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Julio Cesar gewann in der abgelaufenen Saison mit Inter Mailand das Triple © getty

Der brasilianische Keeper wappnet sich gegen die Kälte. Schadenfreude in Irland, Hooligan-Alarm in Kapstadt. Die WM-Splitter.

Johannesburg - Brasiliens Torwart Julio Cesar hat sich bitterlich über die Eiseskälte bei der WM in Südafrika beklagt und eine Winterausrüstung bestellt 250592(DIASHOW: Tops und Flops der WM).

"Ich habe extrem gefroren", sagte der Keeper des Champions-League-Siegers Inter Mailand am Freitag und kündigte für das zweite Spiel am Sonntag (ab 20 Uhr im LIVE-TICKER) in Johannesburg gegen die Elfenbeinküste Konsequenzen an (der WM-Tabellenrechner):

"Ich habe unseren Betreuer gebeten, mir Thermohosen zu kaufen."

Besserung ist in Sicht

Möglicherweise braucht der kälteempfindliche Torwart die Winterausrüstung am Sonntag aber gar nicht.

Die Meteorologen sagen steigende Temperaturen voraus. In Johannesburg soll das Thermometer wieder auf 15 Grad klettern.

SPORT1 fasst weitere WM-Splitter zusammen:

Schadenfreude in Irland

Nachdem ein Handspiel von Thierry Henry den Briten den Sprung zur Fußball-WM verbaut hatte, wird das voraussichtliche Scheitern der Franzosen in Südafrika auf der Insel mit großer Genugtuung verfolgt 249109(DIASHOW: Die Schönheiten der WM).

"Das ist genau das, was Frankreich verdient", schrieb die Irish Times nach dem schwachen Auftritt der Equipe Tricolore gegen Mexiko (0:2).

"Da wird wohl kaum jemand eine Träne vergießen", ergänzte der Irish Examiner. Und der Irish Independent lästerte: "Da droht wie bei der EURO 2008 ein katastrophales Scheitern."

Henry hatte durch ein Handspiel das entscheidende 1:1 der Franzosen in der Verlängerung des Playoff-Rückspiels gegen die Iren vorbereitet.

Hooligan-Alarm in Kapstadt

Das zweite WM-Spiel der englischen Fußball-Nationalmannschaft gegen Algerien am Freitag (ab 20 Uhr LIVE-TICKER) wird zum Hochsicherheitsspiel.

"Nach Angaben der südafrikanischen Polizei könnte es wild werden. Das liegt daran, dass das Spiel in Kapstadt stattfindet. Hier gibt es Bars und Restaurants, deshalb werden sehr viele englische Fans in der Stadt sein", sagte Superintendent Dave Lewis, der den englischen Polizisten bei der WM in Südafrika vorsteht.

Bislang wurden aus Kapstadt allerdings keine Vorfälle zwischen englischen und algerischen Anhängern gemeldet.

Millionster WM-Besucher

Der Fußball-Weltverband FIFA ist mit dem bisherigen Interesse an der WM-Endrunde in Südafrika sehr zufrieden.

"Wir werden beim Spiel Deutschland gegen Serbien die Marke von einer Million Besuchern überschreiten. Das ist erfreulich", sagte FIFA-Mediendirektor Nicolas Maingot.

Auch die TV-Resonanz sei zufriedenstellend. Das zweite Gruppenspiel der Südafrikaner gegen Uruguay (0:3) am Mittwochabend hätten im Durchschnitt über zehn Millionen TV-Zuschauer in Südafrika verfolgt.

"Das waren mehr, als beim Eröffnungsspiel der WM und auch mehr als beim Finale der Rugby-WM 1995", so Maingot.

Verkaufsschlager Vuvuzuela

Die Produktion von Vuvuzela-Tröten erweist sich für Firmen aus China als Verkaufsschlager.

Das Unternehmen Jiying Plastic Product Corp. aus der ostchinesischen Provinz Zhejiang setzte in den ersten fünf Monaten des Jahres mehr als eine Million Tröten ab, die meisten davon gingen ins WM-Gastgeberland Südafrika 250482(DIASHOW: SPORT1-Elf 1. WM-Spieltag).

Chinas Fußballfans sind ebenfalls heiß auf die Vuvuzela. "Von Mai an haben wir 150.000 inländische Bestellungen registriert. Vorher wurden alle Tröten für den Export produziert", sagte Wu, der sich über ein gutes Geschäft freut.

"Durch den WM-Rausch werden unsere Einnahmen in diesem Jahr um 100 Prozent steigen."

Mandela bei Beerdigung der Ur-Enkelin

Rotsünder Sani Kaita hat sich für seinen Ausraster beim 1:2 der Fußball-Nationalmannschaft Nigerias im zweiten WM-Vorrundenspiel gegen Griechenland entschuldigt.

"Ich entschuldige mich bei allen - beim nigerianischen Volk, bei den Offiziellen und bei meinen Mannschaftskollegen", sagte der 24 Jahre alte Mittelfeldspieler, der nach einem Schubser und einem Tritt gegen Vaileios Torosidis die Rote Karte gesehen hatte (33.).

Die Super Eagles, die bis dahin 1:0 geführt hatten, verloren das Spiel und sind nun auf Schützenhilfe angewiesen, um noch weiterzukommen.

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