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Südafrika hat nach wie vor eine der höchsten Kriminalitätsraten weltweit © getty

Der für seine harte Gangart bekannte Fikile Mbalula bekommt ungebetenen Besuch. Blatter droht Frankreich. Die WM-Splitter.

München - Der stellvertretende südafrikanische Polizeiminister Fikile Mbalula ist offenbar Opfer eines Raubüberfalls geworden.

Der Mann, der maßgeblich für die Sicherheit während der WM am Kap verantwortlich ist, hatte ungebetenen Besuch in seinem Haus in Pretoria (DATENCENTER: Das Achtelfinale).

Die Diebe stahlen unter anderem einen wertvollen LCD-Fernseher. Der Vorfall ereignete sich am vergangenen Wochenende. Dies berichtet am Dienstag die Tageszeitung "The Star".

Ein Sprecher des Ministers bestätigte dem Blatt den Vorfall, gab allerdings keine weiteren Details bekannt. Mbalula gilt als Hardliner, der mit großer Strenge gegen Kriminelle in Südafrika vorgeht. Nach Angaben der Zeitung könnte es sich um einen gezielten Raub gehandelt haben, wobei ein Insider den Dieben einen Tipp gegeben haben könnte.

SPORT1 fasst weitere WM-Meldungen zusammen.

Englischer Journalist verhaftet

Die südafrikanische Polizei hat nach dem Kabinen-Sturm von Fan Pavlos Joseph nach dem 0:0 der englischen Nationalmannschaft gegen Algerien in der WM-Vorrunde einen britischen Journalisten verhaftet.

Der Reporter steht im Verdacht, dem England-Fan den Zutritt zur Kabine der Three Lions ermöglicht zu haben, um eine gute Story zu bekommen. Pavlos hatte am 18. Juni im Anschluss an das WM-Spiel der Three Lions gegen Algerien unerlaubt die Umkleidekabine betreten und war zwei Tage später wegen Hausfriedensbruchs von der südafrikanischen Polizei festgenommen worden.

Gegen Zahlung einer Kaution in Höhe von 54 Euro war der 32 Jahre alte Joseph wieder aus der Haft entlassen worden. Eigenen Angaben zufolge war Joseph nur auf der Suche nach einer Toilette, als er in der englischen Kabine urplötzlich vor dem verletzten David Beckham und dem nackten Joe Cole stand.

Blatter droht Frankreich

FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hat Frankreichs Regierung vor einer Einmischung in die Belange des nationalen Fußball-Verbandes FFF gewarnt 253025(DIASHOW: Tops und Flops der WM).

"In Frankreich haben sie eine Staatsaffäre aus dem Fußball gemacht, aber der Fußball gehört in die Hände der Verbände", sagte der 74-Jährige bei einem Pressegespräch in Johannesburg: "Der französische Fußball kann auf die FIFA zählen, sollte es zu politischen Einmischungen kommen - selbst, wenn es auf der Präsidenten-Ebene geschieht. Das ist eine klare Botschaft. Sollten alle weiteren Konsultationen scheitern, bleibt uns als einziges Mittel die Suspendierung des Verbandes."

Lippenleser auf van Persie angesetzt

Robin van Persie war sichtlich genervt von seiner Auswechslung im WM-Achtelfinale der niederländischen Nationalmannschaft gegen die Slowakei (2:1).

Lippenleser wollen nach Informationen des niederländischen Fernsehsenders "NOS" auch erkannt haben, was der Angreifer vom FC Arsenal beim Abgang in der 80. Minute Bondscoach Bert van Marwijk zugerufen haben soll: "Du musst Sneijder rausnehmen."

"Ich habe keinen Namen genannt", entgegnete van Persie, für den Klaas Jan Huntelaar kam. "Ich ärgerte mich, weil ich gegen die Slowakei kein Tor gemacht habe. Ich ärgere mich immer, wenn ich Chancen verpasse." Wesley Sneijder jedenfalls nahm es gelassen hin. "Das kann er doch sagen. Wir haben Meinungsfreiheit. Wir sollten uns auf das Viertelfinale konzentrieren", sagte der Torschütze zum zwischenzeitlich 2:0 (84.).

