob der Angreifer vom FC Chelsea aber tatsächlich noch rechtzeitig fit wird, steht derzeit noch in den Sternen. (Die WM-Kader im Überblick)

Zudem müsste die FIFA dem Ivorer noch das Tragen einer Manschette erlauben.

Der deutsche Kapitän Philipp Lahm hatte beim Eröffnungsspiel der WM 2006 gegen Costa Rica mit solch einer Manschette spielen dürfen. (Der WM-Spielplan)

Chirurgischer Eingriff erfolgreich verlaufen

Der 32 Jahre alte Premier-League-Torschützenkönig Drogba wollte nach der geglückten Operation zunächst keine Prognose abgeben, nachdem er im Anschluss an seinen Bruch am Freitag im Länderspiel gegen Japan (2:0) noch verkündet hatte: "Der World Cup ist vorbei."

Zwei Tage später hat nun aber der ganze afrikanische Kontinent wieder die Hoffnung, dass nach Michael Essien (Ghana) und John Obi Mikel (Nigeria) nicht noch ein weiterer Superstar des Schwarzen Kontinents für die WM in Südafrika ausfällt. (GAMES: Das WM-Tippspiel)

"Der notwendige chirurgische Eingriff ist erfolgreich verlaufen", sagte der Generalsekretär des Fußball-Verbandes der Elfenbeinküste (FIF), Hego Ouattara.

Eriksson weiter optimistisch

Die beiden behandelnden Ärzte Ralph Hertel und Michel Gaillot sowie der medizinische Stab der Ivorer rechnen sogar mit einer "schnellen Rückkehr auf den Fußballplatz."

Auch Coach Sven-Göran Eriksson sieht einer WM-Teilnahme von Drogba weiter positiv entgegen.

"Drogbas WM-Teilnahme ist immer noch möglich. Vielleicht kann er mit einem Schutz spielen. Aber natürlich mache ich mir große Sorgen", sagte der schwedische Coach der Elfenbeinküste, der seinen Kapitän unbedingt mit einer Arm-Manschette aufs Feld schicken will.

Toure macht sich Sorgen

"Wenn Didier nicht spielen kann, sind wir nicht dasselbe Team", sagte Kolo Toure von Manchester City auch mit Blick auf die schwierige Gruppe G mit den Gegnern Brasilien, Portugal und Nordkorea:

"Er ist so ein wichtiger Spieler für uns, auch abseits des Platzes. Wenn er nicht spielen würde, wäre das sehr schlecht für uns."

(Teamcheck: Gruppe G)

In Südafrika treffen die Ivorer in der stark besetzten "Todesgruppe" G auf Brasilien, Portugal und Nordkorea.

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