SPORT1-Redakteur Thorsten Mesch begegnet einem deutschen Klischee und erfährt kurioses über Wohnwagen, Jeeps, PKW und Gnus.

Der Niederländer an sich blockiert mit seinem Wohnwagen die deutschen Autobahnen.

Gern reduzieren wir Deutsche unsere Nachbarn auf ihre Vorliebe für das Camping.

Eigentlich ein ziemlich dumpfes Klischeedenken, denn Niederländer sind zumeist sehr nette Leute, die halt einfach gern herumreisen.

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Daher trauen wir unseren Augen kaum, als wir von Durban ins 80 Kilometer entfernte Tala Game Reserve fahren und uns dort zwischen Zebras und Gnus ein weißes Wohnmobil entgegenkommt.

Wir winken und der Wagen hält. Drinnen sitzt ein junges Pärchen, beide in Trikots der "Elftal".

Sie erzählen uns, dass sie zu einer Gruppe von etwa 1000 Leuten gehören, die quer durch Südafrika fahren, um die ihre Nationalmannschaft zu unterstützen.

In Wohnmbilen, Allrad-Jeeps und PKW machen die Niederländer die südafrikanischen Straßen unsicher. Von Pretoria führt sie der Weg nach Durban.

Weitere Stationen sind Plettenberg Bay und Paarl Berg River, wie man auf der auf der Internetseite www.oranjecamping.nl erfährt.

Im Bluff Eco Park im Süden von Durban bereiten sich die Anhänger - man beachte die Doppeldeutigkeit des Wortes - auf das Spiel am Samstag gegen Japan vor.

Schon bei der Europameisterschaft 2004 in Portugal, der WM in Deutschland und der EURO 2008 in der Schweiz und Österreich war die Oranje-Karawane unterwegs.

Staus verursachen die Niederländer in Südafrika allerdings nicht - zumindest was den Weg vom Reservat zurück nach Durban betrifft.

Die Autobahn ist auf dieser Strecke in beide Richtungen dreispurig.

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