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Muskelfaserriss - Arjen Robben kam bei der WM noch nicht zum Einsatz © imago

Der Bayern-Star entscheidet selbst über einen Einsatz. Kewell kommt glimpflich davon. Merk schießt gegen Schiris. Bierhoff warnt.

Johannesburg - Arjen Robben soll selbst über seinen ersten Einsatz bei der WM entscheiden.

"Es geht täglich besser. Wir sehen, wie er sich in den nächsten Tagen entwickelt. Ich sage nichts über seinen möglichen Einsatz gegen Kamerun" sagte Bonscoach Bert van Marwijk.

"Ich will ihn eigentlich solange wie möglich schonen. Arjen soll selbst sagen, wenn er wieder spielen will", so der Trainer des ersten Achtelfinalisten.

Der Stürmerstar von Bayern München hatte sich im letzten WM-Test gegen Ungarn (6:1) einen Muskelfaserriss zugezogen und am Freitag erstmals wieder mit der Mannschaft trainiert.

Trio wird geschont

Drei Spieler wird van Marwijk im letzten Gruppenspiel gegen Kamerun (Do., ab 20 Uhr im LIVE-TICKER) auf jeden Fall nicht einsetzen: die mit Gelben Karten belasteten Gregory van der Wiel, Robin van Persie und Nigel de Jong.

Nicht trainert hat am Sonntag Eljero Elia vom Hamburger SV. Der Stürmer war am vergangenen Dienstag mit Khalid Boulahrouz zusammengeprallt und laboriert an einer Blessur am Fuß.

Nicht voll trainierten konnte auch Rafael van der Vaart wegen Nackenproblemen. "Es gibt keinen Grund, um sich Sorgen zu machen. Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme", sagte der Regisseur.

Festnahmen in der Heimat

Unterdessen hat die Polizei in den Niederlanden nach dem Spiel gegen Japan (1:0) insgesamt 44 Personen festgenommen.

In Hoogeveen musste die mobile Einsatzpolizei gegen rund 100 Rowdys einschreiten. Sie warfen mit Flaschen und Feuerwerkskörpern.

Wegen Sachbeschädigung und Widerstand gegen die Staatsgewalt nahm die Polizei 38 Personen fest. In Den Haag wurden sechs Randalierer verhaftet.

SPORT1 fasst weitere WM-Splitter zusammen:

FIFA mit Zuschauerschnitt zufrieden

Viele Plätze bleiben unbesetzt, die Stadien sind zum Teil nur halbvoll - dennoch gibt sich der Fußball-Weltverband FIFA mit dem bisherigen Besuch der WM-Spiele zufrieden.

"Wir haben knapp 49.000 Zuschauer pro Spiel. Das ist ein guter Schnitt", sagte FIFA-Mediendirektor Nicolas Maingot.250592(DIASHOW: Tops und Flops der WM)

Allerdings räumte die FIFA auch ein, dass es bei der Verteilung der Karten zu Fehlern gekommen ist. Vor allem bei größeren Bestellungen durch Gruppen, Verbände oder Firmen habe es oftmals beim Vertrieb und Transport Probleme gegeben. (der WM-Tabellenrechner)

Auch etliche private Käufer, die im Internet oder per Telefon bestellt hatten, hätten ihre Karten in den dafür eingerichteten Ticketschaltern in Südafrika nicht ausdrucken lassen.

Kewell kommt glimpflich davon

Der australische Nationalspieler Harry Kewell ist nach seinem Platzverweis gegen Ghana (1:1) für ein Spiel gesperrt worden.

Das gab der Weltverband FIFA bekannt. Kewell hatte in der 25. Minute einen Schuss von Jonathan Mensah auf der Torlinie mit dem Arm gestoppt und von Schiedsrichter Roberto Rosetti aus Italien die Rote Karte gesehen 249109(DIASHOW: Die Schönheiten der WM).

Im letzten Gruppenspiel gegen Serbien (Mi., ab 20 Uhr im LIVE-TICKER) wird Kewell demnach zum Zuschauen verurteilt sein.

Damit ist die WM für Kewell unter Umständen schon vorbei. Mit nur einem Punkt aus zwei Spielen haben die Socceroos nur noch minimale Chancen auf den Einzug ins Achtelfinale.

Merk wettert gegen Schiedsrichter

Nach zahlreichen Fehlentscheidungen kritisiert auch der dreimalige Weltschiedsrichter Markus Merk die in vielen Fällen ungleiche Regelauslegung der WM-Unparteiischen und attackiert gleichzeitig den Weltverband FIFA.

"Das ist Wettbewerbsverzerrung. Die Diskrepanz in der Regelauslegung bei der WM ist gravierend. Und es sind ja keine Einzelfälle. Das wird sich durch das ganze Turnier ziehen", sagte Merk 250482(DIASHOW: SPORT1-Elf 1. WM-Spieltag).

US-Team sucht neuen Platz

Die USA muss sich vor dem dritten Gruppenspiel gegen Algerien einen neuen Platz für das Abschlusstraining suchen.

Die FIFA sperrte das Loftus-Versfield-Stadion in Pretoria, um den durch Regenfälle in Mitleidenschaft gezogenen Rasen zu schonen. In der Arena treffen am Freitag auch Spanien und Chile aufeinander (Fr., ab 20 Uhr im LIVE-TICKER).

Regen und Frost hatten zuletzt die Rasenflächen in mehreren WM-Stadien beschädigt.

Bierhoff warnt vor Knochenbrechern

Vorsicht, Verletzungsgefahr: Teammanager Oliver Bierhoff hat die deutschen Nationalspieler vor dem Gruppen-"Finale" gegen Ghana vor Leguanen gewarnt.

"Wir haben die Spieler informiert, dass die Leguane zu beachten sind.

Wenn man abends in die Nähe des Flusses kommt, drehen sich die Leguane und schlagen mit dem Schwanz aus. Es gab so schon mal Knochenbrüche", sagte Bierhoff im DFB-Teamhotel Velmore Grande.

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