Van Marwijk meinte: "Robin war über den Wechsel enttäuscht. Das darf so sein."

England abgeschirmt von Fans gelandet

Die englische Nationalmannschaft ist am Dienstagmorgen abgeschirmt von den Fans auf dem Flughafen London-Heathrow gelandet.

Die Auswahl von Teammanager Fabio Capello um die Stars Wayne Rooney, John Terry und Frank Lampard entstieg in einem VIP-Bereich abseits der normalen Terminals des Flughafens ihrer Maschine.

Die Ankunft der englischen Mannschaft wurde live von einigen TV-Sendern übertragen. Am Sonntag hatten die Three Lions gegen Deutschland die höchste Pleite der englischen WM-Historie einstecken müssen.

Brasilien bangt um Trio

Die Nationalmannschaft Brasiliens muss womöglich auch im WM-Viertelfinale am Freitag in Port Elizabeth gegen die Niederlande auf Mittelfeldspieler Felipe Melo und Stürmer Julio Baptista verzichten.

Laut Teamarzt Jose Luiz Runco steht die Chance auf einen Einsatz des angeschlagenen Duos, das bereits beim 3:0 (2:0)-Sieg der Selecao in der Runde der letzten 16 gegen Chile gefehlt hatte, bei lediglich 40 Prozent.

Nationaltrainer Dunga steht damit speziell bei der Besetzung des Mittelfeldes vor einem Problem: Elano, gegen Chile ebenfalls nicht dabei, ist auch noch nicht wieder bei einhundert Prozent Leistungsfähigkeit. Und Melos Ersatzmann Ramires ist nach seiner zweiten Gelben Karte gegen Oranje gesperrt. Möglicherweise bekommt nun Josue vom VfL Wolfsburg eine Chance.

Elano angeschlagen

Brasilien macht sich zudem Sorgen um Elano.

Der Mittelfeldspieler hatte im zweiten Vorrundenspiel gegen die Elfenbeinküste eine Knöchelverletzung erlitten.

Er musste am Dienstag das Training wegen erneuter Schmerzen abbrechen.

Kann Ghanas Gyan spielen?

Ghana bangt vor dem Viertelfinale gegen Uruguay am Freitag weiter um den Einsatz von Mitteldfeldspieler Kevin Boateng und Top-Stürmer Asamoah Gyan.

Beide konnten am Dienstag nicht mit der Mannschaft trainieren.

Auch der Leverkusener Hans Sarpei wurde wegen Wadenbeschwerden noch geschont.

Vuvuzela-Tröten als gefährliche Körperverletzung

Der Einsatz der nervtötenden Vuvuzelas kann den Tatbestand der gefährlichen Körperverletzung erfüllen. Genau deshalb ermittelt die Polizei gegen einen 15-Jährigen.

Der Teenager hatte beim Public Viewing am Münchner Flughafen einem Zehnjährigen so laut ins Ohr getrötet, dass der wegen Ohrenschmerzen von einem Arzt behandelt werden musste.

Der junge Vuvuzela-Besitzer hatte übrigens zwei Promille Alkohol im Blut - und wurde nach seiner doppelten Fehlleistung von einem Erziehungsberechtigten abgeholt.

US-Fan tötet schreiende Stieftochter

Ein 28-jähriger Texaner hat seiner zweijährigen Stieftochter während einer Übertragung von der WM so starke Verletzungen zugefügt, dass sie ihren Verletzungen erlag.

Die Kleine hatte während des Spiels der USA gegen Ghana am vergangenen Samstag ununterbrochen geschrien und Hector Castro gestört.

Anschließend versuchte er, den Fall zu vertuschen und als Unfall darzustellen. Der illegal in den Vereinigten Staaten lebende Mann gab jedoch schließlich im Polizeiverhör die Tat zu.

Vier weitere im Haushalt lebende Kinder wurden den Behörden übergeben.

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