vergrößernverkleinern
Die Fans heizen sich bereits Stunden vor dem Halbfinale auf © getty

Bereits Stunden vor dem WM-Halbfinale zwischen Deutschland und Spanien geben die Fans alles und bringen sich auf Temperatur.

Durban - Durban ist in Halbfinal-Stimmung: Schon Stunden vor dem Duell zwischen dem DFB-Team und Spanien feierten Tausende Fans aus beiden Lagern eine ausgelassene und friedliche WM-Party am Indischen Ozean.

Das Feierzentrum bildete die kilometerlange Strandpromenade Golden Mile, auf der es lauter und bunter zuging als in den meisten Austragungsorten zuvor (Der WM-Spielplan).

Zahlreiche Trommel- und Tanz-Gruppen übertönten an vielen Stellen sogar das ohrenbetäubende Gedröhne der Vuvuzelas.

Die Fans drängten sich in den Strandbars und Kneipen, spielten Beachvolleyball oder Fußball am Strand. Nur das Wetter spielte nicht mit.

Zahlreiche Attraktionen

Im Gegensatz zum Vortag, als bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen weit über 20 Grad die Massen vor dem Halbfinale zwischen den Niederlanden und Uruguay vor die Großbildleinwände am Strand strömten, herrschte bei grauem Himmel eine schwüle Witterung.

Der Partystimmung tat dies keinen Abbruch. Zahlreiche Attraktionen und Aktionen lockten die Fans an.

Beim Sandburgen-Wettbewerb war das Moses-Mabhida-Stadion mit seinem über 2700 Tonnen schweren und 104 Meter hohen Stahlbogen ein beliebtes Motiv.

Während in Klettergärten, einer kleinen Kinder-Kirmes und bei den unzähligen Straßenhändlern am Ozean Hochbetrieb herrschte, zog es zum Stadion 500 Meter vom Strand entfernt zunächst kaum Fans.

Keine Zwischenfälle

Die 3,3-Millionen-Einwohner-Metropole, in der im Juli 2011 die Olympischen Winterspiele 2018 - vielleicht nach München - vergeben werden, gab sich dabei entspannt und weltoffen.

Die Polizei war zwar präsent, hielt sich aber dezent im Hintergrund. Ohnehin erwarteten die Behörden keinerlei Probleme.

"Die Spiele der deutschen Mannschaft gegen Argentinien und vor allem gegen England waren die Begegnungen, die wir aus polizeilicher Sicht mit etwas mehr Sorge betrachtet haben. Sie wurden außergewöhnlich ruhig über die Bühne gebracht, und das erwarten wir auch für das Halbfinale", sagte Hendrik Große Lefert, der deutsche Polizeieinsatzleiter in Südafrika.

Kein Interesse bei Surfern

Große Lefert ergänzte, dass die Polizei schon beim Duell der beiden Mannschaften beim EM-Finale in Wien vor zwei Jahren so gut wie keine negativen Erfahrungen gemacht hätte. Auch die südafrikanischen und spanischen Beamten sähen die Lage vor Ort entspannt.

Die einzigen, die vom WM-Trubel an der Promenade nichts wissen wollte, waren Hunderte von Surfern, die vor den Piers auf den gut zwei Meter hohen Wellen ritten.

Die waren bereits im Morgengrauen gekommen und hatten wie immer die Warnschilder ignoriert, die vom Surfen genau zu diesem Zeitpunkt abraten - weil dann Hai-Angriffe wahrscheinlicher sind.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel