vergrößernverkleinern
Nigerias Sani Kaita sah bei der Niederlage gegen Griechenland die Rote Karte © getty

Raul Albiol vetraut dem Torhüter. Iaquinta gibt sich großspurig. Krug kritisiert Undianos "Anfängerfehler". Die WM-Splitter.

Durban - Nigerias Mittelfeldspieler Sani Kaita hat nach seiner Roten Karte im Vorrundenspiel gegen Griechenland bei der WM in Südafrika im Internet Morddrohungen erhalten.

Auf einem Internetportal schreibt ein User, dass er die Heimadresse des Spielers im Netz veröffentlichen wolle und fügte an: "Dieser Mann muss sterben."

Der 24 Jahre alte Kaita hatte im Spiel gegen Otto Rehhagels Griechen nach einem Tritt gegen Vasileios Torosidis die Rote Karte gesehen (33.) und damit seine Mannschaft geschwächt.

"Es gibt diese Drohungen gegen Kaita im Internet. Dabei handelte es sich um Kommentare von Usern auf Berichte über das Spiel", sagte Nigerias Pressesprecher Peterside Idah.

E-Mails mit Morddrohungen, die Kaita angeblich erhalten haben soll, habe es laut Idah nicht gegeben.

"Er wurde nicht direkt mit Morddrohungen konfrontiert", so Idah.

SPORT1 fasst weitere WM-Splitter zusammen:

Casillas trotz Flirtgefahr

Trotz akuter Flirtgefahr mit seiner als TV-Moderatorin arbeitenden Freundin Sara Carbonero kann sich Iker Casillas bei der

WM in Südafrika angeblich voll auf seine Aufgaben als spanischer Nationaltorhüter konzentrieren.

"Iker ist total kopfgesteuert. Er ist voll darauf fokussiert, die WM zu gewinnen", meint Spaniens Abwehrspieler Raul Albiol 250592(DIASHOW: Tops und Flops der WM).

Mannschaftskapitän Casillas war nach der überraschenden 0:1-Auftaktpleite des Europameisters gegen die von Ottmar Hitzfeld betreute Schweiz von Carbonero interviewt worden (der WM-Tabellenrechner).

Anschließend wurde darüber spekuliert, ob die rassige Schönheit den Keeper mit ihrer Anwesenheit zu sehr ablenken könnte. 249109(DIASHOW: Die Schönheiten der WM).

Roddick sauer über Torklau

Das nicht gegebene Tor beim 2:2 der USA gegen Slowenien hat bei den Amerikanern auch über den Fußball hinaus für Unmut gesorgt.

"Ich verstehe die Fußball-Regeln sehr gut", sagte Tennis-Profi Andy Roddick.

"Wenn zwei Slowenen einen Amerikaner festhalten, dann wird gegen den Amerikaner Foul gepfiffen", sagte der letztjährige Wimbledon-Finalist am Rande des dritten Grand-Slam-Turnier des Jahres und wetterte über den Torklau.

Die US-Auswahl hatte in ihrem zweiten Vorrundenspiel der WM gegen Slowenien einen Zwei-Tore-Rückstand aufgeholt. Der dritte Treffer von Maurice Edu war aus nicht erkennbaren Gründen von Schiedsrichter Koman Coulibaly nicht gegeben worden.

Krug kritisiert Undiano

Auch der ehemalige FIFA-Referee Hellmut Krug hat die Leistung des spanischen Schiedsrichters Alberto Undiano im WM-Vorrundenspiel zwischen Deutschland und Serbien (0:1) harsch kritisiert.

Der bei der DFL für das Schiedsrichterwesen Zuständige bezeichnete die Gelb-Rote Karte (36.) gegen den Münchner Miroslav Klose als "Anfängerfehler".

"Undiano hat sich super spontan entschieden, dass es für ihn Gelb ist. Und dann hat er Gelb gezogen, was in der Sache an sich zunächst einmal nicht unbedingt weh tut, aber wenn ein Spieler verwarnt ist, dann muss ich als Schiedsrichter Vorsicht walten lassen", sagte Krug in der ARD-Sendung "WM live".

"Ich muss das wissen oder vorher auf den Block gucken und das hat Undiano erst später bemerkt, da hat er gesagt: Oh hoppla, jetzt muss ich den runterstellen. Das war dem auch nicht recht, aber dann ist es passiert", erklärte Krug, der 1994 bei der WM im Einsatz war.

Bielsas Sechs-Minuten-Ausflug

Ganze sechs Minuten dauerte am Freitag ein Ausflug von Chiles Nationaltrainer Marcelo Bielsa.

Als der gebürtige Argentinier nach der morgendlichen Pressekonferenz mit dem Auto das Trainingsgelände verließ, machten sich Journalisten, Fotografen und TV-Teams auf die Verfolgung des 54-Jährigen.

Angesichts der Meute verlor Bielsa die Lust auf die Spazierfahrt und kehrte unverrichteter Dinge wieder ins WM-Quartier der "La Roja" zurück.

Weiss sorgt für Eklat

Der slowakische Nationaltrainer Vladimir Weiss hat einen Tag vor dem WM-Vorrundenspiel am Sonntag (ab 13 Uhr im LIVE-TICKER) gegen Paraguay für einen Eklat gesorgt 250482(DIASHOW: SPORT1-Elf 1. WM-Spieltag).

"Danke an die slowakischen Journalisten, sie sind besser als die ausländischen", sagte der 45-Jährige bei der offiziellen Pressekonferenz am Samstag in Bloemfontein, stand auf und verließ das Pressezelt.

Ein südamerikanischer Journalist hatte ihn gefragt, ob er den Gegner respektiere.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel