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Felipe Melo bestritt bisher 18 Länderspiele für die brasilianische Nationalmannschaft © imago

Der Brasilianer schickt seiner Liebsten Grüße in die Heimat. Ein Japaner kritisiert seinen Trainer. Eine Sirene stört die Schweizer.

München - Mit einem herzzerreißenden Liebesantrag hat der als Raubein bekannte Felipe Melo am Samstag das Herz der Journalisten erweicht.

Als die eigentliche Pressekonferenz vorbei war, nahm der brasilianische Nationalspieler von Juventus Turin das Mikrofon und richtete Grüße in die Heimat an seine Ehefrau Roberta.

"In Brasilien ist heute Valentinstag. Und da ich ein Romantiker der alten Schule bin, habe ich meiner Frau Blumen geschickt. Und ich hoffe, ich bekomme auch welche", sagte der 26-Jährige.

Dann formte er mit seinen beiden Händen ein Herz und forderte die Fotografen auf: "Macht alle dieses Foto und schickt es für Roberta nach Brasilien."

Für die WM hat der defensive Mittelfeldspieler, der zur Stammformation des fünfmaligen Weltmeisters gehört, auch einen großen Wunsch. (Der WM-Tabellenrechner)

"Von meinen bisher 18 Länderspielen habe ich noch keines verloren. Ich hoffe, dass das hier in Südafrika so bleibt, denn dann sind wir Weltmeister", sagte Felipe Melo.

SPORT1 fasst weitere WM-Splitter zusammen:

Paraguay: Santa Cruz voller Optimismus

Der paraguayische Nationalstürmer Roque Santa Cruz kündigt dem Weltmeister Italien einen heißen Tanz an.

"Wir werden unser Spiel durchsetzen, immer aggressiv den Ball erobern und dann kombinieren", sagte der ehemalige Profi von Bayern München vor dem Duell am Montag in Kapstadt.

Alles weise daraufhin, dass die "Albirroja" ein gutes Spiel abliefern werde.

"Wir sind kompakter geworden und im Vergleich zu 2006 deutlich stärker, besonders im Angriff", sagte Santa Cruz.

In Deutschland war Paraguay in der Gruppenphase gescheitert. "Diesmal sind wir noch entschlossener", sagte der 28-Jährige.

Japan: Tulio kritisiert Okadas Taktik

Japans umstrittenem Nationaltrainer Takeshi Okada bläst ein scharfer Wind aus der eigenen Mannschaft entgegen.

"Wenn wir so spielen, wie es unser Trainer uns vorgibt, können wir nicht zeigen, was wir draufhaben", sagte Verteidiger Tulio vor dem WM-Auftaktspiel gegen Kamerun am Montag in Bloemfontein.

Takada muss sich wegen seiner Unentschlossenheit und destruktiven Taktik seit Wochen harte Kritik aus den heimischen Medien gefallen lassen. (Der WM-Tabellenrechner)

Dieser schloss sich nun auch Tulio an. "Ich werde definitiv angreifen, wenn die Situation es erfordert. Fußball muss Spaß machen, er erfordert Kreativität", sagte der 29-Jährige von Nagoya Grampus Eight.

Hooligan nach England zurückgeschickt

Die südafrikanische Polizei hat einem aktenkundigen englischen Hooligan die Einreise zur WM verweigert.

Der 42-Jährige kam am Samstag am Flughafen von Johannesburg an und wurde umgehend nach London zurückgeschickt.

Zuvor mussten bereits elf argentinische Hooligans unmittelbar nach ihrer Ankunft wieder die Heimreise antreten.

Kamerun: Le Guen setzt seine Nummer eins ab

Kameruns Nationaltrainer Paul Le Guen hat zwei Tage vor dem WM-Auftaktspiel gegen Japan überraschend seine Nummer eins gewechselt.

Der 36 Jahre alte Souleymanou Hamidou vom türkischen Erstligisten Kayserispor wird anstelle von Carlos Idriss Kameni (Espanyol Barcelona) im Tor stehen.

Kameni gilt als einer der besten Torhüter Afrikas.

"Ich habe meine Elf im Kopf und damit auch meine Torhüter-Hierarchie: Hamidou ist meine Nummer eins, Kameni die Nummer zwei und Guy Ndy Assembe die Nummer drei", sagte der Franzose Le Guen vor dem Duell.

WM: Sirene stört Schweizer Training

Afrikanische Fans mit einer extrem lauten Sirene haben das Training der Schweizer Nationalmannschaft vor dem WM-Auftakt gegen Spanien am Mittwoch gestört.

Die Anhänger nahmen mit einer Kurbel-Sirene, mit denen früher vor Luftangriffen gewarnt wurde, auf der Tribüne Platz und sorgten für einen Lärm, der sogar den Schallpegel der Vuvuzelas übertraf.

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