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Die Presse in Frankreich verspottet das französische Team mit Cisse (l.) und Diaby © getty

Die Griechen danken "König Otto". Frankreichs Presse drischt auf die Equipe Tricolore ein. Die Pressestimmen.

Johannesburg - Die französische Presse ist nach dem WM-Desaster in Südafrika mit der Nationalmannschaft, Trainer Raymond Domenech und dem Verband hart ins Gericht gegangen.

"Die Funktionäre, der Trainer und die Bande von traurigen Trotteln, die unserem Trikot Schande bereitet haben, hinterlassen ein Trümmerfeld", schrieb "La Presse de la Manche".

Südafrika trauert unterdessen um den verpassten Einzug ins Achtelfinale, feierte aber seine Spieler.

"Unsere Helden! Heldenhafte Bafana scheiden aus - aber zerstören Frankreich. Südafrika hat elf brandneue Helden. Sie sind aus dem Fußball-Grab auferstanden", titelte die "Daily Sun".

In Griechenland wurde Trainer Otto Rehhagel trotz des Vorrunden-Aus für seine Arbeit gedankt. "Danke, Otto! Mit dir haben wir Griechen gelernt, wozu wir fähig sind", schrieb die Zeitung "Sportday".

SPORT1 fasst die internationalen Pressestimmen zu den WM-Spielen vom Dienstag zusammen.

Frankreich - Südafrika

Südafrika

"Daily Sun": "Unsere Helden! Heldenhafte Bafana scheiden aus - aber zerstören Frankreich. Südafrika hat elf brandneue Helden. Sie sind aus dem Fußball-Grab auferstanden. Eine tapfere und brillante Vorstellung gegen eines der besten Teams der Welt."

"The Citizen": "Raus, aber stolz. Lob für Bafana nach dem tollen Sieg gegen Frankreich. So nah - und doch so fern. Bafana haben ein Wunder gebraucht - und hätte fast eines bekommen. Aber dieses Spiel wird trotzdem auf Jahre hinaus unvergessen bleiben."

"Sowetan": "Das Ende des Regenbogens, aber nicht das Ende der Welt. Ein trauriger Abschied, erhobenen Hauptes. Bafana scheiden mit einem ritterlichen Sieg gegen Frankreich aus. Freude - und dann doch Tränen für unsere Jungs. Sie sind angetreten, um Südafrika stolz zu machen - und das haben sie getan. Helden!"

"The Star": "Magische Show der Bafana. Schade nur, dass der größte Sieg unserer Geschichte für die zweite Runde nicht genug ist. Bittersüßes Ende. Wir dürfen aber die größte Veranstaltung der Welt immerhin weiter ausrichten."

Frankreich

"L'Equipe": "Das Ende einer Welt. Die Leute für dumm zu verkaufen, kann sehr amüsant sein. Aber man muss wissen, wann man damit aufhören sollte. Die Regierung muss ihren Weg zu Ende gehen, damit der französische Fußball-Verband nicht mehr in den Händen von Hampelmännern ist."

"Liberation": "Vae Victis. Wehe den Besiegten. Diese Mannschaft, die jämmerlich versagt hat, hatte mit einer Mogelei begonnen. Und noch einmal: Bravo!"

"La Presse de la Manche": "Die Funktionäre, der Trainer und die Bande von traurigen Trotteln, die unserem Trikot Schande bereitet haben, hinterlassen ein Trümmerfeld."

"Le Journal de la Haute-Marne": "Ohne auf dem Platz zu überzeugen, haben die französischen Spieler wenigstens eines geschafft: die Lachnummer der ganzen Welt zu werden."

"La Charente Libre": "Der Trainer ist der Hauptverantwortliche für dieses Fiasko. Doch Escalettes und Konsorten haben ihre Selbstgefälligkeit und Feigheit hinzugefügt."

Uruguay - Mexiko

Uruguay

"El Pais": "Die Optimisten sind keine verrückten Fantasten mehr. Die Celeste schrieben Geschichte und dürfen jetzt von einem Platz unter den besten Acht träumen."

"El Observador": "Zum ersten Mal seit 40 Jahren gewinnen wir wieder ein WM-Spiel im himmelblauen Trikot. Uruguay marschiert und bricht Rekorde."

Mexiko

"El Economista": "Mexiko zieht ins Achtelfinale ein und nimmt sein größtes Problem mit: Das Verwerten von Torchanchen."

"Esto": "Mexiko drängte und drängte, aber das Tor wollte nicht fallen. Die klassische Achillesferse des Teams, die in der nächsten Phase gegen Argentinien überwunden werden muss."

"La Aficion": "Erste Schlappe in Südafrika. Das war der schlechteste Auftritt bislang. Nun läuten die weißblauen Glocken. Argentinien steht uns erneut im Achtelfinale im Weg. Wie vor vier Jahren."

Argentinien - Griechenland

Argentinien

"Clarin": "Der Sieg fiel in die Hand des einzigen Teams, das ihn auch suchte. Es dauerte lange, bis Griechenland, das sich in der Defensive einigelte, zerbrach."

"Ole": "Die Seleccion gewinnt ihr drittes Spiel und jagt Mexiko Angst ein. Jetzt fehlt nur noch ein Tor von Messi. Der Mix von Maradona stimmte."

"La Prensa": "Argentinien gewinnt, aber brilliert nicht. Der Titeltraum lebt mehr denn je." (GAMES: das WM-Tippspiel)

"La Nacion": "Jetzt beginnt die wahre WM. Mit der vollen Punktzahl und der Stimmung in himmlischer Höhe qualifiziert sich Argentinien für die nächste Phase."

Griechenland

"Sportday": "Danke, Otto! Mit dir haben wir Griechen gelernt, wozu wir fähig sind. Bei der letzten Vorstellung haben wir 75 Minuten lang geträumt."

"Exedra": "Wir haben Respekt vor dem Team und vor König Otto. Es ist das Ende einer Ära."

"Goalnews": "Es ist ein Abschied mit erhobenem Haupt."

Südkorea - Nigeria

Südkorea

"The Korea Herald": "Südkorea bucht den Platz in der nächsten Runde - erstmals außerhalb von Asien."

Nigeria

"Vanguard": "Die Adler stürzen ab."

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