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Darf wieder auf die WM hoffen: Hollands Arjen Robben © imago

Der Bayern-Star hat sich offenbar doch nicht so schwer verletzt und darf auf die WM hoffen. Eine Nachnominierung gibt's vorerst nicht.

Johannesburg - Arjen Robben kämpft mit allen Mitteln um seine Teilnahme an der WM (der Spielplan).

"Ich tue alles, um in einer Woche wieder gesund zu sein. Eventuell kann die Verletzung in einer Woche ausgeheilt sein", sagt der niederländische Star des FC Bayern.

"Es ist ein kleiner Muskelfaserriss an einer Stelle am linken Oberschenkel, an der ich bislang noch nie verletzt war", berichtet er.

Bei einer konservativen Therapie brauche die Muskulatur vier bis sechs Wochen, um zu heilen. Darum seien jetzt andere Mittel nötig, fügt er bei "Studio Voetbal" hinzu.

Am Montagmorgen um 7.30 Uhr begab sich Robben deshalb in Behandlung des Physiotherapeuten Dick van Toorn.

"Ich habe gute Erfahrungen mit van Toorn. Er hat mir früher schon einmal gut geholfen. Ich vertraue ihm vollkommen, dass er mich fit für die WM macht", sagt Robben.

Der Flügelstürmer verriet zudem, dass er Kontakt zu den Bayern aufgenommen habe.

Bayern sind informiert

Er habe mit Teamarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, Präsident Uli Hoeneß und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge gesprochen.

Die Reaktion seiner Teamkollegen hat Robben tief beeindruckt (Die WM-Kader im Überblick) .

"Wie die Jungs mir in der Kabine Mut gemacht haben, werde ich nie vergessen. Deshalb will ich unbedingt dabei sein, wenn wir gemeinsam Weltmeister werden", sagt er.

Die Verletzung hatte sich der 26-Jährige bei einem verunglückten Hackentrick im Testspiel gegen Ungarn zugezogen.

Wann er nach Südafrika reisen wird, soll sich in den nächsten Tagen entscheiden.

Auf eine Nachnominierung will Bondscoach Bert van Marwijk zunächst verzichten.

"Wir wollen Arjen die Chance und jede Zeit geben, um wieder zum Team zu stoßen", wird er in holländischen Medien zitiert.

Die Saison verlief für Robben in der Rückrunde einwandfrei. Anfällig für Muskelverletzungen ist er aber offenbar aber weiterhin.

Kollegen zittern mit

Nach seiner Anreise zur Nationalmannschaft hatte das Bayern-Ass bereits über Hüftprobleme geklagt.

Auch die Spieler der Elftal fürchteten bereits direkt nach der Begegnung gegen Ungarn das Robben-Aus für die WM.

"Alle haben nur an Arjen gedacht. Niemand hat über den Sieg geredet", sagte der Hamburger Eljero Elia, der kurz nach seiner Einwechslung sein zweites Länderspieltor erzielt hatte.

Aufmunternde SMS

"Das ist schön für mich. Ich hätte aber lieber darauf verzichtet und dafür wäre Arjen weiter fit", sagte der 23-Jährige. (GAMES: Das WM-Tippspiel)

Nachdem die niederländische Nationalmannschaft am Samstagabend ohne Robben nach Südafrika aufgebrochen war, schrieb Teamkollege Giovanni van Bronckhorst nach der Ankunft am Sonntagmorgen dem Offensivstar gleich erst einmal eine aufmunternde SMS.

Allerdings warteten die Akteure danach vergeblich auf gute Nachrichten.

Der Katzenjammer um die Verletzung von Robben begann am Samstag bereits kurz vor Ende der Partie gegen die Ungarn.

Nach einer Nacht zwischen Hoffen und Bangen unterzog sich Robben dann am Sonntag um 15 Uhr der Kernspintomografie.

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