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Die Vuvuzelas prägen die Klangkulisse der WM in Südafrika © getty

Das WM-Ok rudert zurück und schließt ein Verbot der lärmenden Tröten aus. In Afrika hatten die Diskussionen für Empörung gesorgt.

Johannesburg - Das Geräusch der trötenden Vuvuzuelas wird Fans und Spielern wohl bis zum Endspiel der WM in Südafrika erhalten bleiben.

Am Montag ruderte das Organisationskomitee der WM zurück und schloss ein Verbot wegen der Lärmbelästigung aus.

"Wir haben immer gesagt, dass die Vuvuzelas die WM charakterisieren. Dabei bleiben wir. Vuvuzelas werden nicht verboten", sagte OK-Sprecher Rich Mkhondo.

Das drohende Vuvuzela-Verbot hatte zuvor in ganz Afrika für einen lauten Aufschrei gesorgt.

Jordaan im Kreuzfeuer der Kritik

"Wir appellieren an die südafrikanischen Fans, gegen Uruguay noch mehr Vuvuzelas mitzubringen. Je lauter, desto besser für uns", sagte Itumeleng Khune, Nationaltorhüter des WM-Gastgebers.

Ins Kreuzfeuer der Kritik geriet OK-Präsident Danny Jordaan, dessen Interview mit der "BBC" die Diskussion ins Rollen gebracht hatte. (EINWURF: Einfach nur nervtrötend)

Jordaan sei in dem Interview falsch zitiert worden, stellte das OK am Montag klar.(Der WM-Tabellenrechner)

"Hände weg von unseren Vuvuzelas!"

"Vuvuzelas würden nur dann verboten, wenn sie missbraucht werden. Genau das hat Jordaan auch schon vergangenes Jahr beim Confederations Cup klargestellt", sagte Mkhondo, der die Fans erneut bat, während der Nationalhymnen und offiziellen Stadiondurchsagen die Tröten nicht zu benutzen.

Das Boulevard-Blatt "Sowetan" druckte Jordaans Zitat "I will ban Vuvuzela" ("Ich werde die Vuvuzela verbannen") in großen Buchstaben auf Seite eins und ließ zahlreiche empörte Leser zu Wort kommen.

"Hände weg von unseren Vuvuzelas! Das hier ist Afrika, das ist unsere WM", hieß es darin.

Vuzuzelas bei Twitter heiß diskutiert

Auch die Tageszeitung "Star" verteidigte die WM-Tröte, die dem Turnier eine eigene Identität gegeben habe.

"Die Vuvuzela ist das einzige Geräusch, dass man auch im Weltraum hören kann", schrieb das Blatt mit einem Augenzwinkern.

Heiß her ging es auch im Internet: Bei Twitter gehörte "Vuvuzela" am Wochenende zu den weltweit zehn meistdiskutierten Begriffen.

Lärmreduzierte Mundstücke?

Rückendeckung kam auch aus Deutschland, wo DFB-Präsident Theo Zwanziger kein Verständnis für die lautstarke Kritik zeigte:

"Das Turnier findet nun einmal in Südafrika statt, da muss man die Gepflogenheiten im Stadion akzeptieren und sich anpassen. Hier gehören die Vuvuzuelas zum Fußballspiel wie in Deutschland die Schlachtgesänge der Fans."

Vielleicht hat sich das Thema aber auch schneller erledigt als gedacht.

Ein Hersteller des Plastik-Instruments kündigte am Montag an, neue Mundstücke zu produzieren. Die neuen Ersatzteile sollen für eine Reduzierung der Lautstärke um 20 Dezibel sorgen.

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