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Otto Rehhagel möchte weiterhin seine "immense Erfahrung weitergeben" © getty

"König Otto" hört nach neun Jahren in Griechenland auf. An einen Rückzug aufs Altenteil denkt die Trainer-Legende aber noch nicht.

Johannesburg - "König Otto" dankt noch nicht ab:

Der langjährige griechische Nationaltrainer Otto Rehhagel, der nach dem WM-Vorrunden-Aus in Südafrika seinen Abschied verkündet hatte, fühlt sich noch zu jung fürs Altenteil.

"Ich höre nicht auf! Ich habe keine Sekunde daran gedacht, aufzuhören. Ich fühle mich fit. Ich kann mich aufregen. Ich mache nur eine kurze Pause. Ich will meine immense Erfahrung weitergeben. Wenn die einer braucht, stehe ich zur Verfügung", sagte der 71-Jährige im Interview mit der "Bild am Sonntag".

In den letzten zwei Monaten habe es schon Anfragen gegeben, "aber darüber spreche ich jetzt nicht", sagte der Meistertrainer von Werder Bremen und dem 1. FC Kaiserslautern.

"Mache nur das, was mir passt"

Auch eine Rückkehr auf die Bundesliga-Bühne kommt für Rehhagel durchaus infrage: "Ich schließe überhaupt nichts aus. Ich habe mich ja selbst in die Freiheit entlassen und mache nur das, was mir passt."

"Rehakles" war seit 2001 als Coach der griechischen Auswahl tätig. Sein größter Erfolg war der EM-Triumph 2004 in Portugal, als die Griechen im Endspiel die Gastgeber mit 1:0 bezwungen hatten.

Letztendlich, sagte er, hätten die Griechen insgesamt "mehr erreicht, als uns viele zugetraut haben".

Rehhagel bittet um Trennung

Er selbst habe nach dem 0:2 gegen Argentinien im letzten Gruppenspiel den Verbandspräsidenten Sofoklis Pilavios um die Trennung gebeten: "Lass uns in Freundschaft auseinandergehen."

Die Griechen hätten anscheinend gerne weiter mit Rehhagel gearbeitet.

"Aber für mich war der Zeitpunkt des Abschieds gekommen. Die Mannschaft ist intakt, und wir haben etliche junge Spieler ans Nationalteam herangeführt. Aber Griechenland braucht einen Neuanfang", sagte Rehhagel der "BamS".

Griechenland sei "ein Stück meines Lebens. Ich möchte mich bei allen Leuten in Griechenland bedanken. Ich hatte ein außergewöhnliches Verhältnis zu den Menschen in Athen. Sie haben mich immer mit viel Respekt und großer Herzlichkeit behandelt. Ich habe in Griechenland viele Freundschaften geschlossen."

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