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Die Polizeit musste in Kapstadt die Einlasskontrollen übernehmen © getty

Ein Protest der Helfer führt im Green-Point-Stadion zu Verzögerungen. Die Polizei übernimmt den Sicherheitsdienst.

Kapstadt - Ein Streik der WM-Ordner hat im Green-Point-Stadion von Kapstadt am Montagabend erhebliche Verzögerungen an den Eingängen verursacht.

Das Sicherheitspersonal reagierte damit offensichtlich auf die schweren Ausschreitungen nach dem Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Australien (4:0) in Durban (Der WM-Tabellenrechner).

"Wir sind in den Streik getreten, die Polizei übernimmt den Sicherheitsdienst", sagte ein Ordner.

In Durban hatten die Stewards vor dem Moses-Mabhida-Stadion nach dem Abpfiff gegen eine Kürzung ihrer Löhne protestiert. Die Polizei ging massiv gegen die Demonstranten vor und setzte Tränengas ein.

SPORT1 fasst weitere WM-Splitter zusammen:

Busfahrerstreik in Johannesburg

In Johannesburg waren am Montag dagegen rund 1000 Fußball-Fans von einem Busfahrer-Streik betroffen.

Nach der Begegnung der Niederlande gegen Dänemark im Soccer-City-Stadion (2:0) kamen die Anhänger nicht mit den Linien des Busnetzes BRT ins Stadtzentrum zurück, da einige Fahrer einen angeblich illegalen Streik durchführten.

"Die Geschäftsleitung prüft derzeit, welche Schritte sie gegen diese illegalen Handlungen einleiten wird", teilte das verantwortliche Busunternehmen Clidet mit.

Die betroffenen Fans hätten kostenlose Zugtickets erhalten oder seien mit anderen Transportmitteln ins Zentrum gebracht worden, hieß es in der Mitteilung weiter.

Ungewissheit um Drogba

Das Rätselraten um den Einsatz von Torjäger Didier Drogba im Auftaktspiel der Elfenbeinküste am Dienstag (ab 15.30 Uhr LIVE-TICKER) gegen Portugal geht weiter (242946DIASHOW: Die WM-Ausfälle).

"Ich weiß es noch nicht, wir werden morgen nach dem Mittagessen eine Entscheidung fällen", sagte Nationaltrainer Sven Göran Eriksson vor dem Abschlusstraining der "Elephants" am Montagabend.

Eriksson ergänzte, Drogba habe bereits am Sonntag eine Trainingseinheit bestritten und werde auch am letzten Training vor der Begegnung gegen Portugal teilnehmen.

"Ich hoffe, dass es noch klappt, aber ich kann es zu diesem Zeitpunkt noch nicht entscheiden. Er wird auf jeden Fall noch in diesem Turnier spielen", erklärte der schwedische Coach auf der Pressekonferenz.

Gallas bricht Training ab

Vize-Weltmeister Frankreich bangt vor seinem zweiten Gruppenspiel am Donnerstag in Polokwane gegen Mexiko um Abwehrspieler Williams Gallas.

Der 32-Jährige, der bereits sein viertes großes Turnier spielt, musste am Montag das Training wegen Muskelbeschwerden abbrechen.

Entwarnung bei Howard

Die US-Nationalmannschaft kann in ihrem Spiel gegen Slowenien am Freitag wohl auf Tim Howard zurückgreifen.

Der Torwart hatte im Spiel gegen England (1:1) eine Rippenverletzung erlitten. Nun gaben die Ärzte der Amerikaner grünes Licht für einen Einsatz.

"Nach einer Untersuchung hat die medizinische Abteilung entschieden, dass keine weiteren Tests durchgeführt werden müssen", heißt es in einer Mitteilung des US-Fußball-Verbandes.

"Er macht weiterhin große Fortschritte, und wir erwarten, dass er für die Partie gegen Slowenien zur Verfügung stehen wird."

Mandela-Beerdigung Donnerstag

Die tödlich verunglückte Ur-Enkelin von Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela wird am Donnerstag in Johannesburg beigesetzt.

Das gab die Stiftung des Friedens-Nobelpreisträgers bekannt. Die Trauerfeier wird in der Kapelle der Schule stattfinden, die das Mädchen zuletzt besucht hatte.

Die 13 Jahre alte Zenani Mandela war vergangene Woche auf dem Rückweg vom WM-Eröffnungskonzert bei einem Autounfall ums Leben gekommen.

Geburt des Sohnes verpasst

Der niederländische Ersatztorhüter Michel Vorm hat die Geburt seines ersten Kindes verpasst.

Während sich der 26-Jährige mit der Nationalmannschaft auf das erste Spiel gegen Dänemark vorbereitete (2:0), brachte Ehefrau Daisy am Sonntag Sohn Jaivy Waylon zur Welt.

Der Schlussmann des FC Utrecht wurde während der Geburt per Handy auf dem Laufenden gehalten und reiste nach der Begegnung gegen die Dänen für einen kurzen Besuch zurück in die Heimat.

Königliche Unterstützung

Königliche Unterstützung für die englische Nationalmannschaft: Die britischen Prinzen William und Harry haben ihren Besuch für das zweite WM-Gruppenspiel der Three Lions am Freitag gegen Algerien angekündigt. Die beiden Brüder brachen am Montag zu einer Reise durch den Süden Afrikas auf, bei dem zunächst Wohltätigkeitstermine im Vordergrund stehen.

In Südafrika wird William als Präsident des englischen Fußball-Verbandes FA auch Mitglieder der FIFA-Exekutive treffen, um für die Bewerbung seines Landes um die Ausrichtung der WM 2018 Stimmen zu sammeln.

FIFA leitet Untersuchung ein

Der Weltverband FIFA hat angekündigt, die Gründe für verwaiste Plätze in den WM-Stadien zu untersuchen.

"Es ist natürlich nicht schön, WM-Spiele mit frei gebliebenen Plätzen zu sehen", sagte Sprecher Nicolas Maingot: "Wir untersuchen derzeit die vielschichtigen Gründe. Im diesem Moment ist es noch zu früh, Schlussfolgerungen zu ziehen."

Am Sonntag waren beim Spiel zwischen Algerien und Slowenien sowie bei der Partie zwischen Serbien und Ghana zahlreiche Plätze frei geblieben, obwohl die Tickets verkauft waren.

"Die Karten sind verkauft, aber die Plätze bleiben dennoch leer. Das ist also kein Problem des Ticketings", sagte Maingot.

Trotz der Schwierigkeiten ist die FIFA mit den Zuschauerzahlen zufrieden. "Wir liegen bei einem Schnitt von fast 51.000 Zuschauern pro Spiel, das ist sehr hoch", sagte Maingot.

Schweiz ohne Frei

Die Schweiz muss in ihrem Auftaktspiel gegen den Europameister Spanien auf Alexander Frei und Valon Behrami verzichten. Stürmer Frei ist nach seiner kurz vor der WM erlittenen Knöchelverletzung noch nicht fit.

"Ich habe entschieden, dass Frei noch nicht so weit ist, zu spielen", sagte Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld: "Das Ziel ist, dass er im zweiten Spiel gegen Chile einsatzbereit ist."

Mittelfeldspieler Behrami, der an einer Oberschenkelverletzung laboriert, soll ebenfalls für das Chile-Spiel geschont werden.

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