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Im Februar 2003 bestritt Wayne Rooney (3.v.l.) sein erstes A-Länderspiel für England © getty

Trotz der Torflaute strotzt der Stürmer von ManUnited vor Selbstvertrauen. Jürgen Klinsmann spricht von einem "Do or die"-Spiel.

Bloemfontein - Wayne Rooney besitzt nach der Seelenmassage von Teammanager Fabio Capello wieder mächtig Selbstvertrauen.

Selbst der ehemalige Bundestrainer Jürgen Klinsmann erwartet im WM-Achtelfinale zwischen Deutschland und England am Sonntag in Bloemfontein (So., ab 15.30 Uhr im LIVE-TICKER) starke "Three Lions".

"Wir werden am Sonntag ein ganz anderes England als in der Gruppenphase sehen. Sie wissen, dass es die K.o-Runde ist. Ich sage nur: Do or die!", erklärte Klinsmann der englischen Zeitung "The Sun" 34589(DIASHOW: Der Klassiker: Deutschland - England).

Zudem erwartet der Weltmeister von 1990, dass bei Rooney der Knoten platzt.

"Rooney arbeitet sehr viel für die Mannschaft. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis er bei der WM sein erstes Tor für erzielt."

Rooney überzeugt im Training

Neben Starstürmer Rooney, der im Nationaltrikot seit sieben Spielen nicht getroffen hat, bezeichnete Klinsmann auch Kapitän Steven Gerrard und Frank Lampard als Spieler, die gegen Deutschland den "Unterschied machen" könnten.

Insbesondere Rooney hinterließ beim Training des Weltmeisters von 1966 am Samstag im englischen Camp in Rustenburg den Eindruck, dass er sportlich und auch mental endlich am Kap der guten Hoffnung angekommen ist.

Der 24-Jährige gab mächtig Gas und zeigte sich auch im Elfmetertraining treffsicher 255180(DIASHOW: SPORT1-Elf 3. WM-Spieltag).

"Geht nur ums Gewinnen"

Deshalb hat sich bei Trotzkopf Rooney auch die Panik vor dem Punkt gelegt.

"Wir haben keine Angst vor euch! Es geht mir nur ums Gewinnen. Ich habe nichts gesehen, wovor wir uns Sorgen machen müssten", sagte Rooney mit Blick auf die bisherigen WM-Leistungen der DFB-Auswahl.

Rooney wird gegen Deutschland an der Seite von Jermain Defoe den Angriff der "Three Lions" bilden.

In der Gruppenphase war der Torjäger von Manchester United weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Knöchelblessur auskuriert

Zudem plagte den englischen Hoffnungsträger eine Knöchelblessur, die er vor dem Klassiker gegen Deutschland aber offenbar rechtzeitig auskuriert hat (GAMES: Das WM-Tippspiel).

"Er ist absolut fit. Wayne Rooney ist einer der besten Spieler der Welt. Und ich glaube, dass er gegen Deutschland ein großes Spiel zeigen wird", sagte Capello.

Die Angst vor dem in der K.o.-Runde drohenden Elfmeterschießen ist im Fußball-Mutterland allerdings noch nicht kuriert.

"Ich hoffe, dass wir das nicht erleben. Wir wollen das Spiel in 90 Minuten gewinnen, spätestens in der Verlängerung", sagte der 39 Jahre alte Schlussmann David James vom Premier-League-Klub FC Portsmouth

"Ein Elfmeterschießen ist zwar auch ein möglicher Ausgang der Partie, aber dann könnte man auch eine Münze werfen."

"Wir schlagen Deutschland"

Fünfmal ist England seit 1990 bei großen Turnieren aufgrund von Niederlagen im Elfmeterschießen gescheitert.

Bei der WM 1990 und der EM 1996 jeweils im Halbfinale gegen Deutschland, bei der WM 1998 gegen Argentinien und bei der EM 2004 und der WM 2006 jeweils im Viertelfinale an Portugal.

"Wenn wir unsere normale Leitung abrufen, wird es soweit aber ohnehin nicht kommen. Wir schlagen Deutschland, wir sind besser. Da bin ich mir ganz sicher", sagte James.

Deutschlands Fußball-Lichtgestalt ist da aber ganz anderer Meinung. "Ich wünsche den Fans Spannung bis zum Schluss. Am besten ein 1:1 oder 2:2 - und dann ein Elfmeterschießen. Es tut mit leid, aber das gewinnt dann Deutschland", sagte "Kaiser" Franz Beckenbauer.

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