Deutschland erreicht das WM-Achtelfinale, Defizite bleiben aber nicht verborgen. Gegen England rückt eine Personalie in den Vordergrund.

Die deutsche Nationalmannschaft hat das Minimalziel erreicht und den Einzug ins Achtelfinale geschafft.

Das Team von Bundestrainer Joachim Löw stand sich gegen Ghana aber lange selbst im Weg, spielte fahrig und nervös.

Selbst Per Mertesacker, sonst die Ruhe in Person, war alles andere als souverän und hatte eine für ihn unglaubliche Fehlerquote.

[image id="767c0922-65bc-11e5-acef-f80f41fc6a62" class="half_size"]

Am Ende hat sich die Mannschaft aber in diesem Endspiel zum Sieg gezittert, hat in einem Alles-oder-Nichts-Spiel dem Druck standgehalten.

Löw betonte, es sei gut "für so eine junge Mannschaft, einmal durch so ein Stahlbad zu gehen."

(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Sein großes Potenzial hat das Team aber bisher nur im ersten Spiel gezeigt - allerdings gegen sehr schwache Australier. Ghana hat die Defizite in der Defensive nicht genutzt, stärkere Gegner werden das aber tun.

Im Achtelfinale wartet am Sonntag England. Die Mannschaft von Trainer Fabio Capello hat in ihrer Gruppe wahrlich keine Bäume ausgerissen und nur im letzten Spiel gegen Slowenien einigermaßen gut gespielt, stärker als Ghana ist sie aber allemal.

Deutschland droht zudem der Ausfall von Bastian Schweinsteiger, der über Muskelprobleme im Oberschenkel klagt.

Er ist eine der tragenden Säulen im deutschen Mittelfeld und vor allem ein Name, vor dem die Engländer nicht erst seit Bayerns Triumph in der Champions League über Manchester United Respekt haben.

Mit Schweinsteiger dürfte die Aufgabe gegen die "Three Lions" gewiss besser lösbar sein.

Ansonsten muss Löws Team gegen England auf jeden Fall an das Auftaktspiel anknüpfen. Dann stehen die Chancen gut. Wenn nicht, droht der Heimflug.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel