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Beim Duell zwischen Brasilien und Portugal ging nicht nur bei Juan vieles daneben © getty

Brasilian und Portugal sorgen für Enttäuschung, die Schweiz verarbeitet das WM-Aus. Spanien lernt von Chile. Die Pressestimmen.

München - Nach der Nullnummer zwischen Brasilien und Portugal im vermeintlichen Spitzenspiel der WM-Gruppenphase sparen die Zeitungen beider Länder nicht mit Kritik.

"Das Spiel war einschläfernd, grottenschlecht", titelte "O Globo".

"Estado de Minas" sah "ein Spiel von Landsleuten ohne Fußball".

In Spanien freut man sich nach dem knappen Sieg gegen Chile bereits auf das "Bruderduell" mit Portugal im Achtelfinale.

"Ronaldo, bereite dich vor", schrieb "Marca" und schickte Grüße ins Nachbarland. Fatalistisch gibt sich die Schweizer Presse nach dem Vorrunden-Aus durch das 0:0 gegen Honduras.

"Schweizer Fußballer bleiben Schweizer Fußballer", berichtete die "Neue Zürcher Zeitung".

SPORT1 fasst die internationalen Pressestimmen zu den WM-Spielen vom Freitag zusammen.

Brasilien - Portugal

PORTUGAL

"A Bola": "Die Brüder gehen zusammen ins Achtelfinale. Beide hätten gewinnen können, aber keiner riskierte genug, um dies auch umzusetzen."

"Expresso": "Portugal und Brasilien spielten in einem Duell der Brüder unentschieden. Es war weniger spannend als erwartet, denn beide Teams gaben sich mit dem Achtelfinal-Ticket zufrieden."

"Jornal de Noticias": "Brasilien bestimmte die erste Halbzeit, Portugal die zweite. Ein gerechtes Unentschieden."

BRASILIEN

"O Globo": "Das Spiel war einschläfernd, grottenschlecht. Der Schlusspfiff erlöste Millionen Fans am TV-Bildschirm vom Martyrium. In der ersten Hälfte war es Stiefel gegen Holzschuh, im zweiten Durchgang Spitzenschuh gegen Pantoffel."

"Jornal Brasil": "Brasilien und Portugal enttäuschen. Auch ohne Glanz wird die Selecao Gruppenerster. Selbst Dunga konnte seinen Ärger über sein Team nicht verbergen."

"Estado de Minas": "Ohne Kaka, Elano und Robinho verlor Brasilien seine ganze Kreativität. Es war ein Spiel von Landsleuten, ohne Fußball."

"Estado de Sao Paulo": "Die Rivalität zwischen Brasilianern und Portugiesen machte aus dem Spiel eine raue Partie mit vielen Nickeligkeiten. Das Ergebnis: Ein 0:0 ohne Emotionen, aber gut für beide Seiten."

Schweiz - Honduras

SCHWEIZ

"Tages-Anzeiger": "Alles lag an diesem kühlen Abend in der Luft: Alles, außer einem Schweizer Tor. Die Mannschaft hat spielerisch und nervlich versagt."

"Blick": "Oh, WehM! Aus, vorbei! Es ist bitter, dass wir gegen die defensiv anfälligen Honduraner, die teilweise fast blind kontern und hinten alles offen lassen, nicht treffen. Die ersten beiden Jahre unter Ottmar Hitzfeld haben das Team dennoch weitergebracht."

"Neue Zürcher Zeitung": "Es ist seine ganz persönliche Grenzerfahrung: Auch Ottmar Hitzfeld stößt an Schranken, auch er kann sie nicht einfach durchbrechen. Schweizer Fußballer bleiben Schweizer Fußballer."

"Basler Zeitung": "Ein fader und mutloser Auftritt. Der Lörracher (Hitzfeld) konnte am Ende den entscheidenden Unterschied nicht mehr aus der Mannschaft kitzeln."

Spanien - Chile

CHILE

"El Mercurio": "Der WM-Traum geht weiter, aber ungeschickte Fehler erschwerten die Aufgabe. Jetzt kommt das schwerste Kaliber: Brasilien."

"La Nacion": "Es scheint, dass uns das Leiden in den Genen steckt. Das Ziel Achtelfinale wurde aber erreicht. Warum soll Chile jetzt nicht Brasilien schlagen?"

"La Tercera": "Chile erreicht Achtelfinale und fordert jetzt Brasilien heraus. Die Partie gegen Spanien war nervenzerreißend."

SPANIEN

"EL Pais": "Spanien mag es offensichtlich zu leiden. Nach dem dritten Spiel haben wir immer noch nicht das Spanien von Wien oder das Spanien der vergangenen zwölf Monate gesehen."

"Marca": "Ronaldo, bereite dich vor. Die Mannschaft von Del Bosque hat gezeigt, dass sie unter Druck bestehen kann. Aber noch haben wir nichts gewonnen."

"As": "Dieses Spiel war eine wichtige Lektion für uns. Wir hatten die besseren Spieler, aber nicht das bessere Team."

"El Mundo": "Druck, Druck, Druck von allen Seiten. Nach dem Sieg gegen ein sehr gutes Chile wartet jetzt ein echter Dschungel-König auf die Spanier, Cristiano."

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