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David Villa (l.) spielt seit 2005 für Spaniens Nationalteam © getty

Europameister Spanien gilt als der Top-Favorit des Turniers. Hitzfelds Schweizer wollen ihm liebend gern ein Bein stellen.

Johannesburg - Trainer-Fuchs Ottmar Hitzfeld will bei seinem späten WM-Debüt den Topfavoriten Spanien ärgern, Gastgeber Südafrika plant einen großen Schritt ins Achtelfinale:

Der Europameister und die von Hitzfeld betreuten Schweizer werden am Mittwoch in Durban (15.30 Uhr LIVE-TICKER) als letzte Teams ins Turnier einsteigen

Indes will Bafana Bafana (20 Uhr LIVE-TICKER) durch einen Sieg zur Eröffnung des zweiten Spieltags in Johannesburg gegen Uruguay weiter die WM-Euphorie im eigenen Land schüren.

Derweil hofft Chile, in der Spanien-Gruppe H zum Auftakt in Nelspruit gegen Honduras (13 Uhr LIVE-TICKER) seinem Ruf als Geheimtipp gerecht zu werden (Der Spielplan).

"Wir sind heiß darauf"

"Wir sind hungrig auf den Titel und können zeigen, das wir die Besten bei diesem Turnier sind", sagt Spaniens Mittelfeldstar Cesc Fabregas vom FC Arsenal.

Vor zwei Jahren hatten die Iberer endlich den Fluch vertrieben und mit dem 1:0-Sieg im EM-Finale in Wien gegen Deutschland die Krone geholt.

Das soll nun auch endlich bei einer Weltmeisterschaft gelingen. "Wir sind heiß darauf zu zeigen, dass dies unser Moment ist und wir die Besten sein können", meinte Fabregas weiter.

Hitzfeld wird gefeiert

Der ehemalige Münchner Meistertrainer Hitzfeld, der nach der geglückten WM-Qualifikation in der Schweiz als "Messias" oder "Superstar" gefeiert wurde, zeigt Respekt:

Im SPORT1-Interview bezeichnet er Spanien als "Jahrhundertmannschaft", "auf allen Positionen Weltklasse" und als Top-Favoriten auf den Titel. (GAMES: Das WM-Tippspiel)

Der 61-Jährige hat für seinen ersten WM-Auftritt als Nationaltrainer aber alles getan und auch unter den akustisch extremen Bedingungen in Südafrika vorbereiten lassen.

Angst und Euphorie

Zum Training wurden einheimische Fans mit Vuvuzelas eingeladen. Hitzfeld ist sicher: "Wir müssen ein, zwei Tore machen, um zu bestehen. Zu Null zu spielen gegen Spanien ist schwierig."

Gastgeber Südafrika schwankt dagegen zwischen Euphorie und Angst. Mit einem Sieg in der Gruppe A gegen Uruguay würde Bafana Bafana einen großen Schritt Richtung Achtelfinale machen.

Bei einer Niederlage an einem historischen Datum der Regenbogennation - am 16. Juni 1976 begehrten Jugendliche in Soweto gegen die Apartheid auf - droht das erste Vorrunden-Aus eines Gastgebers bei einer WM-Endrunde und der Stimmungstod für das gesamte Turnier.

Parreira schickt Spieler heim

Nationaltrainer Carlos Alberto Parreira hat vor dem ersten Endspiel alles getan, um den Druck von seiner Mannschaft zu nehmen und die Spieler sogar zu einem Kurzurlaub nach Hause geschickt.

"Es war wichtig, dass sie mal abschalten und etwas entspannen können", sagte der 67 Jahre alte WM-Rekordtrainer.

Lawrence Siphiwe Tshabalala, der mit seinem Traumtor im Eröffnungsspiel gegen Mexiko (1:1) das ganze Land in Ekstase versetzte, brennt auf weitere Heldentaten.

Mandela in den Köpfen

"Das Achtelfinale wäre das Größte, was je in Südafrikas Fußball passiert ist", sagte der 25-Jährige.

Die Mannschaft spielt auch für ihren früheren Staatspräsidenten Nelson Mandela, dessen tödlich verunglückte Ur-Enkelin am Donnerstag beigesetzt wird.

"Wir sind in Gedanken bei ihm und werden in diesen schweren Stunden alles für ihn geben", sagte Pienaar.

Chile gerüstet

Bei den Südamerikanern, die Vize-Weltmeister Frankreich zum Auftakt ein 0:0 abgetrotzt haben, gab sich Nationalcoach Oscar Tabarez nach der Kritik an seiner Aufstellung zugeknöpft.

Die Pressekonferenz, in der Tabarez zwei Änderungen in der Startelf und eine offensivere Formation ankündigte, dauerte nur fünf Minuten.

Chile fühlt sich dagegen für das WM-Comeback nach zwölf Jahren bestens gerüstet und will die Fußball-Welt überraschen.

Vidal will großes erreichen

"Wir wollen ins Halbfinale und Geschichte schreiben", sagte Arturo Vidal von Bayer Leverkusen.

Mauricio Isla ist gar noch forscher: "Wir wollen Weltmeister werden. Wir wissen, dass wir die Chance dazu haben", behauptete der Abwehrspieler von Udinese Calcio.

Dabei wartet Chile seit 48 Jahren und 13 Spielen auf einen Sieg bei einer WM-Endrunde. Die Honduraner müssen bei ihrer zweiten WM-Teilnahme nach 1982 auf Top-Torjäger Carlo Costly (Fußbruch) verzichten (Die WM-Kader im Überblick).

"Niemand kann Costly ersetzen", sagte Nationaltrainer Reinaldo Rueda nach dem Ausfall des sechsmaligen Quali-Torschützen.

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