Südafrikaner grillen für ihr Leben gern. Doch was beim "Braai" auf den Grill kommt, ist manchmal etwas gewöhnungsberdürftig.

Eine der Lieblingsbeschäftigungen der Südafrikaner ist das Grillen.

Auf Englisch heißt es Barbecue, doch am Kap ist man ja bekanntlich multilingual.

Insgesamt elf Sprachen gibt es, und auf Afrikaans heißt Grillen eben "Braai" (wörtlich: braten).

Ob es regnet oder ob die Sonne scheint, ob am Strand, im Garten oder auf einer Safari - Südafrikaner grillen immer und überall.

Am Sonntag wurden wir von Frans und Juliet, den Besitzern unseres Bed and Breakfast, zum Braai eingeladen.

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Wie in Deutschland kümmert sich auch in Südafrika die Frau um den Salat, der Mann steht am Grill. Rindersteaks und Lammkoteletts und - Frans weiß, was gut ist.

Als unser Fanreporter Christian aber sofort nach Ketchup fragt, antwortet Frans: "Ketchup? Das ist eine Sünde", und schüttelt ungläubig den Kopf.

Uns geht es aber genauso, als wir erfahren, was bei den Südafrikanern noch so auf den Tisch kommt.

Im Safaripark "PheZulu", der 30 Kilometer nördlich von Durban im wunderschönen "Valley of 1000 Hills" liegt, kann man sich Giraffen, Zebras, Schlangen und Krokodile ansehen.

Letztere kommen dort auch auf den Grill. Man kann wählen zwischen Krokodil-Kebap und Krokodil-Steak.

Man kann die Aligatoren sogar mitten im Gehege der freilaufenden Krokodile verspeisen. Die sehen aber ziemlich müde aus und liegen desinteressiert in der Sonne herum.

Zu den obligatorischen Erinnerungsfotos bekommt man eine Urkunde, die dann zuhause sowieso nur in der Schublade herumliegt.

Wir verzichten also auf diese "lebensgefährlichen Mutprobe" und fragen uns, was an Krokodil-Steak so toll sein soll.

Geschmacklich ganz okay, eine Mischung aus Hühnchen und Schwein, aber klein, fettig und knorpelig. Nein, "Crocodile-Braai" muss nun wirklich nicht sein!

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