SPORT1-WM-Kolumnist Sean Dundee hält große Stücke auf Südafrikas Torschützen. Die Begeisterung ums Nationalteam sei phänomenal.

Der WM-Auftakt war gar nicht so schlecht für Südafrika. Leider hat die Mannschaft noch den Ausgleich kassiert - das war ein bisschen unglücklich.

Die Stimmung hier ist einfach unglaublich. Die Fans haben es wirklich verdient, dass die Mannschaft das Achtelfinale erreicht.

Ein Weiterkommen wäre für die Spieler und für das Land unheimlich wichtig. Die Begeisterung ist riesig - so etwas habe ich bisher noch nicht erlebt.

Normalerweise sagt man, dass Rugby ein weißer, und Fußball ein schwarzer Sport ist, aber im Moment interessiert das keinen.

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Es scheint, als wären all die Probleme der letzten Jahre vergessen.

Die Leute halten zusammen und versuchen die Nationalmannschaft mit allen Mitteln zu unterstützen, um so die entscheidenden Prozente herauszuholen.

Das macht echt Spaß. Deshalb wäre es wirklich sehr schön, wenn das Team einen der ersten beiden Plätze belegt.

Südafrika hat gestern wirklich flüssig kombiniert, aber auf der anderen Seite hat Mexiko auch sehr gut zugemacht.

Allerdings ist Mexiko für mich auch der stärkste Gegner in der Gruppe.

Ich glaube, die Chancen offensiv erfolgreich zu sein, sind gegen Uruguay noch ein bisschen größer.

Sehr gut hat mir Siphiwe Tshabalala gefallen - nicht nur wegen seines Tores. Ich habe schon vorher zu einem Reporter gesagt, dass ich glaube, dass er einen Treffer erzielt.

Mit seinem Hammerfuß ist er immer für ein Tor gut.

Tshabalala hat das Zeug, in Südafrika zu einem Helden zu werden.

Von Stephen Pienaar und Katlego Mphela erwarte ich in den nächsten Spielen noch eine Steigerung.

Mit einem Sieg gegen Uruguay hätte Südafrika eine sehr gute Ausgangsposition. In einem entscheidenden Spiel gegen Frankreich würde es dagegen schon sehr schwer werden.

Obwohl mich die Franzosen gegen Uruguay nicht überzeugt haben.

Ganz im Gegenteil: Ich bin sogar ein wenig enttäuscht - aber vielleicht ist das ja auch ganz gut für Südafrika.

Frankreich hat viele gute Spieler, aber die Mannschaft bildet keine Einheit.

Außerdem fehlt ein Chef. Bei der letzten WM war das Zinedine Zidane, aber Thierry Henry kann diese Position nicht ausfüllen.

Seitdem er Arsenal verlassen hat, ist er auch nicht mehr der Spieler der er einmal war.

Ich glaube, dass Mexiko die Gruppe für sich entscheidet. Frankreich und Südafrika spielen um Platz zwei.

Sean Dundee wurde in Durban/Südafrika geboren. In Deutschland ging er für die Stuttgarter Kickers, den Karlsruher SC, den VfB Stuttgart und Kickers Offenbach auf Torejagd. Heute lebt der 37-Jährige wieder in seiner Geburtsstadt Durban, verfolgt die WM und schreibt als SPORT1-WM-Kolumnist über die Stimmung in seinem Heimatland und die Spiele der südafrikanischen Nationalmannschaft.

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