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Robert Green kurz vor seinem Fehler der zum 1:1-Endstand gegen die USA führte © getty

Englands Keeper soll die Trennung von seiner Ex-Freudin nicht verkraftet haben. Dzeko redet Serbien stark. Die WM-Splitter.

Johannesburg - Die englischen Medien suchen weiter nach Gründen für den unerklärlichen Fehler ihres WM-Keepers Robert Green beim 1:1 gegen die USA - und wollen jetzt bei der Ex-Freundin des Torhüters fündig geworden.

Green soll sich wenige Wochen vor der WM nach 20 Monaten Beziehung von dem kanadischen Unterwäsche-Model Elizabeth Minett getrennt, das aber noch nicht verkraftet haben.

Greens Berater Andy Evans aber dementierte einen Zusammenhang zwischen Trennung und Patzer umgehend. (der WM-Tabellenrechner)

"Ihre Beziehung war schon vor Monaten vorbei. Das war wirklich nicht der Grund, Rob ist mental gut vorbereitet und konzentriert wie immer in diese WM gegangen", sagte er.

SPORT1 fasst weitere WM-Splitter zusammen:

Paraguayer müssen Bus anschieben

Als hätten die Fußballer Paraguays beim 1:1 (1:0) gegen Weltmeister Italien nicht schon genug Kräfte gelassen, mussten sie nach dem WM-Vorrundenspiel in Kapstadt am Montag auch noch die Ärmel hochkrempeln und ihren offiziellen Mannschaftsbus anschieben.

Der Motor wollte nicht anspringen. Doch alles Drücken half nichts, sodass die Südamerikaner schließlich in eilig herbeigerufenen Kleinbussen die Fahrt ins Hotel antraten.

Santana sorgt für Wirbel

Bundesligaprofi Jonathan Santana hat mit einer Liebeserklärung an sein Geburtsland Argentinien für mächtig Wirbel in Paraguay gesorgt. In einem Interview mit der Tageszeitung "La Capital" aus Buenos Aires erklärte der Mittelfeldspieler vom VfL Wolfsburg, dass sich sein ganzes Leben auf Argentinien konzentriere, und er jetzt nicht seine Gefühle ändere, nur weil er in der Nationalelf des Nachbarlandes spiele.

"In Paraguay haben sie mich sehr gut empfangen, ich habe eine große Zuneigung zu dem Volk. Jetzt aber zu sagen, dass ich mich als Paraguayer fühle, wäre eine Lüge", wird der 28-Jährige zitiert. Er war wie der Dortmunder Lucas Barrios und der für einen argentinischen Klub spielende Nestor Ortigoza wegen eines paraguayischen Elternteils im Vorfeld der WM von den Guaranis eingebürgert worden.

Oranje weiter ohne Robben

Trotz seiner Rückkehr ins Training der niederländischen Nationalmannschaft wird Arjen Robben der Elftal wohl auch in ihrem zweiten WM-Gruppenspiel am Samstag in Durban gegen Japan fehlen. (242946DIASHOW: Die WM-Ausfälle)

"Arjen macht Fortschritte. Aber er ist noch nicht für ein gesamtes Spiel bereit. Das könnte noch acht Tage dauern", sagte Bondscoach Bert van Marwijk.

"Ich muss mich mit unserer medizinischen Abteilung abstimmen, aber ich erwarte nicht, dass Arjen vor kommender Woche topfit ist."#

Argentinien bangt um Veron

Die Wadenverletzung im rechten Bein aus dem Vorrundenspiel gegen Nigeria hält den argentinischen Nationalspieler Juan Sebastian Veron vorerst von weiteren Einsätzen ab.

Die Blessur ist offenbar nicht schwerwiegend, allerdings will die medizinische Abteilung des zweimaligen Weltmeisters kein Risiko eingehen.

Falls der 35-Jährige in der zweiten Begegnung am Donnerstag gegen Südkorea im Soccer-City-Stadion von Johannesburg geschont wird, soll Maxi Rodriguez auflaufen. Spekuliert wird in argentinischen Medien auch, dass Nicolas Burdisso den gegen Nigeria unsicheren Jonas Gutierrez ersetzt.

Argentinien plant bei einem vorzeitigen Achtelfinal-Einzug Veron, aber auch Lionel Messi im letzten Gruppenspiel gegen Griechenland eine Pause zu gönnen.

Dzeko macht Serben Mut

Edin Dzeko vom VfL Wolfsburg macht der serbischen Nationalmannschaft vor dem Duell gegen die DFB-Elf am Freitag in Port Elizabeth (ab 13 Uhr LIVE-TICKER) Mut.

"Der größte Vorteil ist die körperliche Fitness, nicht nur gegen die Deutschen, sondern auch gegen alle anderen Mannschaften. Die Deutschen werden ihre Chancen bekommen, sie sind sehr laufstark und geben nie auf", sagte der bosnische Nationalspieler der serbischen Tageszeitung "Blic".

Und Dezeko ergänzte: "Aber alle Mannschaften aus unserer Region sind gegenüber ihnen technisch im Vorteil."

Norweger verspottet Dänemark

Wer den Schaden hat: Die dänische Nationalmannschaft muss sich nach ihrem vor allem in der Offensive schwachen Auftritt gegen die Niederlande (0:2) Hohn und Spott gefallen lassen - und das auch noch von einem Norweger.

"Mich hat kein einziger Däne beeindruckt. Die sind hinten ja solide, aber vorne haben sie große Mängel", sagte der norwegische Nationaltrainer Egil Olsen der Tageszeitung "Verdens Gang".

Norwegen und Dänemark pflegen traditionell eine sportliche Hassliebe, wie sie beide Länder übrigens auch gegenüber Schweden hegen. Besonders pikant an Olsens Kritik: Norwegen trifft in der Qualifikation zur EM 2012 unter anderem auf Dänemark.

Strom-Not in Bangladesch

Die WM-Euphorie hat auch Bangladesch gepackt - und in der Volksrepublik zu Strom-Engpässen geführt. Die Behörden haben deshalb verfügt, dass alle Fabriken in und im Umfeld der Hauptstadt Dhaka jeden Abend für fünf Stunden geschlossen werden müssen, um die TV-Übertragung der Fußballspiele sicherzustellen.

"Wir sind gezwungen, das zu tun. Sonst haben wir nicht genug Strom", sagte Saleh Ahmed, Chef der Elektrizitätsversorgung Dhakas.

Busfahrerstreik beendet

Der wilde Busfahrerstreik bei der WM in Johannesburg ist beendet. "Die Busse fahren wieder ganz normal. Wir haben in der Nacht eine Einigung erzielt", sagte Lisa Seftel, Chefin des Transportsystems von Johannesburg.

1000 Fußball-Fans waren am Montag vom Busfahrerstreik betroffen.

Die Busfahrer hatten eine Überstundenbezahlung verlangt, weil sie wegen des hohen Verkehrsaufkommens zusätzliche Schichten einlegen mussten.

Nach Krawallen: Ordner ausbezahlt

Zwei Tage nach den Krawallen von Durban sind 2000 Sicherheitskräfte in der Nähe des Moses-Mabhida-Stadion ausbezahlt worden.

Im Anschluss an den 4:0-Auftaktsieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Australien am Sonntag war es vor der Arena zu Auseinandersetzungen zwischen Stadion-Stewards und der Polizei gekommen, weil die Sicherheitsbediensteten gegen die Kürzung der Löhne von 22 Euro auf 17 Euro protestiert hatten.

Am Dienstag wurde den Arbeitern nun der komplette Betrag ausbezahlt.

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