Die Anhänger des DFB-Teams werden bei der WM täglich mehr. Südafrikaner und Zuschauer aus der ganzen Welt sind begeistert.

Eins gleich vorweg: Die WM-Stimmung in Südafrika ist nicht vergleichbar mit dem, was man aus der Heimat hört und liest. Dafür sind einfach zu wenige Deutsche hier.

Vor dem Viertelfinale gegen Argentinien musste man die Fans mit dem Adler und den drei Sternen auf der Brust fast schon suchen.

Man fand sie zwar auf dem Tafelberg, in Camps Bay oder an der Waterfront, doch immer waren mindestens viermal so viele Argentinier da. Genau wie im Stadion.

Genützt hat es ihnen allerdings nichts.

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Nach dem Spiel verkauften sie ihre Karten für das Halbfinale - die meisten Argentinier reisten schon am Sonntag ab.

Die Deutschen traf man zwischen den Ständen auf Kapstadts Green Market Square, am Kap der guten Hoffnung oder am Boulders Beach.

Dass einer von den dort lebenden Brillenpinguinen auf den Namen Maradona hört, ist wohl nur ein Gerücht.

Tatsache ist aber, dass die relativ kleine deutsche Fankolonie immer mehr Verstärkung bekommt.

Souvenirhändler, Kartenabreißer, Volunteers, Polizisten - sie alle sind vom Deutschland-Fieber infiziert.

Nach dem 4:0 gegen Australien waren viele überrascht von der deutschen Mannschaft.

Nach dem 4:1 gegen England wurden wir den ganzen Abend auf der Straße von wildfremden Menschen beglückwünscht.

Vor dem 4:0 gegen Argentinien kontrollierte ein Polizist am Stadioneingang meine Akkreditierung und sagte: "Ich hoffe, ihr gewinnt das Spiel", anschließend klatschte er Beifall.

Leute aus Namibia und Zimbabwe reisen an, um das deutsche Team zu bewundern. Chinesen und Kanadier bejubeln Müller-Tore.

Nach dem Aus der "Bafana Bafana" und der Ghanaer haben viele Südafrikaner das DFB-Team quasi adoptiert.

Es ist ein schönes Gefühl, als Deutscher im Ausland von so vielen Seiten so große Zuneigung zu verspüren.

Die deutsche Mannschaft ist in Südafrika schon vor dem Halbfinale gegen Spanien der Weltmeister der Herzen.

Schweinsteiger, Özil, Müller und Co. sei Dank.

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