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Cristiano Ronaldo wechselte 2009 von Manchester United zu Real Madrid © getty

Der Superstar fühlt sich ungerecht behandelt. Algeriens Yahia spuckt vor dem Duell mit England große Töne. Die WM-Splitter.

München/Johannesburg - Portugals Angreifer Cristiano Ronaldo fordert bei der WM einen Artenschutz für die Stars.

"Manchmal verstehe ich die Entscheidungen der Schiedsrichter nicht. Es ist ihre Aufgabe, bei diesem Turnier die besten Spieler zu schützen", sagte der Offensivspieler.

Ronaldo hatte beim 0:0 gegen die Elfenbeinküste am Dienstag wegen einer Schwalbe die Gelbe Karte gesehen.

Die Portugiesen forderten zudem die FIFA auf, die Gelbe Karte gegen den Real-Star zurückzunehmen.

In einem offiziellen Schreiben des portugiesischen Verbandes an die FIFA hieß es:

"Der portugiesische Spieler wurde in der Nähe des Strafraums der Elfenbeinküste geschubst. Zudem wurde er beleidigt. Der Spieler wollte sich nur aus der Situation befreien, deshalb ist die Verwarnung ungerechtfertigt."

SPORT1 fasst weitere WM-Splitter zusammen:

Yahia hofft auf Green-Patzer

Algerien will den unsicheren englischen Torhüter Robert Green am Freitag mit Weitschüssen zu weiteren Fehlern zwingen (der WM-Tabellenrechner).

"Wir hätten nichts dagegen, wenn er nochmal danebengreift. Wir werden versuchen, England und seinen Torhüter unter Druck zu setzen. Denn wir wollen das algerische Volk stolz machen", sagt Kapitän Anthar Yahia.

Englands Coach Fabio Capello kann derweil wieder auf Mittelfeldspieler Gareth Barry (zuletzt Knöchelprobleme) zurückgreifen. 242946(DIASHOW: Die WM-Ausfälle)

"Er wird spielen. Er trainiert sehr gut und hat keine Probleme mehr. Ich bin glücklich, dass er am Freitag spielen kann", sagte Teammanager Fabio Capello der "BBC".

Leere Sitze ärgern Fans und FIFA

Die Fans sind sauer, die FIFA ratlos: Die vielen freien Sitze sorgen weiter für Aufregung.

"Uns wurde gesagt, das Spiel sei ausverkauft", meinte ein enttäuschter Portugiese auf dem Fanfest in Port Elizabeth, als er auf der Leinwand die leeren Sitzschalen sah.

Nur 31.034 Zuschauer sahen die Begegnung gegen die Elfenbeinküste, die Kapazität des Nelson-Mandela-Bay-Stadions beträgt 42.486.

Schon beim Spiel zwischen Südkorea und Griechenland waren in Port Elizabeth 8000 Plätze unbesetzt geblieben.

Eine Lösung hatte die FIFA zunächst nicht parat: Da die Tickets bereits bezahlt sind, besteht nach Angaben des Weltverbandes keine Möglichkeit, die Plätze nachträglich zu besetzen.

Howard trotzt Schmerzen

US-Torhüter Tim Howard ist ein harter Knochen: Der Schlussmann wird am Freitag gegen Slowenien unabhängig von der Schwere seiner Rippenverletzung auflaufen.

Der 31-Jährige war zum Auftakt der WM gegen England (1:1) mit Emile Heskey zusammengeprallt, lässt die Verletzung allerdings erst nach dem Turnier untersuchen.

"Ich vertraue auf das Adrenalin. Davon kann man gar nicht genug bekommen", sagte Howard: "Sobald das Spiel beginnt, werde ich bereit sein. Die Schmerzen werden mich nicht stoppen können."

3000 Südafrikaner protestieren

Etwa 3000 Südafrikaner haben in Durban gegen die WM in ihrem Heimatland demonstriert. Den Demonstranten sind vor allem die Ausgabenpolitik der FIFA und der südafrikanischen Regierung ein Dorn im Auge. "Verschwinde, FIFA-Mafia", riefen die Demonstranten in einem Park in Durban.

Unter den Protestanten waren auch zahlreiche Ordner, die nach dem 4:0-Sieg der deutschen Nationalmannschaft am vergangenen Sonntag gegen Australien mit der Polizei aneindandergeraten waren.

"Wenn wir Geld für Stadien haben, sollte es keine Obdachlosen und Wellblechhütten geben", sagte Allan Murphy, Organisator des Protestmarsches.

Rehhagel: Keine Probleme mit der Kälte

Der Wintereinbruch in Südafrika mit Schnee, Frost und starkem Regen bereitet Otto Rehhagel keine Sorgen.

"Ich denke, bei kaltem Wetter kann man besser spielen, als wenn es heiß ist", sagte Griechenlands Nationaltrainer in Bloemfontein, dem kältesten WM-Spielort.

Bei der Partie des Europameisters von 2004 gegen Nigeria am Donnerstag (ab 15.30 Uhr LIVE) werden Temperaturen um den Gefrierpunkt erwartet.

"Das Wetter darf nie eine Entschuldigung sein", sagte Rehhagel: "Wir müssen alle Dinge hier in Südafrika annehmen und professionell damit umgehen."

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