vergrößernverkleinern
Kevin-Prince Boateng feierte gegen Lettland sein Debüt für Ghana © imago

Der Ex-Bundesligaspieler wird nach seinem Debüt für Ghana gefeiert. Australien verpatzt die Generalprobe, Verbeek bleibt ruhig.

München - In Deutschland nach seinem folgenschweren Foul an Michael Ballack geächtet, in Ghana nach seinem Debüt für die "Black Stars" gefeiert:

Kevin Boateng absolvierte nach seinem Wechsel vom DFB zur ghanaischen Nationalmannschaft beim 1:0-Erfolg gegen Lettland im englischen Milton Keynes sein Debüt für die Afrikaner und wurde anschließend von Trainer Milovan Rajevac gelobt.

"Er hat seine Sache toll gemacht. Er hat in einer für ihn ungewohnten Rolle gespielt, mit der er gut zurechtkam. Diese soll er auch künftig einnehmen", sagte der Serbe nach dem Auftritt Boatengs gegen Lettland. (GAMES: Das WM-Tippspiel)

Der Halbbruder des deutschen Nationalspielers Jerome Boateng zeigte bis zu seiner Auswechslung in der 67. Minute im zentralen defensiven Mittelfeld eine überzeugende Leistung.

Boateng soll Essien ersetzen

Der ehemalige Bundesligaspieler von Hertha BSC Berlin und Borussia Dortmund soll bei Ghana den verletzten Teamleader Michael Essien vom FC Chelsea ersetzen.

Die "Black Stars" brachen am Sonntag von London aus nach Südafrika auf.

Dort bestreiten sie am am 13. Juni in Pretoria gegen Serbien ihr Auftaktmatch. Im zweiten Spiel trifft Ghana am 19. Juni auf Australien, ehe zum Abschluss der Gruppenphase am 23. Juni in Johannesburg das Highlight gegen Deutschland auf dem Programm steht. (der WM-Spielplan)

Australien enttäuscht

Beim ersten deutschen Gruppengegner Australien läuft es derweil nicht rund.

Die Generalprobe für das WM-Spiel am kommenden Sonntag gegen Deutschland ging daneben, seine Wunschformation ist in der Tat nur eine Wunschvorstellung, doch Pim Verbeek, der Trainer der australischen Nationalmannschaft, hat offenkundig die Ruhe weg.

"Ich bin nicht besorgt", versicherte der Niederländer nach dem eigenartigen 1:3 (1:2) der Socceroos im Vorbereitungsspiel gegen WM-Teilnehmer USA in Johannesburg.

Verbeek: "Mache mir keine Sorgen"

Verbeek, bei der WM 2006 in Deutschland Assistent von Guus Hiddink, scheint starke Nerven zu haben.

Eine Woche vor dem Spiel gegen Deutschland in Durban (13. Juni, 20.30 Uhr) verteilten seine Auserwählten Gastgeschenke, die Angreifer Edson Buddle (4./31.) und der für ihn eingewechselte Herculez Gomez (90.+3) für die USA höchst erfreut annahmen.

"So viele Chancen hatten die gar nicht", betonte Verbeek und versicherte trotzig: "Nach so einem Spiel mache ich mir überhaupt keine Sorgen."

Siegenthaler als Spion auf der Tribüne

Dabei gäbe es viele Gründe, ein wenig unruhig zu werden. Im Ruimsig-Stadion von Roodeport waren die Australier dem erstaunlich hohen Anfangstempo der USA nicht gewachsen.

Darüber hinaus kamen sie mit den sehr gewöhnungsbedürftigen Bedingungen - Höhenlage, Ball und holpriger Rasen - überhaupt nicht zurecht. (die WM-Kader im Überblick)

Vor den Augen von David Beckham, der als Spion von Englands Nationaltrainer Fabio Capello Gruppengegner USA beobachtete, traf in einem seltenen Glücksmoment wenigstens Tim Cahill zum zwischenzeitlichen 1:1 (19.).

Der DFB war in Roodeport in Person von Chef-Beobachter Urs Siegenthaler vertreten, allzu viele Erkenntnisse dürfte der Schweizer aber nicht gewonnen haben.

"Waren nicht gut organisiert"

"Wir waren nicht gut organisiert", gab Australiens Trainer Verbeek zu, beharrte freilich darauf, dass die Begegnung wenig Aussagekraft habe.

"Ich weiß, dass meine Spieler jetzt noch nicht bereit sind, wir haben auch noch ein paar Tage bis zu unserem ersten Spiel. Wenn es ein WM-Spiel gewesen wäre, wären wir doch ganz anders reingegangen."

Serbien schlägt Kamerun

Serbien, am 18. Juni in Port Elizabeth zweiter deutscher Gegner, schoss sich in Belgrad gegen Kamerun (4:3) nach der Sturmflaute gegen Polen (0:1) und Neuseeland (0:0) den Frust von der Seele, offenbarte aber einige Abstimmungsprobleme in der Defensive.

Kamerun ging durch Pierre Webo (5./20.) von RCD Mallorca zweimal in Führung.

Serbien glich durch Milos Krasic (16.) und Dejan Stankovic (25.) jeweils aus und sorgte kurz vor der Pause durch einen Doppelschlag von Nenad Milijas (44., Foulelfmeter) und Marko Pantelic (45.) für die Vorentscheidung.

In der 67. Minute gelang Eric-Maxim Choupo-Moting (Hamburger SV) für Kamerun der Anschlusstreffer.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel