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Pedro (r.) vom FC Barcelona erzielte für Spanien gegen Polen das 6:0 © imago

Nach der 6:0-Gala gegen Polen träumt ganz Spanien vom WM-Titel. Einzig die Verletzung eines Barca-Stars bereitet Sorgen.

Murcia - Ein halbes Dutzend Tore als Einstimmung auf die Weltmeisterschaft in Südafrika, aber Sorgen um Mittelfeldstar Andres Iniesta:

Europameister Spanien hat seine Ambitionen auf den ersten WM-Titel durch den 6:0-Kantersieg bei der erfolgreichen Generalprobe gegen Polen eindrucksvoll unterstrichen.

Überschattet wurde die Gala der roten Furie beim letzten WM-Test vor dem Abflug nach Südafrika am Freitag aber durch die Verletzung von Mittelfeldspieler Andres Iniesta, der beim Auftaktspiel gegen die Schweiz mit großer Wahrscheinlichkeit fehlen wird. 242946(Diashow: Die WM-Ausfälle)

Nach Angaben der spanischen Sporttageszeitung "Marca" muss Iniesta wegen einer leichten Prellung des rechten Oberschenkels fünf bis sieben Tage pausieren.

Zur Untersuchung nach Barcelona

"Es ist eine kleine Muskelverletzung. Es ist nicht schlimm, aber wir müssen vorsichtig sein", sagte Teamarzt Oscar Celada der "Marca".

Dagegen herrschte bei Stürmer Fernando Torres nach seinem geglückten Comeback Erleichterung.

"Der Coach und die Ärzte hatten mich zuletzt aus Vorsicht etwas gebremst. Ich habe darauf gebrannt, wieder zu spielen. Dass ich gleich ein Tor erzielt habe, ist umso schöner und gibt Sicherheit", sagte der Stürmer vom FC Liverpool.

"Beeindruckende Leistung der Mannschaft"

Nach seiner Knie-Operation im April ist der 26-Jährige rechtzeitig fit. (die WM-Kader im Überblick)

Gegen Polen wurde Torres in der 66. Minute für David Villa eingewechselt und traf zehn Minuten später mit seinem 24. Länderspieltor zum 5:0.

"Das war eine beeindruckende Leistung der ganzen Mannschaft", sagte Torres, der Spanien vor zwei Jahren in Wien im Finale gegen Deutschland zum EM-Titel geschossen hatte.

Die Vorstellung gegen Polen hat in Spanien den Traum vom Coup in Südafrika weiter entfacht.

Medien stimmen Lobeshymnen an

Vergessen war die öffentliche Schelte wegen der "Mega-Prämie" von 550.000 Euro pro Spieler für den ersten WM-Titel. Stattdessen stimmten die heimischen Medien lautstarke Lobeshymnen an.

"Diese Mannschaft lädt uns zum Träumen ein", schrieb die Sporttageszeitung "As". "El Mundo Deportivo" befand: "Überragend! Spanien im Barca-Stil."

Und "Marca" titelte: "Die Besten der Welt!" und fügte hinzu: "Jetzt beweist es bei der WM."

"Kaiser": Spanien ist Topfavorit

Als letztes der 32 Teams reisen die Spanier am Freitag nach Südafrika. "Jetzt können wir mit einer guten Stimmung aufbrechen", meinte Del Bosque entspannt.

Franz Beckenbauer hatte die Iberer ungeachtet ihrer schwachen WM-Bilanz schon zuvor als Top-Favorit ausgemacht. "Spanien spielt einen wundervoll organisierten, spektakulären Fußball", hatte der Kaiser erklärt.

EM-Torschützenkönig Villa (12.), David Silva (14.), Xabi Alonso (51.), Cesc Fabregas (58.), Torres (76.) und Pedro (81.) trafen gegen Polen.

Erstes Opfer der roten Furie bei der WM soll Ottmar Hitzfeld werden. Der deutsche Coach trifft mit der Schweiz am 16. Juni in Durban zum Auftakt der Gruppe H auf Spanien.

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