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In Südafrika konnten sich die Veranstalter über einen großen Fan-Andrang freuen © imago

Die FIFA freut sich über den großen Ansturm in die WM-Stadien. Die Niederlande kämpft mit Ausschreitungen. Die WM-Splitter.

München - Mit dem zweiten Halbfinale zwischen Deutschland und Spanien am Mittwochabend in Durban wird bei der WM in Südafrika die Marke der drei Millionen Zuschauer gebrochen.

"Das ist ein großer Erfolg. Bisher sind nur 1994 in den USA und 2006 in Deutschland mehr als drei Millionen Zuschauer in die Stadien gekommen", sagte FIFA-Mediendirektor Nicolas Maingot.

Auch mit der Resonanz bei den Fan-Festen ist die FIFA zufrieden.

"Mit Mittwochabend werden die nationalen und internationalen Fan-Feste mehr als fünf Millionen Menschen besucht haben", sagte Maingot.

Neben den Fan-Festen in den südafrikanischen Spielorten veranstaltet die FIFA offizielle Public Viewings in Berlin, Paris, Rom, Sydney, Rio de Janeiro und Mexiko-Stadt.

Die deutsche Hauptstadt verbuchte weltweit den größten Zuspruch.

SPORT1 fasst weitere WM-Meldungen zusammen.

Holland: Erst Jubel, dann Randale

Dem Jubel über den Finaleinzug von Arjen Robben und Co. bei der WM in Südafrika folgte in den Niederlanden heftige Ausschreitungen jugendlicher Chaoten:

In den Städten Den Haag und Drachten wurden im Zuge der ekstatischen Siegesfeiern nach Attacken auf Polizisten und Autos insgesamt 18 Chaoten festgenommen.

In Den Haag wurden bei einer Veranstaltung auf dem Platz "Jonckbloetplein" Feuerwerk, Steine und andere Gegenstände auf die Polizei geworfen haben.

Auf dem auch bei Hooligans beliebten Platz hatten mehrere Hundert Menschen den Finaleinzug von Oranje gefeiert.

Beamten gehen mit Wasserwerfern vor

In Drachten in der Provinz Friesland beschädigten mehrere Hundert Jugendliche an einer Kreuzung zahlreiche Autos, besetzten einen Bus und attackierten zwei Polizisten.

Die Beamten gingen mit Wasserwerfern gegen die Hooligans vor und trieben sie damit im wahrsten Sinne des Wortes aus der Stadt.

Durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern waren auch unbeteiligte in Gefahr geraten. Zudem wurden in Drachten und Den Haag Müllcontainer in Brand gesetzt.

Großer Empfang

Mit einem großen Empfang wird Oranje nach der Rückkehr aus Südafrika in der Hauptstadt Amsterdam geehrt.

Nach Angaben des Fußballverbandes KNVB findet die Ehrung auch statt, wenn die Mannschaft von Bondscoach Bert van Marwijk das Finale am 11. Juli in Johannesburg verlieren sollte.

Initiator der Riesensause ist die Stadt Amsterdam. Das Datum und das Festprogramm soll erst nach dem Endspiel festgelegt werden.

Unterdessen hat in den Niederlanden der Run auf Reisen zum WM-Finale am kommenden Sonntag eingesetzt.

Ein Reisebüro in Amsterdam, dass die Reisen nach Südafrika vertreibt, hatte eine Warteliste von 3000 Oranje-Fans abzuarbeiten.

40 Festnahmen in Uruguay

Bei Krawallen nach der Niederlage der Celeste im WM-Halbfinale gegen die Niederlande (2:3) ist es in der uruguayischen Hauptstadt Montevideo gekommen.

Auf der Prachtstraße "18 de Julio" lieferten sich Fans Auseinandersetzungen untereinander und mit den Sicherheitskräften, laut einem Bericht der Zeitung "El Observador" wurden 40 Anhänger vorübergehend festgenommen. Einige Fans hatten mit Steinen geworfen.

Trotz der bitteren Pleite überwog bei den Anhängern jedoch der Stolz über das erstmalige Erreichen eines WM-Halbfinales seit 1970.

Auf der "Praca Independencia", wo die Begegnung mit der Elftal auf einer Großbildleinwand übertragen worden war, spendeten die gut 5000 Zuschauer beim Schlusspfiff spontan Applaus.

Die Helden um den viermaligen Torschützen Diego Forlan werden zu Hause schon jetzt wie Weltmeister gefeiert. Bei der Rückkehr am Montag wartet auf sie ein Empfang bei Uruguays Staatspräsident Jose Mujica.

Südkorea startet Trainersuche

Der südkoreanische Fußball-Verband hat am Mittwoch offiziell die Suche nach einem neuen Nationaltrainer begonnen. 253025(DIASHOW: Tops und Flops der WM).

Nach Angaben des Verbandes habe sich das technische Komitee einstimmig dazu entschieden, einen einheimischen Trainer zu verpflichten.

"Wir haben eine Liste mit zwölf oder 13 möglichen Kandidaten", sagte Lee Hoi-Teak, Vorsitzender des Komitees.

Der bisherige Nationaltrainer Huh Jung-Moo war nach der WM in Südafrika von seinem Posten zurückgetreten. Er hatte das Team bis ins Achtelfinale geführt und Südkorea damit das beste WM-Ergebnis außerhalb der Heimat beschert.

Als mögliche Nachfolger gelten Kim Hak-Beom, ehemaliger Trainer des siebenmaligen K-League-Champions Seongnam Ilhwa, und Choi Kang-Hee, der 2009 mit Jeonbuk Motors Meister wurde.

Europa hat die Nase vorn

Europa hat nach dem Finaleinzug der Niederlande bei der WM seinen zehnten WM-Titel sicher und wird damit Südamerika hinter sich lassen.

Mit Uruguay schied am Dienstag der letzte Vertreter Südamerikas aus, nur Holland, Deutschland und Spanien haben noch die Chance, Weltmeister zu werden.

Das Finale wird am 11. Juli im Soccer-City-Stadion von Johannesburg ausgetragen.

Neunmal hat bislang Europa den WM-Titel geholt. 1934, 1938, 1982 und 2006 gewann Italien, 1954, 1974 und 1990 Deutschland, 1966 England, 1998 Frankreich.

Auch nach Südamerika ging der Pokal bisher neunmal. 1958, 1962, 1970, 1994 und 2002 wurde Rekordhalter Brasilien Weltmeister, 1930 und 1950 Uruguay, 1978 und 1986 Agentinien.

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