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Nigeria blieb bei der Weltmeisterschaft in Südafrika ohne Sieg © getty

Die FIFA droht Sanktionen an. Das Trainer-Karussell dreht sicht: Blanc trainiert "Les Bleus", Antic macht weiter. WM-Splitter.

Johannesburg - Die FIFA hat Nigeria ein Ultimatum gestellt.

Sollte Staatspräsident Goodluck Jonathan nicht bis Montagabend den Rückzug der Super Eagles aus allen internationalen Wettbewerben aufheben, dann wird Nigeria mit massiven Sanktionen belegt und aus dem Weltverband ausgeschlossen.

"Nigeria ist zu weit gegangen. Wenn sie ihre Position nicht ändern, dann werden sie aus dem Weltverband ausgeschlossen", sagte Generalsekretär Jerome Valcke:

"Wir können es einer Regierung defintiv nicht erlauben zu entscheiden, dass keine Nationalmannschaft mehr an internationalen Turnieren teilnimmt."

Die "Super Eagles" waren bei der WM in Südafrika nach nur einem Punkt aus drei Spielen als Gruppenletzter in der Vorrunde ausgeschieden. Z253025(DIASHOW: Tops und Flops der WM).

Staatspräsident Jonathan hatte daraufhin zu der drastischen Maßnahme gegriffen, "um den Fußball in Nigeria neu zu organisieren".

SPORT1 fasst weitere WM-Meldungen zusammen.

Blanc neuer Nationaltrainer

Der ehemalige Nationalspieler Laurent Blanc ist wie erwartet neuer französischer Nationaltrainer.

Dies gab der scheidende Verbands-Präsident Jean-Pierre Escalettes am Freitag bekannt. Blanc tritt die Nachfolge von Raymond Domenech an, dessen Vertrag nicht mehr verlängert wurde.

Frankreich, Weltmeister von 1998 und Vize-Weltmeister von 2006, war bei der WM-Endrunde in Südafrika unter skandalösen Umständen in der Vorrunde gescheitert.

Bradleys Zukunft ungewiss

Die Zukunft von Bob Bradley als Trainer der US-Nationalmannschaft ist weiter ungewiss. Er würde sich "geehrt" fühlen, sagte der 52-Jährige, sollte er seine Arbeit fortsetzen können.

Verbandspräsident Sunil Gulati hat sich allerdings noch nicht zu einem Bekenntnis zu Bradley durchringen können. Der Vertrag des Trainers läuft zum Jahresende aus.

Als Nachfolger ist der ehemalige Bundestrainer Jürgen Klinnsmann im Gespräch.

Kiwi-Coach will bleiben

Ähnlich verhält es sich bei Neuseeland: Nationalcoach Ricki Herbert sprüht nur so vor Tatendrang und will seine Arbeit nach den positiven Ergebnissen seine Mannschaft bei der WM in Südafrika unbedingt fortsetzen.

"Ich würde nichts lieber tun, als weiterzumachen. Aber noch müssen wir abwarten", sagte der Fußballlehrer nach der Rückkehr.

Die "Kiwis" waren in der Gruppenphase in Südafrika ungeschlagen geblieben und nur knapp daran gescheitert, ins Achtelfinale einzuziehen.

Antic weiter Serbien-Coach

Radomir Antic bleibt Trainer der serbischen Nationalmannschaft.

Trotz des Vorrunden-Ausscheidens bei der WM in Südafrika wird der Verband an dem erfahrenen Coach festhalten, der mit seiner Mannschaft in der Gruppenphase einen 1:0-Erfolg gegen Deutschland gefeiert hatte.

Man wolle die Zusammenarbeit mit Antic fortsetzen, verlautete nach einer Verbandssitzung in Belgrad. Trotz der negativen Resultate in Südafrika, sei "die Kooperation mit Antic nicht infrage gestellt worden", hieß es.

Antic selbst hatte immer wieder betont, seine Arbeit fortsetzen zu wollen.

Huh hört bei Südafrika auf

Der südkoreanische Nationaltrainer Huh Jong-Moo hat hingegen am Freitag seinen Rücktritt erklärt.

Der 55-Jährige hatte den WM-Gastgeber von 2002 bei der Weltmeisterschaft in Südafrika ins Achtelfinale geführt, dort scheiterten die Südkoreaner am zweimaligen WM-Champion Uruguay (1:2).

"Es gibt viele großartige und fähige Leute in unserer Fußball-Gemeinschaft. Einem von ihnen sollte die Chance gegeben werden, das Nationalteam zu betreuen", sagte der Fußballlehrer auf einer Pressekonferenz.

Wer die Nachfolge Huhs antritt, steht noch in den Sternen. Er hatte die südkoreanische Auswahl Ende 2007 übernommen.

Zwei Kandidaten bei Japan

Die beiden ehemaligen argentinischen Nationaltrainer Marcelo Bielsa und Jose Pekerman stehen auf der Wunschliste des japanischen Verbandes JFA, der einen Nachfolger für Takeshi Okada finden muss.

Der Coach hatte nach dem Achtelfinal-K.o. der Auswahl Nippons bei der WM in Südafrika im Elfmeterschießen gegen Paraguay angekündigt, nicht mehr weitermachen zu wollen.

"Ich möchte etwas außerhalb des Fußballs machen", bekräftigte Okada im japanischen Fernsehen.

Medaille für Fehlschützen

Ausgerechnet Yuichi Komano, dessen Fehlschuss im Elfmeterschießen gegen Paraguay das Achtelfinal-Aus der japanischen Mannschaft bei der WM in Südafrika besiegelte, erhält eine Medaille.

De Gouverneur von Komanos Heimatpräfektur Wakayama kündigte an Freitag an, den Spieler für seine Anstrengungen bei der WM in Südafrika mit einer Medaille zu ehren.

Der Gouverneur hatte das Duell gegen Paraguay in der Runde der letzten 16 bei einer Public-Viewing-Veranstaltung zusammen mit Komanos Mutter angeschaut.

Dunga konter Cruyff

Der brasilianische Nationaltrainer Dunga hat die polemischen Aussagen der niederländischen Fußball-Ikone Johan Cruyff über den Rekord-Weltmeister zurückgewiesen.

"Kein Zweifel, ich würde zahlen. Ich mag diese Spiele, wenn die Spieler über ein hohes spielerisches Potenzial verfügen", sagte der ehemalige Stuttgarter Bundesliga-Profi vor dem Viertelfinalduell gegen Oranje am Freitag in Port Elizabeth in einer Erwiderung auf Cruyff.

"König Johan" Cruyff hatte die Auftritte des fünfmaligen WM-Champions Brasilien bei der WM in Südafrika kritisiert und geäußert, er werde für solche Spiele der Brasilianer keine Eintrittskarte kaufen.

Die Selecao sei eine Schande für die Fans und das Turnier.

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