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Diego Maradona spielte in Europa für den FC Barcelona, SSC Neapel und FC Sevilla © getty

Fünf Starter, fünf Achtelfinalisten: Die Südamerikaner weisen eine weiße Weste auf. Vittek wartet auf einen Anruf aus Nürnberg.

Johannesburg - Südamerika marschiert durch, Europa schwächelt, von den afrikanischen Teams ist nur noch Ghana im Rennen:

Die Zwischenbilanz der Kontinental-Verbände fällt bei der WM höchst unterschiedlich aus (DATENCENTER: Das Achtelfinale).

Während die Südamerika-Fraktion erst im 15. WM-Spiel die erste Niederlage kassierte (ein 1:2 von Chile gegen Spanien) und geschlossen ins Achtelfinale einzog, hat Europa bereits einst große Fußball-Nationen wie den Weltmeister Italien und "Vize" Frankreich verloren.

"Niemals stärker als Europa"

Der argentinische Nationaltrainer Diego Maradona beurteilt das Kräfteverhältnis zwischen Europa und Südamerika allerdings realistisch.

"Wir werden niemals stärker als Europa sein. Die große Stärke des südamerikanischen Fußballs ist es, der ganzen Welt großartige Spieler zu bescheren", sagte der Kapitän von Argentiniens Weltmeistermannschaft von 1986.

In der Runde der letzten 16 waren die fünf großen Konföderationen alle vertreten 253025(DIASHOW: Tops und Flops der WM).

EUROPA - 6 Achtelfinalisten (13 WM-Starter, 46 Prozent):Deutschland, England, Niederlande, Slowakei, Portugal, Spanien

SÜDAMERIKA - 5 (5, 100 Prozent):Argentinien, Brasilien, Chile, Paraguay, Uruguay

ASIEN - 2 (5, 40 Prozent):Japan, Südkorea

NORD-, MITTELAMERIKA und Karibik - 2 (3, 67 Prozent):Mexiko, USA

AFRIKA - 1 (6, 17 Prozent)Ghana:

SPORT1 fasst die weiteren WM-Kurzmeldungen zusammen.

Vittek wartet auf Anruf

Robert Vittek hofft auf eine Kontaktaufnahme durch seinen Ex-Klub 1. FC Nürnberg und eine Rückkehr in die Fußball-Bundesliga. Über einen Anruf des Club "würde ich mich wirklich sehr, sehr freuen", sagte der 28-Jährige Den "Nürnberger Nachrichten".

Vittek war als zweifacher Torschütze Matchwinner des WM-Neulings Slowakei beim 3:2-Sensationssieg gegen Weltmeister Italien.

Der Stürmer hatte von 2003 bis 2008 in 124 Spielen für den 1. FC Nürnberg 36 Tore erzielt. Anschließend wechselte er für vier Millionen Euro zum französischen Erstligisten OSC Lille und wurde in der abgelaufenen Saison an den türkischen Klub Ankaragücü ausgeliehen. Der Vertrag in Lille hat läuft noch bis 2012.

Samuel fehlt Albiceleste

Argentinien muss im Achtelfinale am Sonntag (ab 20 Uhr im LIVE-TICKER) gegen Mexiko voraussichtlich auf Innenverteidiger Walter Samuel verzichten. Der Defensivspieler laboriert an einer Oberschenkelverletzung.

Trainer Diego Maradona wird kein Risiko eingehen und wohl wieder Nicolas Burdisso aufbieten. Samuel hatte sich im zweiten WM-Vorrundenspiel gegen Südkorea (4:1) verletzt und stand schon gegen Griechenland (2:0) nicht zur Verfügung.

Antic geht es ans Geld

Nationaltrainer Radomir Antic muss nach dem Vorrunden-Aus Serbiens finanziell kürzer treten. Tomislav Karadzic, Präsident des serbischen Verbandes, kündigte an, Antics Gehalt wegen des enttäuschenden Abschneidens zu reduzieren.

"Unser Ziel war das Viertelfinale. Das Verpassen dieser Vorgabe bedeutet für uns erhebliche finanzielle Einbußen, weshalb wir überall sparen müssen", sagte der Funktionär. "Das gilt auch für Trainer Radomir Antic."

Antics Vertrag mit dem Verband läuft nach der EM 2012 aus.

Olsen: "Frankreich war peinlich, nicht wir"

Morten Olsen hat sich nach dem historisch schwächsten Abschneiden einer dänischen Nationalmannschaft bei einer WM gegen die mitunter harte Kritik der Medien gewehrt.

"Ich habe gehört, dass die Öffentlichkeit das Wort Peinlichkeit benutzt hat. Das finde ich absolut unangemessen. Das, was Frankreich gemacht hat, das war peinlich", sagte Olsen nach dem Vorrunden-Aus der Dänen in Südafrika dem dänischen Fernsehsender "TV2".

Der Trainer will der Kritik zum Trotz seinen Vertrag bis 2012 erfüllen.

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