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Die einen sind davon begeistert, die anderen hassen sie: die Vuvuvzela © getty

Im Reich der Mitte wird wegen der großen Tröten-Nachfrage nachproduziert. Domenechs Mutter ist empört über Schandmaul Anelka.

München - Die weltweite Nachfrage nach Vuvuzelas treibt die chinesischen Tröten-Produzenten an ihre Grenzen.

"Von Januar bis April haben wir jeden Tag 250.000 Vuvuzelas hergestellt und dachten, dass diese Produktion bis zum Turnierende ausreicht. Jetzt haben wir die Maschinen aber wieder angestellt", sagt Generaldirektor Wu Yijun von der Ninghai Jiying Plastikfabrik im ostchinesischen Ningbo: "Es laufen pro Tag wieder 25.000 Tröten vom Band."

Bis zum WM-Ende sollen insgesamt noch bis zu 500.000 Vuvuzelas hergestellt werden. Allein die Nachfrage aus dem Inland übersteige die Produktions-Kapazitäten, klagte Wu Yijun, nach dessen Angaben rund 90 Prozent aller weltweit hergestellten Vuvuzelas aus China kommen.

SPORT1 fasst die weiteren WM-Kurzmeldungen zusammen.

Domenechs Mutter empört

Mit Empörung hat Germaine Domenech auf die Beschimpfung von Nicolas Anelka in Richtung ihres Sohnes, des französischen Nationaltrainers Raymond Domenech, reagiert.

"Es ist erschreckend, so beleidigt zu werden. Er ist ja nicht nur der Trainer, sondern auch mein Sohn. Es ist demnach eine doppelte Beleidigung - meines Sohnes und meiner Person als Mutter", sagte Madame Domenech dem französischen Radiosender "RTL".

Anelka hatte den Coach mit den Worten "F*** dich in den A****, du dreckiger Hurensohn" angegriffen. Die ältere Dame würde sich Anelka deshalb gerne vorknöpfen. "Ich würde Herrn Anelka gerne treffen und ihm meine Sicht der Dinge als Mutter näherbringen", sagte sie 250592(DIASHOW: Tops und Flops der WM).

Public-Viewing-Absagen wegen Frankreich-Skandalen

Wegen des WM-Skandals ihrer Nationalmannschaft haben zwei französische Städte die Live-Übertragung des letzten Gruppenspiels am Dienstag gegen Südafrika auf Großbildschirmen abgesagt.

Im Pariser Vorort Vinciennes verzichteten die Stadtoberen ebenso auf das Public Viewing wie im Städtchen Anzin-Saint-Aubin im Norden des Landes.

"Die Spieler haben einen Mangel an Respekt gegenüber all den Trainern, ehrenamtlichen Helfern und Amateurspielern gezeigt, die an Werte wie Fair Play glauben", sagte Bürgermeister Laurent Lafon, der die Live-Übertragung auf dem Rathausplatz in Vinciennes absagte: "Sie sind kein Vorbild mehr für die Franzosen, vor allem nicht für die Kinder, die ihren Sport und ihr Land lieben."

Sein Amtskollege David Hecq aus Anzin-Saint-Aubin bezeichnete die französischen Nationalspieler als "Gesindel" und strich die Übertragung im Festsaal der 2900-Einwohner-Gemeinde.

Nur eine Hoffnung für Italien?

Nach Ansicht der italienischen Fußball-Ikone Giuseppe Bergomi kann nur der gerade wiedergenesene Andrea Pirlo die Squadra Azzurra ins Achtelfinale führen.

"Er ist die kreative Kraft, die Italien bisher gefehlt hat. Pirlo ist der Anführer dieser Mannschaft und ihr bester Spieler", sagt der Weltmeister von 1982 vor dem abschließenden Gruppenspiel des Titelverteidigers am Donnerstag in Johannesburg gegen die Slowakei (ab 16 Uhr im LIVE-TICKER).

Pirlo, der den Italiener bei den schwachen Vorrundenauftritten gegen Paraguay (1:1) und Neuseeland (1:1) wegen einer hartnäckigen Wadenverletzung gefehlt hatte, war am Montag ins Mannschaftstraining des viermaligen Weltmeisters zurückgekehrt (der WM-Tabellenrechner).

Auch Torres ärgert sich über den Ball

Spaniens EM-Held Fernando Torres hat sich in die lange Reihe der Jabulani-Kritiker eingereiht.

"Wir haben ein wenig Ärger mit dem WM-Ball. Darum müssen wir noch mehr trainieren", sagte der 26-Jährige.

Zuvor hatten schon Spieler wie Weltfußballer Lionel Messi (Argentinien), Iker Casillas (Spanien), Brasiliens Luis Fabiano oder Italiens derzeit verletzter Torwart Gianluigi Buffon den Ball kritisiert.

Wieder Randale in Chile

Bei Ausschreitungen nach den Feierlichkeiten in Santiago de Chile nach dem 1:0-Sieg der chilenischen Nationalmannschaft gegen die Schweiz sind 13 Personen, darunter 12 Polizisten, verletzt worden.

Außerdem nahm die Polizei 135 Randalierer fest. Rund 20.000 Fans von "La Roja" hatte den zweiten Turniererfolg frenetisch gefeiert. Bereits nach dem 1:0-Auftaktsieg gegen Honduras war es in Santiago zu Auseinandersetzungen zwischen Rowdys und der Polizei gekommen.

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