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Arjen Robben gewann mit dem FC Bayern das Double © imago

Der Flügelflitzer trainiert wieder, aber der Bondscoach geht gegen Japan auf Nummer sicher. Bei Ghana herrscht Euphorie.

Durban - Hollands Bondscoach Bert van Marwijk hat keine Lust mehr, über Personalien zu diskutieren.

"Ich weiß nicht, warum immer über die Aufstellung diskutiert wird", sagte der ehemalige Bundesliga-Trainer von Borussia Dortmund.

In der Gruppe E gegen die Japaner wird am Samstag (ab 13 Uhr im LIVE-TICKER) wohl die Elf starten, die auch beim 2:0 gegen Dänemark begann (der WM-Spielplan).

Dies bedeutet vor allem: Bei Robben wird kein Risiko eingegangen.

Im zweiten Spiel des Tages trifft Ghana in der Gruppe D auf Australien (ab 15.30 Uhr im LIVE-TICKER), am Abend messen sich in der Gruppe E Kamerun und Dänemark (ab 20 Uhr im LIVE-TICKER).

Robben macht nach seinem Muskefaserriss weiter gute Fortschritte, das Training mit der Mannschaft verlief ohne Probleme.

Van Marwijk möchte aber wohl noch nicht zu viel riskieren.

Der Ex-Hamburger Rafael van der Vaart bleibt im Team, der jetzige HSV-Star Eljero Elia muss sich trotz seiner starken Leistung nach Einwechslung gegen die Dänen gedulden.

"Bauer" Okada spielt auf Sieg

Van Marwijks Kollege Takeshi Okada, der wegen seines WM-Ziels "Halbfinale" in Japan bereits verulkt worden war, will gegen den zweimaligen Vize-Weltmeister auf Sieg spielen lassen.

Nach der WM-Endrunde will er seinen Posten übrigens abgeben und Bauer werden. Einem der beiden Auftaktsieger könnte bereits der Einzug ins Achtelfinale gelingen (GAMES: das WM-Tippspiel).

Derweil kämpfen Ghana und Kamerun nach dem ernüchternden Auftritt des Gastgeberlandes um die Ehre Afrikas.

Doch die Stimmung in beiden Lagern ist vor den Spielen am Samstag höchst unterschiedlich.

Bei den hungrigen Ghanaern lautet die Devise nach dem Auftaktsieg gegen Serbien (1:0): Australien als Vorspeise, Deutschland als Hauptgericht.

Mit einem klaren Erfolg gegen die Socceroos will sich das Team um den gebürtigen Berliner Kevin-Prince Boateng auf ein mögliches Endspiel um den Gruppensieg gegen die DFB-Elf einstimmen.

"Unser Ziel sind zwei weitere Siege und Platz eins", tönte Mittelfeldspieler Sulley Muntari von Inter Mailand.

Zunächst gilt es jedoch, gegen angeschlagene Australier das Tor zum Achtelfinale aufzustoßen.

"Das wird für uns das Spiel des Jahres", sagt Ghanas Trainer Milovan Rajevac und warnt vor Leichtsinn:

"Die Australier können mehr, als sie beim 0:4 gegen Deutschland gezeigt haben. Sie kämpfen um ihre letzte Chance, wir müssen voll konzentriert sein."

Ghana: Fete als Vorbereitung

Am Dienstag schmiss das Team eine große Party mit Bier, Kuchen und afrikanischer Musik für Geburtstagskind John Pantsil.

Die Australier hoffen dagegen auf Harry Kewell. Der Altstar absolvierte in diesem Jahr wegen Leistenproblemen zwar erst ein Pflichtspiel für Galatasaray Istanbul, meldet sich aber rechtzeitig zur WM fit.

"Ich fühle mich gut. Wenn ich im Team bin, werde ich alles für mein Land geben. So wie jeder andere auch", sagt Kewell, der wohl als Ersatz für den nach seiner Roten Karte gegen Deutschland gesperrten Tim Cahill zum Einsatz kommen wird.

In Kamerun schießt Star Samuel Eto'o gegen den Coach, der Verbandschef vermisst Herz, und keiner will mehr mit den "Deutschen" zusammenspielen:

Dänen suchen "Maulwurf"

Vor dem Schlüsselspiel gegen die Dänen herrscht dicke Luft im Kader der unzähmbaren Löwen. Auch die Nordeuropäer suchen einen "Maulwurf".

Rekordschütze Eto'o und Achille Emana rebellieren offen gegen Coach Paul Le Guen.

Eto'o ist sauer, weil er beim 0:1 gegen Japan auf dem Flügel spielte, Emana hat wie die anderen Routiniers keine Lust mehr, mit Eric-Maxim Choupo-Moting (1. FC Nürnberg) und Joel Matip (Schalke 04) zu spielen.

Auch Dänemark hat große Probleme. Ein Teammitglied hat der Zeitung "Ekstra Bladet" vor dem 0:2 gegen die Niederlande offenbar die Aufstellung verraten.

Trainer Morten Olsen drohte dem "Maulwurf" mit Rauswurf.

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