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Giovane Elber bestritt 15 Länderspiele für Brasilien und erzielte 7 Tore © getty

Der ehemalige Bayern-Spieler wirft Dunga die falsche Taktik und den Spielern eine mangelhafte Vorbereitung vor. Die WM-Splitter.

München - Giovane Elber hat den brasilianischen Nationaltrainer Carlos Dunga nach dem schwachen WM-Auftaktspiel der Selecao gegen Nordkorea scharf kritisiert (der WM-Tabellenrechner).

"Noch einmal so eine Vorstellung wird man ihm nicht verzeihen", sagte der ehemalige brasilianische Nationalstürmer der "AZ". Die Taktik beim mühsamen 2:1-Sieg sei "viel zu vorsichtig und ängstlich ausgelegt" gewesen 250592(DIASHOW: Tops und Flops der WM).

"So hat man die Angst gespürt, dieses erste Spiel zu verlieren. Man sieht, diese Angst ergreift selbst solche Mannschaften wie Brasilien. Unglaublich", schrieb der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig Elber in einer Kolumne.

Spielerisch sei die Mannschaft eine große Enttäuschung gewesen. Zudem seien sie schlecht vorbereitet ins Duell gegen Nordkorea gegangen: "Schon vor dem Spiel habe ich mich etwas geärgert, weil die Spieler wenig bis gar nichts über den Gegner wussten."

Nationaltrainer Dunga hatte das Spiel seiner Mannschaft selbst als "lausig" bezeichnet.

SPORT1 fasst weitere WM-Splitter zusammen:

FIFA sperrt Cahill und Khune

Der Weltverband FIFA hat den australischen Nationalspieler Tim Cahill und Südafrikas Torwart Itumeleng Khune für jeweils ein Spiel gesperrt.

Der 30-jährige Cahill vom englischen Premier-League-Klub FC Everton war beim 0:4 gegen Deutschland am vergangenen Sonntag in Durban nach einem groben Foulspiel gegen Bastian Schweinsteiger durch den mexikanischen Schiedsrichter Marco Rodriguez vom Platz gestellt worden 249109(DIASHOW: Die Schönheiten der WM).

Khune vom südafrikanischen Erstligisten Kaizer Chiefs hatte beim 0:3 der Gastgeber im ihrem zweiten Spiel der Gruppe A gegen Uruguay als letzter Mann eine Chance von Luis Suarez vereitelt.

Während Cahill im letzten Vorrundenspiel gegen Serbien wieder mitwirken kann, droht Khune wegen der schlechten Ausgangsposition der Südafrikaner in Gruppe A bereits das WM-Aus.

Batistuta im Hotel bestohlen

Der ehemalige argentinische Nationalspieler Gabriel Batistuta ist ausgerechnet im Michelangelo-Hotel, im dem auch FIFA-Präsident Joseph S. Blatter während der WM in Südafrika logiert, bestohlen worden.

Der 41-Jährige berichtete, dass aus "meinem Zimmer Bargeld und die Kreditkarten entwendet wurden, als ich nicht anwesend war". Das Michelangelo-Hotel in Sandton gehört zu den mondänsten und teuersten in Johannesburg.

"Bati-Gol" arbeitet bei der WM-Endrunde als Kommentator für einen TV-Sender und analysiert die WM-Spiele. Batistuta ist mit 56 Toren der erfolgreichste Nationalmannschafts-Torschütze der Gauchos.

Hooligans ausgeflogen

Die südafrikanische Polizei hat 17 argentinische Hooligans in Gewahrsam genommen und wieder Richtung Heimat geschickt.

Die sogenannten "Barra bravas", die anhand von Fotos und per Videoanalyse identifiziert worden waren, hatten während der Partie gegen Nigeria im Stadion für kleinere Randalen gesorgt und sind für ihre Gewaltbereitschaft bekannt.

In Zusammenarbeit mit ihren argentinischen Kollegen waren die lokalen Sicherheitskräfte am Mittwoch in eine Schule in Pretoria eingedrungen, wo rund 200 Mitglieder der "Hinchas Unidas Argentinas" (vereinigte Fangruppen Argentiniens) ihr WM-Quartier aufgeschlagen haben.

Die identifizierten Personen wurden umgehend nach Johannesburg gebracht, wo schon ein Flieger Richtung Buenos Aires wartete.

81 Festnahmen bei Chile-Feier

Insgesamt 81 Personen hat die chilenische Polizei bei den Siegesfeiern nach dem historischen WM-Erfolg der Nationalmannschaft gegen Honduras (1:0) festgenommen.

Die Personen seien wegen Diebstählen, Sachbeschädigung oder Widerstand gegen die Staatsgewalt kurzfristig in Gewahrsam genommen worden, teilte ein Polizeisprecher mit.

Bei den Feierlichkeiten von Tausenden Fans auf der Plaza Italia nach dem ersten WM-Sieg seit 48 Jahren hatten die Sicherheitsbeamten den neuralgischen Verkehrsknotenpunkt in der Hauptstadt Santiago de Chile mit Wasserwerfern und Tränengas freigeräumt.

Australische Trikots sind Ladenhüter

Die Trikots des australischen Nationalmannschaft sind nach der 0:4-Pleite zum Auftakt der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika gegen Deutschland Ladenhüter 250482(DIASHOW: SPORT1-Elf 1. WM-Spieltag).

"Vor dem Spiel gegen Deutschland hatten wir 100 Verkäufe am Tag", erklärte ein Verkäufer in Sydney, "doch seitdem geht es deutlich zurück."

Stattdessen erlebt der Fünfte Kontinent einen Run auf die Shirts des erfolgreichen DFB-Teams. In den ersten Geschäften werden bereits einige Fan-Artikel der Aussies zu reduzierten Preisen angeboten.

Mandela bei Beerdigung der Ur-Enkelin

Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela nahm im engsten Familienkreis an der Beerdigung seiner Ur-Enkelin in Johannesburg teil. Die Trauerfeier fand in der Kapelle der Schule statt, die das Mädchen zuletzt besucht hatte.

Die 13 Jahre alte Zenani Mandela war vergangene Woche auf dem Rückweg vom WM-Eröffnungskonzert bei einem Autounfall ums Leben gekommen.

Der ehemalige südafrikanische Staatspräsident Nelson Mandela hatte daraufhin seine Teilnahme an der WM-Eröffnungsfeier abgesagt.

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