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Mark van Bommel wechselte 2006 vom FC Barcelona zum FC Bayern © imago

WM-Splitter: Der Bayern-Kapitän glaubt an einen positiven Impuls für das DFB-Team durch die Verletzung. Eto'o glaubt an Afrika.

Johannesburg - Mark van Bommel sieht in dem Ausfall von Michael Ballack bei der WM in Südafrika auch eine Chance für das DFB-Team (242946DIASHOW: Die WM-Ausfälle).

"Deutschland ist stark, weil Ballack fehlt. Dadurch werden die jüngeren Spieler noch motivierter sein", sagte der Niederländer beim ersten Training von Oranje in Johannesburg am Montag.

Für van Bommel gehört die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw auch ohne den verletzten Ballack erneut zu den Anwärtern auf den WM-Titel.

"Die Deutschen spielen nicht immer schön, aber sie kommen immer sehr weit", sagte der Bayern-Kapitän.

In Bezug auf die Chancen der "Elftal" stapelt van Bommel eher tief:

"Von den Experten werden ja eher andere Teams wie Spanien oder Argentinien als Favoriten genannt - und das ist auch gut so."

SPORT1 fasst weitere WM-Splitter zusammen:

Eto'o traut Afrika WM-Titel zu

Mutig, mutig: Kameruns Torjäger Samuel Eto'o prescht hervor. Auf die Frage, wer denn wohl den WM-Titel gewinnen könnte, antwortete er:

"Ich glaube schon, dass eine afrikanische Nation dazu in der Lage ist."

Der Inter-Stürmer erklärt im "kicker": "Fast alle Spieler unseres Kontinents spielen in Europa, die besten spielen alle bei den Topklubs in den Topligen. Die Afrikaner spielen schon häufig die Hauptrolle. Wir sind alle mittlerweile sehr professionell."

Den ersten WM-Titel für Afrika traut er der Elfenbeinküste zu - trotz des Ellbogenbruchs von Stürmerstar Didier Drogba.

"Von der Qualität der einzelnen Spieler glaube ich, dass die Elfenbeinküste in Südafrika ganz weit kommen könnte."

Barry fehlt zum Auftakt

Mittelfeldspieler Gareth Barry wird England beim WM-Auftaktspiel gegen die USA am Samstag nicht zur Verfügung stehen. Der 29-Jährige von Manchester City soll seine Knöchelverletzung auskurieren.

Barry war auch am Montag als einziger Feldspieler beim 3:0-Sieg der Three Lions gegen den südafrikanischen Erstligisten Platinum Stars nicht zum Einsatz gekommen.

Rooney glaubt an sich

Englands Stürmerstar Wayne Rooney vertraut der eigenen Stärke. "Wir haben definitiv die Qualität als Team und klasse Spieler", betont der Angreifer von Manchester United im "kicker"-Interview.

"Und der Trainer ist brillant - die Voraussetzungen sind also da für uns."

Der 60-malige Nationalspieler, der bislang 25 Länderspieltore erzielte, hat sich den Triumph im Finale am 11. Juli in Johannesburg bereits ausgemalt.

"Wir haben viel darüber geredet und uns vorgestellt, wie es wohl wäre, den WM-Pokal hochzuhalten. Wenn wir gewinnen, würden wir mit dem Cup nach England fahren. Das wäre ein Wahnsinnsgefühl."

Matthäus: Ein afrikanisches Team im Halbfinale

Lothar Matthäus prophezeiht Gastgeber Südafrika eine sportliche Pleite.

"Südafrika wird die schwächste Mannschaft des Turniers sein", sagte der deutsche Rekordnationalspieler auf der "FIFA"-Internetseite.

"Sie haben einen guten Trainer, aber den Spielern fehlt die nötige Qualität. Ich wünsche ihnen, dass sie die Vorrunde überstehen, aber das wird ganz schwer."

Abgesehen von Bafana Bafana sieht Matthäus - wie Drogba - aber durchaus Qualität auf dem Schwarzen Kontinent:

"Die anderen afrikanischen Mannschaften haben Spieler, die in den wichtigsten Ligen Europas spielen. Ich erwarte, dass ein afrikanisches Team das Halbfinale erreicht."

England: "Safety first"

Der englische Fußballverband hat vor seiner WM-Generalprobe am Montagabend die Sicherheitsvorkehrungen verschärft und damit auf die Massenpanik beim Testspiel am Sonntag zwischen Nigeria und Nordkorea in Johannesburg reagiert.

"Schutz und Sicherheit kommen an erster Stelle. Wir haben die Verantwortlichen getroffen und sind mit dem lokalen Organisationskomitee in Kontakt, um sicherzugehen, dass geeignete Maßnahmen getroffen wurden", sagte ein Sprecher des Verbandes der "Times".

Pfister: "Südafrika ist ohne Chance"

Afrika-Experte Otto Pfister befürchtet bei der WM erhebliche Sicherheitsprobleme und prophezeit Gastgeber Südafrika ein sportliches Debakel.

"Die sind ohne jede Chance! Die sind ja selbst in Afrika die Nummer 19 oder 20. Außerdem ist die Mannschaft schlecht vorbereitet", sagt der 72-Jährige, der auf dem Schwarzen Kontinent in beinahe 40 Jahren acht Nationalteams und fünf Vereinsmannschaften trainiert hat.

Italien: 240.000 Euro als Prämie

Der Titelverteidiger hat für den erneuten Triumph hohe Prämien ausgelobt.

Jeder Spieler würde 240.000 Euro erhalten, denselben Betrag, der schon 2006 für den Titel in Deutschland gezahlt wurde.

Für den zweiten Platz würde das Team von Trainer Marcello Lippi mit 130.000 Euro belohnt, der dritte Platz ist dem nationalen Verband FIGC 30.000 Euro pro Spieler wert.

Blatter von Südafrikas Staatschef geehrt

Große Ehre für FIFA-Präsident Joseph S. Blatter: Der Schweizer wurde vom südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma mit dem Order of the Companion of OR Tambo dekoriert, der

höchsten Auszeichnung in Südafrika für ausländische Bürger. Damit wurde Blatter für seine Bemühungen geehrt, die Fußball-WM erstmals auf den afrikanischen Kontinent geholt zu haben.

Blatter betonte anschließend, dass nach dem 12. Juni jeder Interesse an Afrika haben werde, denn `es wird die beste WM aller Zeiten".

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