Klaus Augenthaler ist von der deutschen Abwehr nicht überzeugt. Für SPORT1 analysiert der Weltmeister von 1990 die DFB-Spiele.

Hallo Fußball-Freunde,

Die deutsche Mannschaft hat in diesem "Endspiel" gegen Ghana gezeigt, dass sie will.

Sie hat zu Beginn das Spiel bestimmt, ist dann aber nervös geworden, als die Ghanaer zu Chancen gekommen sind.

Nach den ersten Möglichkeiten hat man gemerkt, dass die Beine schwer wurden, und die Ghanaer sich auch gesagt haben: Hoppla, da geht etwas.

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Generell fehlt mir bei der deutschen Hintermannschaft die Konstanz.

Egal, wer linker Verteidiger spielt, ob Badstuber oder Boateng - der mir übrigens ganz gut gefallen hat -, die Abwehr lässt mir zu viele klare Möglichkeiten der Gegner zu.

Arne Friedrich hat zwar sehr souverän gespielt, im Gegensatz zu Per Mertesacker. Aber ich möchte nicht wissen, was gewesen wäre, wenn die Ghanaer einen Drogba oder einen anderen Stürmer gehabt hätten, der die Chancen verwertet hätte 253922(Die Spieler in der Einzelkritik).

Dann würden auch nicht die Diskussionen geführt werden, war Mesut Özil nun "Man of the Match" oder nicht, sondern wir wären traurig, weil die deutsche Mannschaft nach Hause fahren müsste.

Ich war von Özils Leistung nicht unbedingt überzeugt. Er hat zwar das entscheidende 1:0 gemacht, aber er hat davor auch eine Großchance vergeben.

Wie wäre über ihn gesprochen worden, wenn er später das Tor nicht macht, und Ghana gewinnt?

Herausheben möchte ich Manuel Neuer. Er hat richtig gute Chancen der Ghanaer vereitelt. Das war klasse.

Joachim Löw wird das Spiel analysieren, und dann muss man es abhaken. Denn jetzt geht es eigentlich erst richtig los.

Nicht nur, weil der nächste Gegner England heißt.

Die Engländer sind immer schwer zu spielen. Ich erinnere mich noch an die WM-Qualifikation 2002. Ich habe damals das 1:5 im Münchner Olympiastadion gesehen. Da hatten die Engländer eine starke Mannschaft.

Andererseits haben wir gegen die Engländer eigentlich immer gute Erfahrungen gemacht, wie 1990 im WM-Halbfinale.

Bis jetzt haben sie mich noch nicht überzeugt.

Ich freue mich schon darauf, denn jetzt sind die Spiele da, die richtig interessant werden.

Und daher ist es müßig darüber zu diskutieren, ob es nicht besser gewesen wäre, wenn man Zweiter in der Gruppe geworden wäre, weil man dann einen leichteren Weg in ein mögliches Halbfinale gehabt hätte.

Bis demnächst,Euer Klaus Augenthaler

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