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Beim Test zwischen Nigeria und Nordkorea kam es zu Tumulten © imago

Tumulte beim WM-Test: Mindestens 15 Personen werden verletzt, als Fans versuchen, Stadion-Tore zu durchbrechen - wegen Gratis-Tickets.

Johannesburg - Eine Massenpanik bei einem Testspiel in Johannesburg hat fünf Tage vor Beginn der WM in Südafrika für blutige Szenen und große Bestürzung gesorgt.

Laut Angaben der südafrikanischen Polizei wurden bei der Begegnung zwischen den WM-Teilnehmern Nigeria und Nordkorea (3:1) mindestens 15 Personen verletzt, als Fans versuchten, die vom Sicherheitspersonal bereits geschlossenen Tore des Makhulong-Stadions zu durchbrechen.

Ein Polizist erlitt schwere Verletzungen.

"Es gab keine Toten, aber einen schwerverletzten Beamten und mindestens 14 leichter verletzte Zivilisten", sagte Colonel Opperman von der zuständigen Tembisa Police im Nordosten von

Johannesburg.

Probleme mit Tickets

"Es gab ein Problem mit den Eintrittskarten. Es wurden Gratistickets ausgegeben, und als die Menschen davon hörten, begann der tragische Ansturm auf die Tore."

Nach einer fünfminütigen Unterbrechung in der zweiten Halbzeit wurde das Spiel beim Stande von 1:0 für Nigeria fortgesetzt.(Der WM-Spielplan)

Für das Spiel waren vornehmlich kostenlose Karten ausgegeben worden, es waren aber offensichtlich auch gefälschte Tickets im Umlauf.

"Die Polizei hat mich gebeten, wegen der Ausschreitungen und Verletzungen das Spiel zu unterbrechen", sagte der südafrikanische Schiedsrichter Steve Goddard.

Unter Eingangstor begraben

Der verletzte Polizist sei "unter einem umfallenden Eingangstor begraben und niedergetrampelt" worden, berichtete ein Polizeisprecher vor Ort.

Unter den Verletzten, die in verschiedene Krankenhäuser eingeliefert werden mussten, ist offenbar mindestens ein Kind.

Stadion nicht voll besetzt

Probleme hatte es am Nachmittag bereits gegeben, als die Stadiontore geöffnet wurden.

Die Polizei hatte offenbar nicht mit dem großen Interesse der Fans an diesem Spiel gerechnet. Die Beamten versuchten verzweifelt, die Tore wieder zu schließen, wurden aber einfach überrannt.

Das Stadion, das rund 10.000 Zuschauer fasst, war allerdings nicht voll besetzt.

Vorwürfe gegen FIFA

Augenzeugen berichteten, dass Dutzende nigerianische Anhänger niedergetrampelt wurden, während im Stadion die Nationalhymnen gespielt wurden.

In der zweiten Halbzeit wurden erneut die Tore gestürmt.

Ein Polizist erhob Vorwürfe gegen den Weltverband FIFA: "Die FIFA hat gewollt, dass der Eintritt gratis ist. Das haben sie nun davon."

Martins trifft

Das Spiel endete 3:1 für Nigeria. Yakubu Aiyegbeni (15.), Victor Obinna (62., Elfmeter) und Obafemi Martins vom VfL Wolfsburg (88.) trafen für die Super Eagles. Jong Tae Se (64.) gelang das Tor für Nordkorea, das nach einem Platzverweis für Cha Jong Hyok ab der 82. Minute in Unterzahl spielte.(242946DIASHOW: Die WM-Ausfälle)

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