vergrößernverkleinern
Im Januar 2002 bestritt Kaka (r.) sein erstes A-Länderspiel für Brasilien © getty

Der Inter-Verteidiger hat volles Vertrauen in seinen Mitspieler. Frankreich sorgt für einen Eklat. Der WM-Ball erntet Kritik.

Johannesburg - Brasiliens Fußball-Nationalspieler Maicon hat volles Vertrauen in seinen Mannschaftskollegen Kaka.

"Er fühlt sich gut und wir sind uns alle sicher, dass er ein große WM spielen wird", sagte der Verteidiger von Champions-League-Sieger Inter Mailand.

Kaka hatte bei seinem neuen Verein Real Madrid, gehandicapt durch eine hartnäckige Leistenverletzung, eine enttäuschende Saison gespielt.

Brasilien startet am Dienstag gegen Nordkorea in die WM (Der WM-Tabellenrechner). "Ich glaube, dass sie eine schnelle und physisch sehr starke Mannschaft haben", sagte Maicon.

SPORT1 fasst weitere WM-Splitter zusammen:

Erste Witze über Englands Torhüter

Die Engländer sind bekannt für ihren Humor - und so hat es nach dem schweren Fehler des englischen Torhüters Robert Green im WM-Spiel gegen die USA (1:1) nicht lange gedauert, ehe die ersten Witze über ihn erfunden wurden.

Die Tageszeitung "Daily Mirror" hat einige davon gleich am Sonntag veröffentlich: "Warum ist Robert Green wie das HD-TV von ITV? Beide schalten in einem kritischen Augenblick ab." (Der englische Sender ITV hatte während des Treffers zum 1:0 einen Blackout)

"Steven Gerrard hat gesagt: Das ganze Team steht hinter Robert Green. Späte Einsicht: Dort hätten sie mal vorher stehen sollen."

England ohne King

Derweil werden die Probleme für Nationaltrainer Fabio Cappelo immer größer. Innenverteidiger Ledley King steht den Three Lions im zweiten WM-Gruppenspiel am Freitag gegen Algerien nicht zur Verfügung.

Der 29-Jährige von Tottenham Hotspur war am Samstag gegen die USA (1:1) wegen Adduktoren-Problemen in der 46. Minute durch Jamie Carragher ersetzt worden. Vor WM-Beginn hatte bereits Kapitän Rio Ferdinand wegen einer Verletzung am linken Knie passen mussen (242946DIASHOW: Die WM-Ausfälle).

Bradley rechnet mit Keeper Howard

Dagegen steht US-Keeper Tim Howard für das zweite WM-Gruppenspiel am Freitag gegen Slowenien wohl zur Verfügung.

"Wenn man sieht, wie Timmy nach seiner Verletzung gespielt hat, kann man von einem Einsatz ausgehen", sagte Nationaltrainer Bob Bradley einen Tag nach dem 1:1 gegen England.

Howard hatte bei einem Zusammenprall mit Emile Heskey eine Rippenverletzung erlitten, konnte nach einer mehrminütigen Behandlungspause aber weiterspielen.

Französische Spieler sorgen für Eklat

Frankreichs Nationalspieler haben für einen politischen Eklat gesorgt.

Vor dem Besuch eines Townships nahe dem Mannschaftsquartier in Knysna am Sonntagnachmittag sprach sich das Team gegen ein Treffen mit der französischen Staatssekretärin für Sport, Rama Yade, aus, die zu diesem Anlass eigens angereist war.

Der Grund für die Abfuhr ist die Kritik der Politikerin an der Auswahl des Quartiers der Equipe Tricolore. Die 33 Jahre alte im Senegal geborene Yade hatte das Luxus-Resort vergangene Woche als zu protzig bezeichnet.

"Ob sie da ist oder nicht, macht für uns keinen Unterschied. Wir werden Rama Yade nicht treffen. Uns geht es um die Menschen in dem Township, die Kinder, zu sehen, wie sie leben, und etwas über ihre Kultur zu erfahren", sagte Nationalspieler Eric Abidal.

Krawalle in Bangaldesch

Ein Stromengpass mit folgendem TV-Ausfall hat während des WM-Vorrundenspiels zwischen Argentinien und Nigeria am Samstag (1:0) zu Ausschreitungen im südasiatischen Bangladesch geführt.

"Die Fans waren aufgebracht, weil sie das Spiel nicht sehen konnten. Tausende haben auf den Straßen randaliert, Autos und Busse beschädigt", sagte der Polizeichef der Hauptstadt Dhaka.

Zudem ist es zu Angriffen auf Elektrizitätswerke gekommen, wo Mitarbeiter mit Steinen beworfen wurden.

Van Marwijk kritisiert WM-Ball

Der niederländische Nationaltrainer Bert van Marwijk hat sich in die Reihe der Kritiker des WM-Balls Jabulani eingereiht.

"Der Ball fliegt in alle Richtung und macht lustige Sachen. Wenigstens ist er am Boden zu kontrollieren", sagte der ehemalige Dortmunder Bundesliga-Trainer.

Vor van Marwijk hatten sich bereits die Nationaltorhüter Gianluigi Buffon (Italien), Iker Casillas (Spanien), Justo Villar (Paraguay) und Mark Paston (Neuseeland) kritisch über den Jabulani geäußert.

Taiwo wieder fit

Der nigerianische Abwehrspieler Taye Taiwo erlitt bei der 0:1-Niederlage der Super Eagles in ihrem ersten WM-Spiel gegen den zweimaligen Weltmeister Argentinien eine Oberschenkelverletzung, konnte aber am Sonntag Entwarnung geben und am Training teilnehmen.

Er war mit dem argentinischen Schlussmann Sergio Romero (71.) zusammengeprallt und musste danach durch Kalu Uche (74.) ersetzt werden.

Journalisten überstehen Notlandung

14 Journalisten des arabischen TV-Senders al-Dschasira haben eine Notlandung auf dem Johannesburger Flugplatz Lanseria unverletzt überstanden. Das bestätigte ein Sprecher des Flughafens der französischen Nachrichtenagentur "AFP".

Deutschlands Rekordnationalspieler Lothar Matthäus, der während der Fußball-WM für al-Dschasira als Co-Kommentator tätig ist, war nicht an Bord.

"Kurz nach dem Start hatte die Besatzung Probleme mit dem Fahrwerk festgestellt. Die Maschine kreiste eine Stunde über Johannesburg, der Schaden konnte jedoch nicht behoben werden", sagte Flughafenleiter Mark Christoph. Die Crew entschied sich daher zu einer Bruchlandung ohne Fahrwerk.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel