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Im Mai 2006 bestritt Andres Iniesta sein erstes A-Länderspiel für Spanien © getty

Das Barca-Ass hat seine Oberschenkelblessur auskuriert. Hitzfeld bläst zur Attacke, Holland trainiert nicht. Die WM-Splitter.

München - Der Europameister Spanien kann in seinem abschließenden WM-Vorrundenspiel gegen Chile (Fr., ab 20 Uhr LIVE-TICKER) auf Mittelfeld-Ass Andres Iniesta setzen.

Der 26-Jährige war beim 2:0 gegen Honduras aufgrund von Oberschenkelproblemen nicht zum Einsatz gekommen.

"Ich habe am Dienstag gut trainiert und mich gut gefühlt. Alles lief nach Plan", sagte der Profi vom spanischen Meister FC Barcelona am Mittwoch 253018(DIASHOW: SPORT1-Elf 2. WM-Spieltag).

"Ich bin zu 100 Prozent bereit, der Mannschaft zu helfen. Aber die finale Entscheidung liegt selbstverständlich beim Trainer", betonte Iniesta.

Nationalcoach Vicente Del Bosque selbst hatte bereits am Dienstag ein Startelf-Comeback Iniestas angedeutet. "Wir sind sehr optimistisch. Er stand zuletzt immer in unserer Startelf, und wir haben dabei positive Ergebnisse erzielt", sagte Del Bosque.

SPORT1 fasst die weiteren WM-Kurzmeldungen zusammen.

Hitzfeld setzt auf Attacke

Vor dem abschließenden Gruppenspiel seiner Schweizer Nationalmannschaft gegen Honduras (Fr., ab 20 Uhr LIVE-TICKER) hat Trainer Ottmar Hitzfeld eine offensivere Ausrichtung angekündigt (der WM-Tabellenrechner).

"Wir müssen uns anders als gegen Spanien präsentieren. Da wussten wir, dass wir während des ganzen Spiels nur verteidigen würden", sagte Hitzfeld.

Der deutsche Coach baut im Duell am Freitag auf Schwächen in der honduranischen Abwehr. "Honduras ist technisch stark und hat in der Offensive unbestritten einige Trümpfe zu bieten", sagte Hitzfeld.

"In der Defensive sind sie jedoch häufig unorganisiert. So entstehen Löcher, die wir nutzen müssen", betonte der zweimalige Champions-League-Sieger.

Oranje sagt Trainingseinheit ab

Ex-Europameister Niederlande hat seine für Mittwochvormittag geplante Trainingseinheit im WM-Stadion von Kapstadt kurzfristig gestrichen.

Das meldet der Verband KNVB via Twitter auf seiner Internetseite.

Gründe für die Absage wurden zunächst nicht genannt.

Südafrika profitiert von WM

Trotz des Vorrunden-Aus der Bafana Bafana wird Gastgeber Südafrika ein Gewinner der WM werden. Laut einer Studie des Wirtschaftsberatungs-Unternehmens Deloitte wird die Ökonomie des Landes langfristig von der WM-Ausrichtung profitieren.

Demnach habe sich vor allem die Infrastruktur durch die WM deutlich verbessert. In diesem Bereich hätten die strengen terminlichen Vorgaben des Weltverbandes FIFA für die Auflösung von Investitionsstaus geführt.

Der Ausbau von Autobahnen und Flughäfen sowie der Hochgeschwindigkeitszug Gautrain seien Resultate dieser Entwicklung.

Olympia nach Südafrika?

Jacques Rogge hat den Ball aufgefangen, den Südafrikas Staatspräsident Jacob Zuma dem Internationalen Olympischen Komitee zuspielte.

"Das ist eine schöne Nachricht. Kapstadt hat schon 1997 eine gute Bewerbung gehabt. Ich werde Jacob Zuma beim WM-Finale treffen und das Thema aufgreifen", meinte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitee (IOC) nach Zumas Aussage, Südafrika könne auch Olympische Spiele ausrichten.

Auf eine Frage nach möglichen Olympischen Spielen in Südafrika hatte Zuma nach dem 2:1-Sieg der Bafana Bafana gegen Frankreich geantwortet: "Aber sicher doch, warum nicht Olympia? Wir haben die Sportstätten, und diejenigen, die die Entscheidungen treffen, kennen Südafrika jetzt."

Für die Sommerspiele 2020 haben bislang Rom, Madrid und Tokio Interesse angemeldet. Bewerbungen werden auch in der Türkei, Marokko und Dubai erwogen.

WM-Blackout: Minister-Aus in Simbabwe

Ein nationaler Blackout während der WM-Übertragung aus Südafrika ist Simbabwes Energieminister Elias Mudzuri teuer zu stehen gekommen. Premierminister Morgan Tsvangirai gab dem Kabinettskollegen die Entlassungspapiere 253025(DIASHOW: Tops und Flops der WM).

Betroffen vom zehnstündigen Stromausfall am vergangenen Freitag war auch Sambia. Der Minister für wirtschaftliche Planung, Elton Mangoma, wird den Posten des Energieministers übernehmen.

Neuseelands Politiker will Fußball-Feiertag

Das WM-Fieber hat Neuseeland voll erwischt: Der ehemalige Sportminister Trevor Mallard fordert nun sogar einen Fußball-Feiertag, sollten die All Whites mit einem Sieg gegen Paraguay das Achtelfinale erreichen.

Der folgende Freitag solle zum arbeitsfreien Tag erklärt werden, regte der Oppositions-Politiker im Partei-Blog "Red Alert" an.

Weitere WM-Tickets im Verkauf

Für zwei WM-Achtelfinalspiele sind wieder Tickets in den Verkauf gekommen.

Für das Duell zwischen Uruguay und Südkorea am Samstag in Port Elizabeth stehen nach Angaben des Weltverbandes FIFA noch 4000 Karten zur Verfügung, weitere 1000 Karten sind für das Duell am Sonntag zwischen Argentinien und Mexiko in Johannesburg verfügbar.

Die Karten sind Rückläufer der Mannschaften aus Frankreich und Südafrika, die am Dienstag in der Vorrunde gescheitert waren.

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